Discussion:
Legendenbildung oder The Spin must go on
(zu alt für eine Antwort)
Peter Mc Donough
2016-06-26 07:39:32 UTC
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Legendenbildung live:

Der Guardian wieder einmal:

"Nigel Farage says Britain heading for recession 'regardless of Brexit'"

Essenz: Der Brexit hat nichts mit den kommenden schwierigen Zeiten für
LB zu tun hat. Die Rezession wäre sowieso gekommen, der Brexit wird sie
abkürzen.


http://www.theguardian.com/politics/2016/jun/26/nigel-farage-ukip-britain-recession-brexit

Gruß
Peter
Dr. Joachim Neudert
2016-06-26 07:51:48 UTC
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Post by Peter Mc Donough
"Nigel Farage says Britain heading for recession 'regardless of Brexit'"
Essenz: Der Brexit hat nichts mit den kommenden schwierigen Zeiten für
LB zu tun hat. Die Rezession wäre sowieso gekommen, der Brexit wird sie
abkürzen.
http://www.theguardian.com/politics/2016/jun/26/nigel-farage-ukip-britain-recession-brexit
Gruß
Peter
Ja natürlich. Und das Blame-Game dauert nicht mehr lange, es werden die
Krauts und die Frogs sein die schuld daran sind daß es dem Königreich so
schlecht geht.

Was ich in 56 Erdenjahren gelernt haben: Entscheidungen werden
getroffen, aber niemals, niemals, absolut niemals 20 Jahre später
hinterfragt. Ich kenne kein Beispiel, wo jemand (am wenigsten der
Entscheider selbst) 20 Jahre später gesagt hätte: das ist jetzt
suboptimal gelaufen, anders herum wäre es vielleicht doch besser gewesen
(oder hat Tony Blair späte Zweifel an seiner Entscheidung zum 2.
Golfkrieg bekommen?)


Politiker haben dieses Gesetz schon viel früher erkannt, und wissen daß
sie sich keine Sorgen machen müssen, egal wie sie entscheiden. Der Lauf
der Welt wird damit bestimmt, nachgefragt oder nachgedacht wird
vielleicht mal von Historikern in akademischen Kreisen, aber da liegt
viel Staub auf den Büchern.
Matthias Eißing
2016-06-26 08:56:20 UTC
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Post by Dr. Joachim Neudert
Was ich in 56 Erdenjahren gelernt haben: Entscheidungen werden
getroffen, aber niemals, niemals, absolut niemals 20 Jahre später
hinterfragt. Ich kenne kein Beispiel, wo jemand (am wenigsten der
Entscheider selbst) 20 Jahre später gesagt hätte: das ist jetzt
suboptimal gelaufen, anders herum wäre es vielleicht doch besser gewesen
(oder hat Tony Blair späte Zweifel an seiner Entscheidung zum 2.
Golfkrieg bekommen?)
Helmut Kohl hat nach eigener Aussage "Fehler bei der Wiedereinigung"
gemacht...

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutsche-einheit-kohl-raeumt-fehler-ein-a-255602.html
--
cu://Matthias.Eißing.de
Dr. Joachim Neudert
2016-06-26 09:11:50 UTC
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Post by Matthias Eißing
Post by Dr. Joachim Neudert
Was ich in 56 Erdenjahren gelernt haben: Entscheidungen werden
getroffen, aber niemals, niemals, absolut niemals 20 Jahre später
hinterfragt. Ich kenne kein Beispiel, wo jemand (am wenigsten der
Entscheider selbst) 20 Jahre später gesagt hätte: das ist jetzt
suboptimal gelaufen, anders herum wäre es vielleicht doch besser gewesen
(oder hat Tony Blair späte Zweifel an seiner Entscheidung zum 2.
Golfkrieg bekommen?)
Helmut Kohl hat nach eigener Aussage "Fehler bei der Wiedereinigung"
gemacht...
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutsche-einheit-kohl-raeumt-fehler-ein-a-255602.html
Der gilt ja auch als blöde, das ist allgemeiner Konsens.

Ich habe mir schon damals, als nach 16 Jahren seine Regierungszeit
endete, gedacht: Das werden mal die "guten Jahre als alles noch in
Ordnung war" im Rückblick sein...
Matthias Eißing
2016-06-26 09:14:05 UTC
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Post by Dr. Joachim Neudert
Der gilt ja auch als blöde, das ist allgemeiner Konsens.
In Bayern?
--
cu://Matthias.Eißing.de
Dr. Joachim Neudert
2016-06-26 09:18:52 UTC
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Post by Matthias Eißing
Post by Dr. Joachim Neudert
Der gilt ja auch als blöde, das ist allgemeiner Konsens.
In Bayern?
Ja, da leider auch- oder sogar besonders.

Allerdings aus anderen Gründen als im Rest des Landes. Strauus hat ihn
halt immer mißachtet, weil geistig weit unterlegen (der IQ von Strauss
war angeblich so um 180, who knows. An seiner Intelligenz gab es ja nie
viele Zweifel).

Die Richtungsentscheidungen hingegen waren schon OK mit den Bayern.
Holger Marzen
2016-06-26 09:31:38 UTC
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Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Matthias Eißing
Post by Dr. Joachim Neudert
Der gilt ja auch als blöde, das ist allgemeiner Konsens.
In Bayern?
Ja, da leider auch- oder sogar besonders.
Allerdings aus anderen Gründen als im Rest des Landes. Strauus hat ihn
halt immer mißachtet, weil geistig weit unterlegen (der IQ von Strauss
war angeblich so um 180, who knows. An seiner Intelligenz gab es ja nie
viele Zweifel).
Das ist schwer zu sagen, ob Strauß besonders intelligent oder bloß
durchschnittlich intelligent plus bauernschlau war.

Auch mit einem durchschnittlichen IQ kann man ganz nach oben kommen,
wenn man 100% seiner Intelligenz dazu benutzt, sich die Taschen
vollzustopfen. Demgegenüber gibt es ja auch extrem intelligente aber
fast alltagsuntaugliche Menschen.
Matthias Eißing
2016-06-26 09:41:40 UTC
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Am 26.06.16 um 11:18 schrieb Dr. Joachim Neudert:

[Helmut Kohl]
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Matthias Eißing
Post by Dr. Joachim Neudert
Der gilt ja auch als blöde, das ist allgemeiner Konsens.
In Bayern?
Ja, da leider auch- oder sogar besonders.
(i) Kohl pauschal als "blöde" zu bezeichnen zeugt nicht von eigener
Größe. Das auch noch als allgemeinen Konsens darzustellen zeigt eher von
Durchtriebenheit, als von abwägender Weitsicht.

Nein. Kohl mag/mochte ich auch nicht.

(ii) Ich habe dir ein sehr konkretes Beispiel genannt, daß deine These
"Politiker sind rückblickend niemals selbst-kritisch" widerlegte
--
cu://Matthias.Eißing.de
Dr. Joachim Neudert
2016-06-26 09:48:25 UTC
Permalink
Post by Matthias Eißing
[Helmut Kohl]
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Matthias Eißing
Post by Dr. Joachim Neudert
Der gilt ja auch als blöde, das ist allgemeiner Konsens.
In Bayern?
Ja, da leider auch- oder sogar besonders.
(i) Kohl pauschal als "blöde" zu bezeichnen zeugt nicht von eigener
Größe. Das auch noch als allgemeinen Konsens darzustellen zeigt eher von
Durchtriebenheit, als von abwägender Weitsicht.
Ähm- Du hast die (unsichtbaren) Ironie-Tags nicht bemerkt?

Daß mir schon zu Ende seiner Amtszeit klar war: "so, daß waren jetzt die
16 guten Jahre" - hab ich doch darunter geschrieben.
Post by Matthias Eißing
Nein. Kohl mag/mochte ich auch nicht.
Mögen ist was anderes. Aber seine Regierungsleistung und seine
Regierungszeit war eine sehr gute Zeit für unser Land.
Post by Matthias Eißing
(ii) Ich habe dir ein sehr konkretes Beispiel genannt, daß deine These
"Politiker sind rückblickend niemals selbst-kritisch" widerlegte
Was eben auch zeigt, daß er hostorisch weit unterschätzt wird. Er war
eben doch ein aussergewöhnlicher Politiker. Wie die deutsche Einheit
unter seinen Vorgängern oder Nachfolgern zustande gekommen wäre, will
man nicht wissen.
Wolfgang Enzinger
2016-06-26 09:59:45 UTC
Permalink
Post by Matthias Eißing
(ii) Ich habe dir ein sehr konkretes Beispiel genannt, daß deine These
"Politiker sind rückblickend niemals selbst-kritisch" widerlegte
Richtig, und da ist er nicht der einzige. Helmut Schmidt und Colin Powell
fallen mir spontan ein. Das Problem ist nur: das traut sich keiner zu
seiner aktiven Zeit, erst hinterher. Oder wenn die politische Karriere
aufgrund der Dicke des Klopses eh ruiniert ist, wie bei Guttenberg.

Und das liegt durchaus auch an der Wählerschaft. Die will solche
Selbstunsicherheiten gar nicht sehen, andernfalls heisst es schnell, da
habe jemand "keinen Plan".

Witzig: meine Suchmaschine spuckt bei der Suche nach "politiker fehler
zugeben" recht weit oben eine rühmliche Ausnahme aus:
http://www.welt.de/politik/article154663863/Diesen-Satz-in-der-Boehmermann-Affaere-bereut-die-Kanzlerin.html

;-)
Jörg Tewes
2016-06-26 19:12:18 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Matthias Eißing
Post by Dr. Joachim Neudert
Der gilt ja auch als blöde, das ist allgemeiner Konsens.
In Bayern?
Ja, da leider auch- oder sogar besonders.
Allerdings aus anderen Gründen als im Rest des Landes. Strauus hat ihn
halt immer mißachtet, weil geistig weit unterlegen (der IQ von Strauss
war angeblich so um 180, who knows. An seiner Intelligenz gab es ja nie
viele Zweifel).
In Bayern?


Bye Jörg
--
"Ivanova is always right! I will listen to Ivanova!
I will not ignore Ivanova's recommendations!
Ivanova is god!"
(Ivanova in "A Voice in the Wilderness")
Bernd Lauert
2016-06-26 10:01:24 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Ich habe mir schon damals, als nach 16 Jahren seine Regierungszeit
endete, gedacht: Das werden mal die "guten Jahre als alles noch in
Ordnung war" im Rückblick sein...
Das wird jetzt bei jeder weiteren Regierung so sein, daß die vorherige
dagegen wie ein Hort der Freiheit und Unbekümmertheit aussieht. Es kann
jetzt nur noch schlimmer werden.
Martin Gerdes
2016-06-26 15:28:25 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Matthias Eißing
Helmut Kohl hat nach eigener Aussage "Fehler bei der Wiedereinigung"
gemacht...
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutsche-einheit-kohl-raeumt-fehler-ein-a-255602.html
Das offenbare Zitat "Fehler bei der Wiedereinigung" finde ich dort nicht
-- und das in dieser NG, die so sehr auf korrekte Zitate achtet!
Post by Dr. Joachim Neudert
Ich habe mir schon damals, als nach 16 Jahren seine Regierungszeit
endete, gedacht: Das werden mal die "guten Jahre, als alles noch in
Ordnung war" im Rückblick sein...
Und? Ist Dein persönlicher Rückblick bereits verklärt genug, daß Du das
heute bestätigen kannst?
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2016-06-26 15:58:51 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Martin Gerdes
Post by Dr. Joachim Neudert
Ich habe mir schon damals, als nach 16 Jahren seine Regierungszeit
endete, gedacht: Das werden mal die "guten Jahre, als alles noch in
Ordnung war" im Rückblick sein...
Und? Ist Dein persönlicher Rückblick bereits verklärt genug, daß Du das
heute bestätigen kannst?
Ich fand die Kohl-Zeit furchtbar! Ich habe von jeder Änderung irgendwie
finanziell profitiert – das kann auf Dauer ganz schön demotivierend
werden...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Michael Landenberger
2016-06-26 09:52:36 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Was ich in 56 Erdenjahren gelernt haben: Entscheidungen werden
getroffen, aber niemals, niemals, absolut niemals 20 Jahre später
hinterfragt.
Aber vielleicht 43 Jahre später. So lange ist es nämlich her, seit
Großbritannien in die EU eingetreten ist. Den Brexit kann man IMO durchaus als
ein Hinterfragen dieser Entscheidung bezeichnen.

Gruß

Michael
Michael Bode
2016-06-26 10:01:11 UTC
Permalink
Post by Michael Landenberger
Post by Dr. Joachim Neudert
Was ich in 56 Erdenjahren gelernt haben: Entscheidungen werden
getroffen, aber niemals, niemals, absolut niemals 20 Jahre später
hinterfragt.
Aber vielleicht 43 Jahre später. So lange ist es nämlich her, seit
Großbritannien in die EU eingetreten ist. Den Brexit kann man IMO durchaus als
ein Hinterfragen dieser Entscheidung bezeichnen.
Oder als schiefgegangen Bluff beim großen Pokerspiel. Hat jemand schon
eine Äußerung eines Brexiteers gefunden, wo der fordert, der EU jetzt
auch die Papiere zu schicken? Ich sehe nur Meldungen wonach das noch
Zeit hätte. Aber die Stimmung für den Brexit verflüchtigt sich offenbar
rapide. Der beste Zeitpunkt aus dem Referendum Nägel mit Köpfen zu
machen ist jetzt. Im Oktober ist der Zug abgefahren, da wird sich jeder
3-mal überlegen, ob er politischen Selbstmord begehen und die
Austrittsmittelung noch abschicken will.
Bernd Lauert
2016-06-26 10:13:20 UTC
Permalink
Post by Michael Bode
Post by Michael Landenberger
Post by Dr. Joachim Neudert
Was ich in 56 Erdenjahren gelernt haben: Entscheidungen werden
getroffen, aber niemals, niemals, absolut niemals 20 Jahre später
hinterfragt.
Aber vielleicht 43 Jahre später. So lange ist es nämlich her, seit
Großbritannien in die EU eingetreten ist.
Die EU gibt es erst seit 1993.
Post by Michael Bode
Post by Michael Landenberger
Den Brexit kann man IMO
durchaus als ein Hinterfragen dieser Entscheidung bezeichnen.
Oder als schiefgegangen Bluff beim großen Pokerspiel.
So wird eben Geschichte geschrieben. Egal ob jemand aus einem Fenster
stürzt oder ein Schabowski sich bei einer Pressekonferenz verquatscht.

Dann ist es passiert.
Martin Gerdes
2016-06-26 15:28:25 UTC
Permalink
Post by Michael Bode
Post by Michael Landenberger
Aber vielleicht 43 Jahre später. So lange ist es nämlich her, seit
Großbritannien in die EU eingetreten ist. Den Brexit kann man IMO durchaus als
ein Hinterfragen dieser Entscheidung bezeichnen.
Oder als schiefgegangen Bluff beim großen Pokerspiel. Hat jemand schon
eine Äußerung eines Brexiteers gefunden, wo der fordert, der EU jetzt
auch die Papiere zu schicken? Ich sehe nur Meldungen wonach das noch
Zeit hätte. Aber die Stimmung für den Brexit verflüchtigt sich offenbar
rapide. Der beste Zeitpunkt aus dem Referendum Nägel mit Köpfen zu
machen ist jetzt. Im Oktober ist der Zug abgefahren, da wird sich jeder
3-mal überlegen, ob er politischen Selbstmord begehen und die
Austrittsmittelung noch abschicken will.
Es ist halt die Frage, ob die EU das mit sich machen läßt. Wir sprechen
hier bekanntlich nicht von Ränkespielen im Kleingartenverein, sondern
von Politik auf höchster Ebene.

Ich glaube nicht, daß die Briten jetzt einfach zurückkönnen (etwa mit
dem Trick, daß nun einfach keine Kündigung an die EU geschrieben wird).
Michael Bode
2016-06-26 17:01:23 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Michael Bode
Post by Michael Landenberger
Aber vielleicht 43 Jahre später. So lange ist es nämlich her, seit
Großbritannien in die EU eingetreten ist. Den Brexit kann man IMO durchaus als
ein Hinterfragen dieser Entscheidung bezeichnen.
Oder als schiefgegangen Bluff beim großen Pokerspiel. Hat jemand schon
eine Äußerung eines Brexiteers gefunden, wo der fordert, der EU jetzt
auch die Papiere zu schicken? Ich sehe nur Meldungen wonach das noch
Zeit hätte. Aber die Stimmung für den Brexit verflüchtigt sich offenbar
rapide. Der beste Zeitpunkt aus dem Referendum Nägel mit Köpfen zu
machen ist jetzt. Im Oktober ist der Zug abgefahren, da wird sich jeder
3-mal überlegen, ob er politischen Selbstmord begehen und die
Austrittsmittelung noch abschicken will.
Es ist halt die Frage, ob die EU das mit sich machen läßt. Wir sprechen
hier bekanntlich nicht von Ränkespielen im Kleingartenverein, sondern
von Politik auf höchster Ebene.
Was können sie dagegen tun?
Post by Martin Gerdes
Ich glaube nicht, daß die Briten jetzt einfach zurückkönnen (etwa mit
dem Trick, daß nun einfach keine Kündigung an die EU geschrieben wird).
Sieht aber so aus, also ob genau das der Plan wäre.
Peter Mc Donough
2016-06-26 17:14:26 UTC
Permalink
Post by Michael Bode
Post by Martin Gerdes
Es ist halt die Frage, ob die EU das mit sich machen läßt. Wir sprechen
hier bekanntlich nicht von Ränkespielen im Kleingartenverein, sondern
von Politik auf höchster Ebene.
Was können sie dagegen tun?
Post by Martin Gerdes
Ich glaube nicht, daß die Briten jetzt einfach zurückkönnen (etwa mit
dem Trick, daß nun einfach keine Kündigung an die EU geschrieben wird).
Sieht aber so aus, also ob genau das der Plan wäre.
Eine Variante deutet sich schon an:

Essenz: Da schottische Parlament könnte(?) die notwendige Gesetzgebung
in GB für den Brexit blockieren.

http://www.theguardian.com/politics/2016/jun/26/nicola-sturgeon-new-scottish-referendum-brexit

Gruß
Peter
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2016-06-26 19:25:33 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Peter Mc Donough
Da schottische Parlament könnte(?) die notwendige Gesetzgebung
in GB für den Brexit blockieren.
Das schottische Parlament ist aber dazu nicht befugt! Und das Parlament
des Vereinigten Königreichs verspürt keine sonderliche Lust dazu, sich
für ein Brexit auszusprechen...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Peter Mc Donough
2016-06-26 19:58:20 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Peter Mc Donough
Da schottische Parlament könnte(?) die notwendige Gesetzgebung
in GB für den Brexit blockieren.
Das schottische Parlament ist aber dazu nicht befugt! Und das Parlament
des Vereinigten Königreichs verspürt keine sonderliche Lust dazu, sich
für ein Brexit auszusprechen...
Meinst du nicht, dass eben aus diesem Grund man doch Befugnisse für das
schottischen Parlament sehen könnte.

Motto: Wir müssen erst einmal den schottischen Einwand prüfen und das
dauert.

Gruß
Peter
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2016-06-26 20:19:02 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Peter Mc Donough
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Peter Mc Donough
Da schottische Parlament könnte(?) die notwendige Gesetzgebung
in GB für den Brexit blockieren.
Das schottische Parlament ist aber dazu nicht befugt! Und das Parlament
des Vereinigten Königreichs verspürt keine sonderliche Lust dazu, sich
für ein Brexit auszusprechen...
Meinst du nicht, dass eben aus diesem Grund man doch Befugnisse für das
schottischen Parlament sehen könnte.
Nope! Bevor das schottische Parlament sein Veto einlegt, müsste es
zuerst etwas geben, wogegen sie dagegen sein könnten! Die meisten
Abgeordneten des Parlaments des Vereinigten Königreichs sind
jedoch gegen den Ausstieg...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Dr. Joachim Neudert
2016-06-26 20:30:22 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Peter Mc Donough
Meinst du nicht, dass eben aus diesem Grund man doch Befugnisse für das
schottischen Parlament sehen könnte.
Nope! Bevor das schottische Parlament sein Veto einlegt, müsste es
zuerst etwas geben, wogegen sie dagegen sein könnten! Die meisten
Abgeordneten des Parlaments des Vereinigten Königreichs sind
jedoch gegen den Ausstieg...
M.f.G.
Es müssen doch schottische Abgeordnete im Unterhaus in London sitzen,
oder ist das anders aufgebaut? Die könnten einfach nicht zustimmen, dann
kommt es auf die Mehrheitsverhältnisse an.


Bin jetzt aber tatsächlich nicht sicher wie föderal das aufgebaut ist.
Weiß es jemand?

Peter, ist das Dein richtiger Name oder nur ein kesses Akronym für
"Don't know"? Hast Du schottische Wurzeln?
Peter Mc Donough
2016-06-26 20:44:41 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
...
Peter, ist das Dein richtiger Name oder nur ein kesses Akronym für
"Don't know"? Hast Du schottische Wurzeln?
Nein, ich bin eingeheiratet.
Theorie zu "Mc" die Iren haben das "Mc" die Schotten den "Mac".
Tatsächlich hatte mein Schwiegervater irische Wurzeln.

Gruß
Peter
Lars Gebauer
2016-06-27 11:07:09 UTC
Permalink
Post by Peter Mc Donough
Theorie zu "Mc" die Iren haben das "Mc" die Schotten den "Mac".
Und die Amerikaner das MacBook.
Peter Mc Donough
2016-06-27 16:29:33 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Peter Mc Donough
Theorie zu "Mc" die Iren haben das "Mc" die Schotten den "Mac".
Und die Amerikaner das MacBook.
Kann mit den Schotten nichts zu tun haben, erstens weil es
offensichtlich nicht für die Ewigkeit gebaut ist und zweitens keine
Verbindung zu einem schottischen Clan (Tartan-Muster) hat oder hat
jemand schon je von MacApple gehört?

Gruß
Peter
Peter Mc Donough
2016-06-26 20:39:59 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Peter Mc Donough
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Peter Mc Donough
Da schottische Parlament könnte(?) die notwendige Gesetzgebung
in GB für den Brexit blockieren.
Das schottische Parlament ist aber dazu nicht befugt! Und das Parlament
des Vereinigten Königreichs verspürt keine sonderliche Lust dazu, sich
für ein Brexit auszusprechen...
Meinst du nicht, dass eben aus diesem Grund man doch Befugnisse für das
schottischen Parlament sehen könnte.
Nope! Bevor das schottische Parlament sein Veto einlegt, müsste es
zuerst etwas geben, wogegen sie dagegen sein könnten! Die meisten
Abgeordneten des Parlaments des Vereinigten Königreichs sind
jedoch gegen den Ausstieg...
In diesem ganz speziellen Fall könnte der Premierminister den Ausstieg
erklären, ohne das Parlament zu fragen. Das Parlament könnte ihn
beauftragen das (nicht) zu tun. Die Premier braucht das Parlament jedoch
nicht.

So lese ich das aus:
http://www.theguardian.com/politics/2016/jun/23/eu-referendum-legally-binding-brexit-lisbon-cameron-sovereign-parliament

Wie realistisch das wäre, sei dahingestellt.

Gruß
Peter
Michael Bode
2016-06-26 21:06:18 UTC
Permalink
Post by Peter Mc Donough
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Nope! Bevor das schottische Parlament sein Veto einlegt, müsste es
zuerst etwas geben, wogegen sie dagegen sein könnten! Die meisten
Abgeordneten des Parlaments des Vereinigten Königreichs sind
jedoch gegen den Ausstieg...
In diesem ganz speziellen Fall könnte der Premierminister den Ausstieg
erklären, ohne das Parlament zu fragen. Das Parlament könnte ihn
beauftragen das (nicht) zu tun. Die Premier braucht das Parlament jedoch
nicht.
http://www.theguardian.com/politics/2016/jun/23/eu-referendum-legally-binding-brexit-lisbon-cameron-sovereign-parliament
Wie realistisch das wäre, sei dahingestellt.
Offenbar hat man bisher noch niemanden gefunden, der den Austritt
erklären möchte. Der Initiator des Referendums und die Sieger des
Referendums passen alle. Das ganze war ne Luftnummer, bei der sich
Little Britain bis auf die Knochen blamiert hat.

Die Frage ist nur inwieweit die Wirtschaft mit der Unsicherheit leben
möchte, dass doch versehentlich der Brief unter die Tagespost rutscht
und 2 Tage später sagt der Herr Schulz BAZINGA!
Juergen P. Meier
2016-06-27 04:13:32 UTC
Permalink
Post by Michael Bode
Post by Peter Mc Donough
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Nope! Bevor das schottische Parlament sein Veto einlegt, müsste es
zuerst etwas geben, wogegen sie dagegen sein könnten! Die meisten
Abgeordneten des Parlaments des Vereinigten Königreichs sind
jedoch gegen den Ausstieg...
In diesem ganz speziellen Fall könnte der Premierminister den Ausstieg
erklären, ohne das Parlament zu fragen. Das Parlament könnte ihn
beauftragen das (nicht) zu tun. Die Premier braucht das Parlament jedoch
nicht.
http://www.theguardian.com/politics/2016/jun/23/eu-referendum-legally-binding-brexit-lisbon-cameron-sovereign-parliament
Wie realistisch das wäre, sei dahingestellt.
Offenbar hat man bisher noch niemanden gefunden, der den Austritt
erklären möchte. Der Initiator des Referendums und die Sieger des
Referendums passen alle. Das ganze war ne Luftnummer, bei der sich
Little Britain bis auf die Knochen blamiert hat.
Die Initiatoren waren doch allesamt Populisten die das nur als
Wahlkampfveranstaltung getrieben haben, um bei der naechsten Wahl sich
besser positionieren zu koennen. Mit dem Sieg der Abstimmung sind sie
erstmal ueberfordert.
Post by Michael Bode
Die Frage ist nur inwieweit die Wirtschaft mit der Unsicherheit leben
möchte, dass doch versehentlich der Brief unter die Tagespost rutscht
und 2 Tage später sagt der Herr Schulz BAZINGA!
Die Wirtschatslobby wird alles versuchen den Brexit zu verhindern.
Denn auch wenn diese Leute keinerlei Moral haben, sind sie wenigestens
nicht Dumm.

Wenn der Handel mit dem groessten Handelspartner Grossbritanniens
gefaehrdet ist, dann schlaegt das im Koenigreich mit knapp 15% des
Aussenhandelsvolumens zu Buche. Uns Deutschen wird das mit nur knapp 5%
deutlich weniger Weh tun. Das koennen wir zur Not komplett mit unserem
Aussenhandelsueberschuss kompensieren.
Etwas das die Briten schon laenger nicht mehr koennen.

Mit einer bereits hochgradig defizitaeren Wirtschaft mit ueber 90%
Staatsverschuldung und einem Handelsdefizit von fast 40% (!!!)
(sie geben fuer Importe 40% mehr Geld aus als sie mit Exporten
einnehmen) die mehr als doppelt so hohe Auslandsschulden hat
wie wir aus einer stabilisierenden Wirtschaftsgemeinschaft
auszutreten, ist vielleicht doch keine so kluge Idee.

Selbst wenn sie die EU dazu noetigen koennen ihnen wenigstens halb so
gute Deals wie den Norwegern (die von der Schweiz werden sie nie bekommen)
geben, wird ihnen das mit ihrer Wirtschaftlichen Struktur genau
garnichts helfen.

Wenn ihnen nicht die USA unter die Arme greifen, werden sie sich mit
dem Ausstieg aus dem Wirtschaftsbund in eine Kriese katapultieren,
die diese Insel in der Moderne so noch nie erlebt hat.

Soweit meine Vermutungen einer ungewissen Zukunft.

Juergen
--
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems. (Bruce Schneier)
Dr. Joachim Neudert
2016-06-27 05:37:03 UTC
Permalink
Post by Juergen P. Meier
Die Wirtschatslobby wird alles versuchen den Brexit zu verhindern.
Denn auch wenn diese Leute keinerlei Moral haben, sind sie wenigestens
nicht Dumm.
Wenn der Handel mit dem groessten Handelspartner Grossbritanniens
gefaehrdet ist, dann schlaegt das im Koenigreich mit knapp 15% des
Aussenhandelsvolumens zu Buche. Uns Deutschen wird das mit nur knapp 5%
deutlich weniger Weh tun. Das koennen wir zur Not komplett mit unserem
Aussenhandelsueberschuss kompensieren.
Etwas das die Briten schon laenger nicht mehr koennen.
Mit einer bereits hochgradig defizitaeren Wirtschaft mit ueber 90%
Staatsverschuldung und einem Handelsdefizit von fast 40% (!!!)
(sie geben fuer Importe 40% mehr Geld aus als sie mit Exporten
einnehmen) die mehr als doppelt so hohe Auslandsschulden hat
wie wir aus einer stabilisierenden Wirtschaftsgemeinschaft
auszutreten, ist vielleicht doch keine so kluge Idee.
Solange ihre Geldpumpe "City of London" Zugang zu Finanzgeschäften im
EU-Raum hatte, konnten sie das gut kompensieren. Aber beispielsweise den
Handel mit Euro-Staatsanleihen werden sie verlieren, das steht schon
jetzt fest.

Warum die City zu fast 80% für Remainia (vs. Leaviya) stimmte, ist schon
klar.


Bin gespannt, wie diesmal das Gelddruck-Manöver ausgeht bei den
Angelsachsen- auch Amerika hängt mit drin. Evtl. zeigt sich jetzt die
nachhaltige Wirtschaftspolitik doch mal als vorteilhafter.

Na ja, sie sind schlau. Mal abwarten...
Juergen P. Meier
2016-06-27 05:53:27 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Solange ihre Geldpumpe "City of London" Zugang zu Finanzgeschäften im
EU-Raum hatte, konnten sie das gut kompensieren. Aber beispielsweise den
DAs ist fraglich. Die ersten Banken spekulieren schon mal nicht auf einen
einfachen Zugang.

Und ausserhalb Europas hat der Brexit auch schon erste Reaktionen
ausgeloest, die Britannien und Europa schaden koennten.
Post by Dr. Joachim Neudert
Handel mit Euro-Staatsanleihen werden sie verlieren, das steht schon
jetzt fest.
Warum die City zu fast 80% für Remainia (vs. Leaviya) stimmte, ist schon
klar.
Ach. Jetzt wird halt innenpolitisch spannend, wie maechtig London im
Koenigreich noch ist.
Post by Dr. Joachim Neudert
Bin gespannt, wie diesmal das Gelddruck-Manöver ausgeht bei den
Angelsachsen- auch Amerika hängt mit drin. Evtl. zeigt sich jetzt die
nachhaltige Wirtschaftspolitik doch mal als vorteilhafter.
Naja, der amerikanischen Wirtschaft hat das bereits geschaded.
Post by Dr. Joachim Neudert
Na ja, sie sind schlau. Mal abwarten...
Ack. Aber die Zeit draengt, die Welt wartet nicht auf die Briten, und
auch nicht auf den Rest Europas.
Diedrich Ehlerding
2016-06-26 20:19:47 UTC
Permalink
Post by Peter Mc Donough
Essenz: Da schottische Parlament könnte(?) die notwendige Gesetzgebung
in GB für den Brexit blockieren.
Genial. Man hat einen Schuldigen gefunden. Einen (ode rein paar
schottische Abgeordnete), die die Schmutzarbeit machen dürfen, die man
sich selber nicht zu erledigen traut.

"Liebe Wähler, wir, die $X-Partei und ich als ihr Kandidat, würden euch ja
liebend gern den Willen tun und den bewussten Brief nach Brüssel schicken.
Aber die Schotten, diese Schurken, sind schuld, dass ich das niht darf".

Bösewicht gefunden, also alles gut ...

Dierich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Martin Gerdes
2016-06-26 22:29:01 UTC
Permalink
Post by Peter Mc Donough
Post by Michael Bode
Post by Martin Gerdes
Es ist halt die Frage, ob die EU das mit sich machen läßt. Wir sprechen
hier bekanntlich nicht von Ränkespielen im Kleingartenverein, sondern
von Politik auf höchster Ebene.
Was können sie dagegen tun?
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich bin kein Politiker.

Glaubwürdigkeit ist für einen Politiker wertvolle Münze, zumindest
untereinander. Wie sollte ein neuer Premierminister Boris Johnson im
Kreise der EU-Regierungschefs auftreten, der sich so vehement für einen
Brexit eingesetzt hat? Mit dem schließt doch keinen einen Kompromiß.
Post by Peter Mc Donough
Post by Michael Bode
Post by Martin Gerdes
Ich glaube nicht, daß die Briten jetzt einfach zurückkönnen (etwa mit
dem Trick, daß nun einfach keine Kündigung an die EU geschrieben wird).
Sieht aber so aus, also ob genau das der Plan wäre.
Essenz: Da schottische Parlament könnte(?) die notwendige Gesetzgebung
in GB für den Brexit blockieren.
http://www.theguardian.com/politics/2016/jun/26/nicola-sturgeon-new-scottish-referendum-brexit
Schaumermal.
Juergen P. Meier
2016-06-27 04:07:34 UTC
Permalink
Post by Peter Mc Donough
Post by Michael Bode
Post by Martin Gerdes
Es ist halt die Frage, ob die EU das mit sich machen läßt. Wir sprechen
hier bekanntlich nicht von Ränkespielen im Kleingartenverein, sondern
von Politik auf höchster Ebene.
Was können sie dagegen tun?
Post by Martin Gerdes
Ich glaube nicht, daß die Briten jetzt einfach zurückkönnen (etwa mit
dem Trick, daß nun einfach keine Kündigung an die EU geschrieben wird).
Sieht aber so aus, also ob genau das der Plan wäre.
Essenz: Da schottische Parlament könnte(?) die notwendige Gesetzgebung
in GB für den Brexit blockieren.
Vorher wird es wohl ein neues Unabhaengigkeitsreferendum geben.

Ich wuerde mich diesmal sogar soweit vorwargen und um sowas wertvolles
wie einen Kasten Bier wetten, dass es anders ausgehen duerfte als das
letzte mal.

Aktuell ist Schottland ja sehr defizitaer (so wie das Vereinte
Koenigreich insgesamt auch, die Wirtschaftszahlen sind erschreckend,
kein Wunder dass niemand von der gebildeten Wirtschaftselite den
Brexit wollte.) aber das ist nur eine Momentaufnahme geschuldet dem
aktuellen Oelpreistiefstand. DAs kann und wird sich mittelfristig
wieder aendern, und ein jetzt guenstig unabhaengig gewordenes Schottland
wird sich in zehn Jahren zu einem wertvollen Mitglied der EU entwickeln
koennen. Alles im Konjunktiv natuerlich, aber das ist halt so bei der
Zukunft.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2016-06-26 19:21:04 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Martin Gerdes
Post by Michael Bode
Post by Michael Landenberger
Aber vielleicht 43 Jahre später. So lange ist es nämlich her, seit
Großbritannien in die EU eingetreten ist. Den Brexit kann man IMO durchaus als
ein Hinterfragen dieser Entscheidung bezeichnen.
Oder als schiefgegangen Bluff beim großen Pokerspiel. Hat jemand schon
eine Äußerung eines Brexiteers gefunden, wo der fordert, der EU jetzt
auch die Papiere zu schicken? Ich sehe nur Meldungen wonach das noch
Zeit hätte. Aber die Stimmung für den Brexit verflüchtigt sich offenbar
rapide. Der beste Zeitpunkt aus dem Referendum Nägel mit Köpfen zu
machen ist jetzt. Im Oktober ist der Zug abgefahren, da wird sich jeder
3-mal überlegen, ob er politischen Selbstmord begehen und die
Austrittsmittelung noch abschicken will.
Es ist halt die Frage, ob die EU das mit sich machen läßt. Wir sprechen
hier bekanntlich nicht von Ränkespielen im Kleingartenverein, sondern
von Politik auf höchster Ebene.
Was können sie dagegen tun?
Weder die Europäische Kommission noch der Europäischer Rat, geschweige
das Europäisches Parlament, hat irgendeine handhabe dagegen! Deswegen
kläfft ja auch Parlamentspräsident Schulz so herum...
Post by Michael Bode
Post by Martin Gerdes
Ich glaube nicht, daß die Briten jetzt einfach zurückkönnen (etwa mit
dem Trick, daß nun einfach keine Kündigung an die EU geschrieben wird).
Sieht aber so aus, also ob genau das der Plan wäre.
Wie ich bereits schrieb: Die Briten wollen noch einmal über alles
verhandeln, einschließlich den Bedienungen für einen Brexit – bevor sie
von Artikel 50 des Lissabonvertrages überhaupt gebraucht machen...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Lars Gebauer
2016-06-27 11:04:26 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Post by Martin Gerdes
Es ist halt die Frage, ob die EU das mit sich machen läßt. Wir sprechen
hier bekanntlich nicht von Ränkespielen im Kleingartenverein, sondern
von Politik auf höchster Ebene.
Was können sie dagegen tun?
Weder die Europäische Kommission noch der Europäischer Rat, geschweige
das Europäisches Parlament, hat irgendeine handhabe dagegen! Deswegen
kläfft ja auch Parlamentspräsident Schulz so herum...
Wer ist eigentlich dieser Schulz? Hat der irgendwas zu melden? Über
wie viele Divisionen verfügt er?
Dr. Joachim Neudert
2016-06-27 13:38:36 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Wer ist eigentlich dieser Schulz?
Der klassiche häßliche Deutsche. SPD-Oberlehrer vom Dienst, Habitus
Studienschrat. Er weiß alles besser, und zögert nicht dies allen anderen
im Raum mitzuteilen.
Post by Lars Gebauer
Hat der irgendwas zu melden?
Evtl. wird er der neue Kanzlerkandidat bei Projekt 18% der SPD. Sigi
Popp hat die Nase ja schon lange voll.
Ralph A. Schmid, dk5ras
2016-06-27 13:42:19 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Habitus
Studienschrat
Sehr schön ausgedrückt, so wirkt der auf mich auch.


-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Lars Gebauer
2016-06-27 13:44:00 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Lars Gebauer
Wer ist eigentlich dieser Schulz?
Der klassiche häßliche Deutsche. SPD-Oberlehrer vom Dienst, Habitus
Studienschrat. Er weiß alles besser, und zögert nicht dies allen anderen
im Raum mitzuteilen.
Aha. Den kenne ich.
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Lars Gebauer
Hat der irgendwas zu melden?
Evtl. wird er der neue Kanzlerkandidat bei Projekt 18% der SPD. Sigi
Popp hat die Nase ja schon lange voll.
Also hat er nix zu melden. Warum reißt er dann das Maul auf?
Lothar Frings
2016-06-27 14:18:13 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Lars Gebauer
Wer ist eigentlich dieser Schulz?
Der klassiche häßliche Deutsche. SPD-Oberlehrer vom Dienst, Habitus
Studienschrat. Er weiß alles besser, und zögert nicht dies allen anderen
im Raum mitzuteilen.
Aha. Den kenne ich.
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Lars Gebauer
Hat der irgendwas zu melden?
Evtl. wird er der neue Kanzlerkandidat bei Projekt 18% der SPD. Sigi
Popp hat die Nase ja schon lange voll.
Also hat er nix zu melden. Warum reißt er dann das Maul auf?
Dazu könnte man was sagen... muß man aber nicht.
Wolfgang Enzinger
2016-06-29 07:04:35 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Lars Gebauer
Wer ist eigentlich dieser Schulz?
Der klassiche häßliche Deutsche. SPD-Oberlehrer vom Dienst, Habitus
Studienschrat. Er weiß alles besser, und zögert nicht dies allen anderen
im Raum mitzuteilen.
Pst, Tipp unter Freunden ... ich wär mit solchen Aussagen vorsichtig. Nicht
wegen dem Schulz, der kann das ab. Ich meine nur, weil Psychologie-affine
Mitleser auf die Idee kommen könnte, bei dem da oben handle es sich um eine
Projektion. Was angesichts deiner Posting-Frequenz ja nicht völlig an den
Haaren herbeigezogen wäre.

Wo ich schon mal dabei bin, mich in die Nesseln zu setzen: Ich find den
Schulz gut. Mag ja sein, dass er viel redet. Aber er ist nun mal Präsident
eines Parlaments. Und woraus leitet sich der Begriff "Parlament" ab? Eben.
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Lars Gebauer
Hat der irgendwas zu melden?
Evtl. wird er der neue Kanzlerkandidat bei Projekt 18% der SPD. Sigi
Popp hat die Nase ja schon lange voll.
Erstmal ist er Präsident desjenigen Parlaments, das evtl. demnächst über
das CETA-Abkommen entscheiden soll. Ganz raus ist das noch nicht.
Juergen P. Meier
2016-06-27 04:04:04 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Michael Bode
Post by Michael Landenberger
Aber vielleicht 43 Jahre später. So lange ist es nämlich her, seit
Großbritannien in die EU eingetreten ist. Den Brexit kann man IMO durchaus als
ein Hinterfragen dieser Entscheidung bezeichnen.
Oder als schiefgegangen Bluff beim großen Pokerspiel. Hat jemand schon
eine Äußerung eines Brexiteers gefunden, wo der fordert, der EU jetzt
auch die Papiere zu schicken? Ich sehe nur Meldungen wonach das noch
Zeit hätte. Aber die Stimmung für den Brexit verflüchtigt sich offenbar
rapide. Der beste Zeitpunkt aus dem Referendum Nägel mit Köpfen zu
machen ist jetzt. Im Oktober ist der Zug abgefahren, da wird sich jeder
3-mal überlegen, ob er politischen Selbstmord begehen und die
Austrittsmittelung noch abschicken will.
Es ist halt die Frage, ob die EU das mit sich machen läßt. Wir sprechen
hier bekanntlich nicht von Ränkespielen im Kleingartenverein, sondern
von Politik auf höchster Ebene.
Die Rauswerfmaschine ist bei der EU ja auch schon angelaufen, die
Briten muesse auf jeden Fall schnell ein deutliches Signal auf
hoechster Ebene senden, ob sie den Willen ihres Dummvolkes jetzt
folgen oder ignorieren werden.
Post by Martin Gerdes
Ich glaube nicht, daß die Briten jetzt einfach zurückkönnen (etwa mit
dem Trick, daß nun einfach keine Kündigung an die EU geschrieben wird).
Die EU kann auch keundigen. Zumindest arbeiten die EU-Juristen daran,
dass die EU das kann.
Lothar Frings
2016-06-26 11:14:49 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Was ich in 56 Erdenjahren gelernt haben: Entscheidungen werden
getroffen, aber niemals, niemals, absolut niemals 20 Jahre später
hinterfragt.
Ja sag bloß. Das hat bei dir über 50 Jahre gedauert?
Holger Marzen
2016-06-26 12:02:55 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Dr. Joachim Neudert
Was ich in 56 Erdenjahren gelernt haben: Entscheidungen werden
getroffen, aber niemals, niemals, absolut niemals 20 Jahre später
hinterfragt.
Ja sag bloß. Das hat bei dir über 50 Jahre gedauert?
Bei den anderen auch nicht viel weniger, wenn man von der Stufe
„Vorurteil“ ausgehend die Stufe „Urteil“ erreicht haben will. Die
anderen tun nur schlau.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-06-26 15:21:45 UTC
Permalink
Ich kenne kein Beispiel, wo jemand (am wenigsten der Entscheider
selbst) 20 Jahre später gesagt hätte: das ist jetzt suboptimal
gelaufen, anders herum wäre es vielleicht doch besser gewesen
[...]
Ich habe vor einigen Tagen einen Bezirkshauptmann gesehen, der vor
Gericht auf eine Frage zu einer von ihm getroffenen Entscheidung
knapp und klar gemeint hat "das hätte ich wohl besser anders machen
sollen". Aber häufig ist das nicht, nein.

Servus,
Stefan
--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Der infinite Hauch der Freiheit! Stefan - Zahle! - Weil du es glaubst.
(Sloganizer)
Bernd Lauert
2016-06-26 10:08:37 UTC
Permalink
In der Schweiz ist jemand hocherfreut über den Brexit:

<http://bazonline.ch/ausland/goetterdaemmerung/story/16664517>

Götterdämmerung
Von Markus Somm. Aktualisiert am 25.06.2016 269 Kommentare
Markus Somm, Chefredaktor der Basler Zeitung.

Grossbritannien verlässt die Europäische Union. 30 Millionen freie Bürger
haben entschieden. Ein Kommentar zum Brexit.

Das ist ein guter Tag für Grossbritannien, für Europa – und für die
Schweiz. Wir erleben Epochales. Nach dem Fall der Berliner Mauer, als die
Befreiung Osteuropas vom Kommunismus besiegelt wurde, hat sich in Europa
kaum Bedeutenderes ereignet. Am 24. Juni 2016, dem Tag, nachdem sich die
Briten mit einer eindeutigen Mehrheit gegen die EU gewandt haben, ist
Europa nicht mehr der gleiche Kontinent wie zuvor, er wird es nie mehr
sein. Wir erwachen aus einem technokratischen Albtraum. Allein die
Disziplin, mit welcher die Briten diesen schwierigen Trennungsschritt
vorgenommen haben, verdient jeden Respekt: Mehr als dreissig Millionen
Bürgerinnen und Bürger haben in Ruhe und mit Gewissenhaftigkeit die
Zukunft ihres Landes in die eigenen Hände genommen und abgestimmt. Als
Freund der direkten Demokratie war ich berührt, als ich im Fernsehen die
Briten sah, wie sie sich in Scharen zu den Stimmlokalen begaben. Wenn die
EU scheitern sollte, und das dürfte nur mehr eine Frage der Zeit sein,
dann ist sie an einer der ältesten und reifsten Demokratien in Europa
gescheitert. Das ist kein Zufall. Wir verdanken den Briten viel.

In gewissem Sinne gleichen sich die beiden Einschnitte, 1989 und 2016:
Beide Male ging es um die Rettung der Demokratie, beide Male hat die
Demokratie gesiegt. Denn irren wir uns nicht: Bei der EU handelt es sich
vermutlich um einen der gefährlichsten Entdemokratisierungsversuche seit
dem Ancien Régime; eine Refeudalisierung war in Brüssel im Gang, wo
ungewählte Kommissare und Funktionäre sich anschickten, unser Leben zu
prägen und unsere Wirtschaft und Politik umzuformen, mit Auswirkungen bis
selbst in die Schweiz, dem Nie-Mitglied. Hätten diese EU-Kommissare sich
Zöpfe wachsen lassen und gepuderte Perücken aufgesetzt: Wir wären nicht
überrascht gewesen. Herrschaft der aufgeklärten Despoten.

Gefährlich war es, weil dieser Vorgang fast unsichtbar und so langsam
ablief, ohne dass die Bürger in Europa sich dessen bewusst wurden.
Gefährlich, weil so wenige so vieles für alle andern entschieden: Eine
fatale Währungsunion wurde von wenigen Wohlmeinenden beschlossen; die
Grenzen wurden von so wenigen Weltfremden eingerissen, ein neuer Staat
wurde gar gegründet, die Europäische Union, die nicht zufällig ähnlich
heissen musste wie die United States of America, und dieser neue Staat
wurde von so wenigen ins Leben gerufen, ohne dass die Bürger dieses neuen
Staates je darüber hätten befinden dürfen, ob sie die Ziele der
Hochmögenden auch teilten. Man gab ihnen stattdessen eine EU-Hymne und
eine Flagge, beides liebt niemand, sofern irgendjemand überhaupt darum
weiss. Nichts gegen Beethoven.

In den Wolken

Eliten, das zeigt die Geschichte, sind nötig, aber nur in geringen Dosen
zu ertragen. Man muss sie kontrollieren und vor ihren eigenen Visionen,
Träumen und Rechthabereien schützen. Demokratie ist entstanden, weil der
Bürger den eigenen Eliten misstraute, zu Recht misstraute: «Das war die
grösste Ohrfeige, die das britische Establishment je erhalten hat», sagte
Andrew Neil, ein erfahrener Journalist der britischen BBC, am Morgen
danach, und er schilderte, wie die Regierung noch am Donnerstag an einem
Briefing vor Journalisten und Ministern sich bei den sicheren Siegern
wähnte. Man ging davon aus, leichtes Spiel zu haben: 55 Prozent wollten
bleiben, bloss 45 dürften den Brexit unterstützen, meinten die
Regierenden. Wie haben sie sich getäuscht! Aus welchem Weichholz sie
geschnitzt sind, bewies David Cameron, der glücklose Premierminister, am
Freitag, als er ankündigte, im Oktober zurücktreten zu wollen. Wo ist sein
Sinn für Verantwortung? Er hat das Referendum einberufen, in der Hoffnung
zwar, es zu gewinnen, aber allen schien klar, dass er sich dem Verdikt
beugen würde – was eben heissen würde, nun den Brexit in aller Ordnung
selber durchzuführen und nicht einem Nachfolger zu überlassen.

Auch der stets tadellos formulierende Cameron gehört zur Generation Obama/
Merkel/Hollande: viel reden, wenig handeln, nie Verantwortung tragen.
Angsthasen und Schönredner an der Macht. Einen ähnlich zwiespältigen
Eindruck hinterliess übrigens auch der deutsche Aussenminister Frank-
Walter Steinmeier, ein Calvinist, soviel ich weiss, den ich sonst sehr
schätze. Jetzt aber versagte er und jammerte über einen «traurigen Tag für
Europa». Um wie viel staatsmännischer reagierte der junge österreichische
Aussenminister Sebastian Kurz, der sich sofort an die Arbeit machte und
Reformen der EU forderte.

Merkels grosse Schuld

Wenn aber jemand für den Brexit verantwortlich ist, dann Angela Merkel,
die deutsche Bundeskanzlerin und am allermeisten überschätzte Politikerin
unserer Zeit: Als es darum ging, das vertrackte Verhältnis zwischen
Grossbritannien und der EU neu zu verhandeln, fuhr Cameron eigens nach
Berlin, in der Absicht, die Deutschen auf seine Seite zu bringen. Zu den
Reformen und Zugeständnissen, die er erreichen wollte, gehörten natürlich
wirksame Mittel gegen die ungesteuerte Immigration, unter welcher die
Briten ächzten. Merkel lehnte dies in Bausch und Bogen ab – und Cameron,
der brave britische PR-Politiker, gab nach. Dass Merkel die Lage so falsch
einschätzte und offenbar glaubte, das Referendum der Briten nicht fürchten
zu müssen, belegt ihre Naivität. Oder ist es Unfähigkeit, ist es Arroganz?
Jedenfalls sind es Eigenschaften, wie man sie nur beobachten kann bei
Politikern, die sich längst ins Nirwana der Verantwortungslosigkeit
verabschiedet haben. Was ficht mich die Demokratie an?, muss Merkel
gemeint haben – was unterscheidet Grossbritannien von Griechenland?

Mehr als ihr lieb sein kann. Die Götterdämmerung hat begonnen.

(Basler Zeitung)
Dr. Joachim Neudert
2016-06-26 10:16:55 UTC
Permalink
Post by Bernd Lauert
<http://bazonline.ch/ausland/goetterdaemmerung/story/16664517>
Götterdämmerung
Von Markus Somm. Aktualisiert am 25.06.2016 269 Kommentare
Markus Somm, Chefredaktor der Basler Zeitung.
Merkels grosse Schuld
Wenn aber jemand für den Brexit verantwortlich ist, dann Angela Merkel,
die deutsche Bundeskanzlerin und am allermeisten überschätzte Politikerin
unserer Zeit: Als es darum ging, das vertrackte Verhältnis zwischen
Grossbritannien und der EU neu zu verhandeln, fuhr Cameron eigens nach
Berlin, in der Absicht, die Deutschen auf seine Seite zu bringen. Zu den
Reformen und Zugeständnissen, die er erreichen wollte, gehörten natürlich
wirksame Mittel gegen die ungesteuerte Immigration, unter welcher die
Briten ächzten. Merkel lehnte dies in Bausch und Bogen ab – und Cameron,
der brave britische PR-Politiker, gab nach. Dass Merkel die Lage so falsch
einschätzte und offenbar glaubte, das Referendum der Briten nicht fürchten
zu müssen, belegt ihre Naivität. Oder ist es Unfähigkeit, ist es Arroganz?
Jedenfalls sind es Eigenschaften, wie man sie nur beobachten kann bei
Politikern, die sich längst ins Nirwana der Verantwortungslosigkeit
verabschiedet haben. Was ficht mich die Demokratie an?, muss Merkel
gemeint haben – was unterscheidet Grossbritannien von Griechenland?
Mehr als ihr lieb sein kann. Die Götterdämmerung hat begonnen.
(Basler Zeitung)
Tja, nicht ganz unrecht hat der Mann.

Er meint dasselbe, was ich mit "Überforderung der Bevölkerung"
geschrieben habe. Die ungebremste Immigration ist in der Lage, den
politischen Konsens in der EU zu überfordern, bzw. das ist schon längst
passiert. Zuviel des Guten gewollt, und es kippt alles ins Gegenteil.

Aber zerschlagen ist halt allemal einfacher als aufbauen.

P.S. Und wen wünscht sich Europa und die Welt jetzt stattdessen in der
Verantwortung?

Die drei blondierten Haarschöpfe Trump, BoJo und Geert Wilders?
Hermann Riemann
2016-06-26 13:05:34 UTC
Permalink
Am 26.06.2016 um 12:08 schrieb Bernd Lauert:

viel Text.

Hermann
dem momentan kein grundlegender Unterschied
zwischen der EU-Regierung und der Staatsregierung
einfällt.
--
http://www.hermann-riemann.de
Martin Gerdes
2016-06-26 15:28:25 UTC
Permalink
Post by Bernd Lauert
<http://bazonline.ch/ausland/goetterdaemmerung/story/16664517>
Götterdämmerung
Von Markus Somm. Aktualisiert am 25.06.2016 269 Kommentare
Markus Somm, Chefredaktor der Basler Zeitung.
Ein Auslandsbrexiteer äußert sich. Es muß deswegen noch längst nicht
richtig sein, was er schreibt.

Manche Schweizer träumen sich schon lange den Untergang der EU herbei,
offenbar zählt dieser Chefredaktor zu ihnen.

Ich finde den BRexit übrigens schon aus erzieherischen Gründen gut; wir
werden nun live sehen, was mit dem Exit-Land passiert, und vermutlich
werden die Le Pens und Wilders dadurch in der Zukunft weniger Zulauf
haben, was ich erfreulich finden würde.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-06-26 16:06:43 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Ich finde den BRexit übrigens schon aus erzieherischen Gründen
gut; wir werden nun live sehen, was mit dem Exit-Land passiert,
und vermutlich werden die Le Pens und Wilders dadurch in der
Zukunft weniger Zulauf haben, was ich erfreulich finden würde.
Es wird (falls und wenn das alles überhaupt erst einmal abgewickelt
ist) wohl noch ein paar Jahre mehr dauern, bis die negativen Folgen
unten ankommen - so sie nicht ohnehin von irgendwelchen globalen
Änderungen des Wirtschaftswachstums überlagert werden.

Wenn der Zulauf zu obigen Existenzen bis dahin nicht schon gebremst
worden ist, ist es eh zu spät.

Servus,
Stefan
--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - deiner murrt zuckersüsser geschweige denn süsser.
(Sloganizer)
Marc Stibane
2016-06-27 17:09:22 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Ich finde den BRexit übrigens schon aus erzieherischen Gründen
gut; wir werden nun live sehen, was mit dem Exit-Land passiert,
und vermutlich werden die Le Pens und Wilders dadurch in der
Zukunft weniger Zulauf haben, was ich erfreulich finden würde.
Es wird (falls und wenn das alles überhaupt erst einmal abgewickelt
ist) wohl noch ein paar Jahre mehr dauern, bis die negativen Folgen
unten ankommen
Nein, das geht viel schneller. Gerade eben ist der Sommerurlaub von ein
paar Millionen Briten um 11% teurer geworden...
Gut, wer sich Auslandsurlaub leisten kann (konnte) gehört noch nicht
nach ganz unten, aber auch die werden sehr bald merken dass die
Wirtschaft gerade einen Dämpfer bekommt.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
- so sie nicht ohnehin von irgendwelchen globalen
Änderungen des Wirtschaftswachstums überlagert werden.
So kann man das natürlich auch nennen ;-)
--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-06-27 17:17:45 UTC
Permalink
Post by Marc Stibane
so [die Folgen des Brexit] nicht ohnehin von irgendwelchen
globalen Änderungen des Wirtschaftswachstums überlagert werden.
So kann man das natürlich auch nennen ;-)
Naja, einmal Lehman Brothers oder etwas anderes in der gleichen
Größenordnung, und kein Mensch redet mehr über wirtschaftliche
Brexit-Folgen.

Servus,
Stefan
--
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In Stefan steckt mehr, als man erwartet.
(Sloganizer)
Gerrit Heitsch
2016-06-27 18:36:47 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Marc Stibane
so [die Folgen des Brexit] nicht ohnehin von irgendwelchen
globalen Änderungen des Wirtschaftswachstums überlagert werden.
So kann man das natürlich auch nennen ;-)
Naja, einmal Lehman Brothers oder etwas anderes in der gleichen
Größenordnung, und kein Mensch redet mehr über wirtschaftliche
Brexit-Folgen.
Alleine das müsste eigentlich reichen um alle Großbanken in viele
Kleinbanken zu zerlegen. 'Too big to fail' muss etwas werden was eine
Bank fürchtet.

Gerrit
Dr. Joachim Neudert
2016-06-27 18:50:44 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Marc Stibane
so [die Folgen des Brexit] nicht ohnehin von irgendwelchen
globalen Änderungen des Wirtschaftswachstums überlagert werden.
So kann man das natürlich auch nennen ;-)
Naja, einmal Lehman Brothers oder etwas anderes in der gleichen
Größenordnung, und kein Mensch redet mehr über wirtschaftliche
Brexit-Folgen.
Wer sagt daß das jetzt kleiner wird?

GB ist zu über 90% verschuldet, und die City of London wird von ihren
Märkten abgeschnitten. Geld nachdrucken funktioniert für die USA, aber
wo steht daß es für das kleine Pfund geht? Evtl. passiert jetzt mal das,
was die ortho... (wie nennen die Briten unser Wirtschaftsmodell?) also
die schwäbischen Hausfrauen immer schon vermutet haben: die Schulden
werden mal zuviel, und müssen zurückgezahlt werden.


Mal sehen: 1/3 bar, 1/3 Aktien, 1/3 Immobilien und noch ein weiteres
drittel Gold (nein, nicht zu Hause aufbewahrt, aber physisches Gold,
kein Gold-Bezugsschein). Macht also 4 Drittel und sollte zum Durchkommen
reichen.

Und meine Berufswahl war ja schon immer vom möglichen Mad Max II
Szenario bestimmt. Irgendwo braucht man immer einen Arzt.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2016-06-27 18:58:23 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Dr. Joachim Neudert
Und meine Berufswahl war ja schon immer vom möglichen Mad Max II
Szenario bestimmt. Irgendwo braucht man immer einen Arzt.
Ich sage mir immer: Sollten alle Stricke reißen, kann ich immer noch in
die Politik – als Propagandaminister kämme ich immer irgendwo unter... :-D

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Dr. Joachim Neudert
2016-06-27 20:09:46 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Naja, einmal Lehman Brothers oder etwas anderes in der gleichen
Größenordnung, und kein Mensch redet mehr über wirtschaftliche
Brexit-Folgen.
Wer sagt daß das jetzt kleiner wird?
GB ist zu über 90% verschuldet, und die City of London wird von ihren
Märkten abgeschnitten. Geld nachdrucken funktioniert für die USA, aber
wo steht daß es für das kleine Pfund geht? Evtl. passiert jetzt mal das,
was die ortho... (wie nennen die Briten unser Wirtschaftsmodell?) also
die schwäbischen Hausfrauen immer schon vermutet haben: die Schulden
werden mal zuviel, und müssen zurückgezahlt werden.
Und eben haben sie das Triple A Rating verloren von S&P
--
please forgive my iPhone typos -sent via Newstap
Jörg Tewes
2016-06-27 21:44:39 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Naja, einmal Lehman Brothers oder etwas anderes in der gleichen
Größenordnung, und kein Mensch redet mehr über wirtschaftliche
Brexit-Folgen.
Wer sagt daß das jetzt kleiner wird?
GB ist zu über 90% verschuldet, und die City of London wird von ihren
Märkten abgeschnitten. Geld nachdrucken funktioniert für die USA, aber
wo steht daß es für das kleine Pfund geht? Evtl. passiert jetzt mal das,
was die ortho... (wie nennen die Briten unser Wirtschaftsmodell?) also
die schwäbischen Hausfrauen immer schon vermutet haben: die Schulden
werden mal zuviel, und müssen zurückgezahlt werden.
Und eben haben sie das Triple A Rating verloren von S&P
Irgendwo habe ich gerade gelesen, daß es keine Vorverhandlungen
EU <--> GB geben wird. Es soll erst verhandelt werden wenn der
Austritt verkündet wird. Oder der Antrag für den Austritt? Naja, wenn
sie also sagen wir wollen.


Bye Jörg
--
E-Mails sollten Text sein, Text und nur Text. Wenn Gott gewollt
hätte, daß E-Mail in HTML geschrieben würden, endeten Gebete
traditionell mit </amen>.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-06-28 06:50:10 UTC
Permalink
Post by Jörg Tewes
Irgendwo habe ich gerade gelesen, daß es keine Vorverhandlungen
EU <--> GB geben wird.
Schauen wir einmal.
Post by Jörg Tewes
Es soll erst verhandelt werden wenn der Austritt verkündet wird.
Oder der Antrag für den Austritt? Naja, wenn sie also sagen wir
wollen.
Na, ab dem Antrag natürlich. Ab dem Zeitpunkt sind dann max. 2 Jahre
Zeit, um sich über die Austrittsmodalitäten zu einigen.

Dass die Briten den Antrag erst in 12 Monaten stellen und bis dahin
als vollwertiges Mitglied der EU noch die Regeln beeinflussen, unter
denen danach verhandelt wird - das sind hoffentlich nur deren
feuchte Träume.

Servus,
Stefan
--
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Egal ob Lehrer oder Kehrer - wehen mit Stefan!
(Sloganizer)
Lothar Frings
2016-06-28 06:58:27 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Jörg Tewes
Irgendwo habe ich gerade gelesen, daß es keine Vorverhandlungen
EU <--> GB geben wird.
Schauen wir einmal.
Post by Jörg Tewes
Es soll erst verhandelt werden wenn der Austritt verkündet wird.
Oder der Antrag für den Austritt? Naja, wenn sie also sagen wir
wollen.
Na, ab dem Antrag natürlich. Ab dem Zeitpunkt sind dann max. 2 Jahre
Zeit, um sich über die Austrittsmodalitäten zu einigen.
Moment, nicht so schnell. Inzwischen hat auch die
Presse entdeckt, daß es sich nur um einen "Vorschlag"
(Morgenmagazin von heute) handelt.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-06-28 07:19:09 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Jörg Tewes
Es soll erst verhandelt werden wenn der Austritt verkündet wird.
Oder der Antrag für den Austritt? Naja, wenn sie also sagen wir
wollen.
Na, ab dem Antrag natürlich. Ab dem Zeitpunkt sind dann max. 2 Jahre
Zeit, um sich über die Austrittsmodalitäten zu einigen.
Moment, nicht so schnell. Inzwischen hat auch die
Presse entdeckt, daß es sich nur um einen "Vorschlag"
(Morgenmagazin von heute) handelt.
Dass *was* nur ein Vorschlag ist? Ein Antrag gemäß Artikel 50 ist
schon deutlich mehr, als nur ein Vorschlag: Ab dann müssen
Verhandlungen zwischen dem Austrittskandidaten und den restlichen
Mitgliedsländern geführt werden, und der Austrittskandidat hat auf
der Seite der EU kein Stimmrecht mehr.

Solange das GB nicht tut, steht die EU allerdings ein wenig hilflos
da, weil das *Referendum* natürlich nur GB-intern relevant (und da
tatsächlich nicht bindend) ist, für die EU aber keinerlei rechtliche
Bedeutung hat; GB ist derweil also unverändert ein vollwertiges
Mitglied der Gemeinschaft. Kein Wunder, dass man den formalen Akt
der Austrittserklärung also möglichst lange hinauszögern möchte.

Servus,
Stefan
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2016! Das Jahr von Stefan. Vertrauter geht's kaum.
(Sloganizer)
Lothar Frings
2016-06-28 07:27:11 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Lothar Frings
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Jörg Tewes
Es soll erst verhandelt werden wenn der Austritt verkündet wird.
Oder der Antrag für den Austritt? Naja, wenn sie also sagen wir
wollen.
Na, ab dem Antrag natürlich. Ab dem Zeitpunkt sind dann max. 2 Jahre
Zeit, um sich über die Austrittsmodalitäten zu einigen.
Moment, nicht so schnell. Inzwischen hat auch die
Presse entdeckt, daß es sich nur um einen "Vorschlag"
(Morgenmagazin von heute) handelt.
Dass *was* nur ein Vorschlag ist?
Das Volksbegehren.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-06-28 08:03:53 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Inzwischen hat auch die Presse entdeckt, daß es sich nur um einen
"Vorschlag" (Morgenmagazin von heute) handelt.
Dass *was* nur ein Vorschlag ist?
Das Volksbegehren.
Ja, sicherlich.

Servus,
Stefan
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Stefan - ernst, mehr als man wünscht.
(Sloganizer)
Dr. Joachim Neudert
2016-06-28 07:56:48 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Dass *was* nur ein Vorschlag ist? Ein Antrag gemäß Artikel 50 ist
schon deutlich mehr, als nur ein Vorschlag: Ab dann müssen
Verhandlungen zwischen dem Austrittskandidaten und den restlichen
Mitgliedsländern geführt werden, und der Austrittskandidat hat auf
der Seite der EU kein Stimmrecht mehr.
Solange das GB nicht tut, steht die EU allerdings ein wenig hilflos
da, weil das *Referendum* natürlich nur GB-intern relevant (und da
tatsächlich nicht bindend) ist, für die EU aber keinerlei rechtliche
Bedeutung hat; GB ist derweil also unverändert ein vollwertiges
Mitglied der Gemeinschaft. Kein Wunder, dass man den formalen Akt
der Austrittserklärung also möglichst lange hinauszögern möchte.
Das ist zum einen alles richtig.

Zum anderen lassen sich zwar Formaljuristen und EU-Beamten davon
beeindrucken, nicht aber die "Finanzmärkte". Und die brennen den Briten
auch jetzt schon auf den Nägeln. Genüßlich und gelassen abwarten sieht
anders aus. Was diese Multimilliardenmärkte gar nicht schätzen, ist
Unsicherheit.
Peter Mc Donough
2016-06-28 10:22:40 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
...
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Solange das GB nicht tut, steht die EU allerdings ein wenig hilflos
da, weil das *Referendum* natürlich nur GB-intern relevant (und da
tatsächlich nicht bindend) ist, für die EU aber keinerlei rechtliche
Bedeutung hat; ...
Im Gespräch ist bereits, die neu auszugehandelten Verträge mit einem
Referendum absegnen zu lassen.
Post by Dr. Joachim Neudert
Das ist zum einen alles richtig.
Zum anderen lassen sich zwar Formaljuristen und EU-Beamten davon
beeindrucken, nicht aber die "Finanzmärkte". Und die brennen den Briten
auch jetzt schon auf den Nägeln. Genüßlich und gelassen abwarten sieht
anders aus. Was diese Multimilliardenmärkte gar nicht schätzen, ist
Unsicherheit.
Genau, die großen Geldgeber sind schon aktiv. Anzeichen ist die Krönung
des Cameron-Nachfolger schon im September statt später im Jahr.

Gruß
Peter
Jörg Tewes
2016-06-28 12:50:03 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Dass *was* nur ein Vorschlag ist? Ein Antrag gemäß Artikel 50 ist
schon deutlich mehr, als nur ein Vorschlag: Ab dann müssen
Verhandlungen zwischen dem Austrittskandidaten und den restlichen
Mitgliedsländern geführt werden, und der Austrittskandidat hat auf
der Seite der EU kein Stimmrecht mehr.
Solange das GB nicht tut, steht die EU allerdings ein wenig hilflos
da, weil das *Referendum* natürlich nur GB-intern relevant (und da
tatsächlich nicht bindend) ist, für die EU aber keinerlei rechtliche
Bedeutung hat; GB ist derweil also unverändert ein vollwertiges
Mitglied der Gemeinschaft. Kein Wunder, dass man den formalen Akt
der Austrittserklärung also möglichst lange hinauszögern möchte.
Das ist zum einen alles richtig.
Zum anderen lassen sich zwar Formaljuristen und EU-Beamten davon
beeindrucken, nicht aber die "Finanzmärkte". Und die brennen den Briten
auch jetzt schon auf den Nägeln. Genüßlich und gelassen abwarten sieht
anders aus. Was diese Multimilliardenmärkte gar nicht schätzen, ist
Unsicherheit.
Ich fürchte auch, das GB irgendwann in naher Zukunft eine Entscheidung
fällen muß wollen sie nicht in einer Reihe mit Spanien und
Griechenland genannt werden. :-) Und dem Pfund dürfte es auch gut tun,
wenn es mit dem Dollar oder dem Euro nicht 1:1 getauscht wird.


Bye Jörg
--
"I never start a conversation unless I know where it's going. But I
always leave a little room for someone to disappoint me. Thanks for
not doing it."
(Garibaldi (to G'Kar), "Comes the Inquisitor")
Jörg Tewes
2016-06-28 12:48:21 UTC
Permalink
GB ist derweil also unverändert ein vollwertiges Mitglied der
Gemeinschaft. Kein Wunder, dass man den formalen Akt der
Austrittserklärung also möglichst lange hinauszögern möchte.
Und die EU will solange keine Verhandlungen bis diese
Austrittserklärung vorliegt. Es gibt also nix worüber die GB mit
abstimmen könnte.


Bye Jörg
--
"It is good to have friends, is it not, Mr. Garibaldi? Even if,
maybe, only for a little while?"
"Even if only for a little while."
(Londo and Garibaldi, "Acts of Sacrifice")
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-06-28 13:21:01 UTC
Permalink
Post by Jörg Tewes
GB ist derweil also unverändert ein vollwertiges Mitglied der
Gemeinschaft. Kein Wunder, dass man den formalen Akt der
Austrittserklärung also möglichst lange hinauszögern möchte.
Und die EU will solange keine Verhandlungen bis diese
Austrittserklärung vorliegt. Es gibt also [...]
...klar divergierende Wünsche. Schauen wir, wer schneller die Nerven
verliert. An sich sähe ich die Rest-EU hier in der stärkeren Position,
aber Garantie ist das für gar nichts.

Servus,
Stefan
--
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Stefan - Ankündigung des Spektakulären.</b
(Sloganizer)
Dr. Joachim Neudert
2016-06-28 13:48:19 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Jörg Tewes
Und die EU will solange keine Verhandlungen bis diese
Austrittserklärung vorliegt. Es gibt also [...]
...klar divergierende Wünsche. Schauen wir, wer schneller die Nerven
verliert. An sich sähe ich die Rest-EU hier in der stärkeren Position,
aber Garantie ist das für gar nichts.
Natürlich. Es werden ja die ersten schon wieder zutraulich. Die armen
Engländer haben das doch womöglich alles gar nicht so gemeint, oder so
ähnlich geht die Denkweise.

Armaggeddon ist auch schon wieder seit 4 Tagen hartnäckig ausgefallen.
Sogar die Kurse steigen schon wieder kräftig.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2016-06-28 14:08:54 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Jörg Tewes
Und die EU will solange keine Verhandlungen bis diese
Austrittserklärung vorliegt. Es gibt also [...]
...klar divergierende Wünsche. Schauen wir, wer schneller die Nerven
verliert. An sich sähe ich die Rest-EU hier in der stärkeren Position,
aber Garantie ist das für gar nichts.
Natürlich. Es werden ja die ersten schon wieder zutraulich. Die armen
Engländer haben das doch womöglich alles gar nicht so gemeint, oder so
ähnlich geht die Denkweise.
Armaggeddon ist auch schon wieder seit 4 Tagen hartnäckig ausgefallen.
Sogar die Kurse steigen schon wieder kräftig.
Der Dax legt gerade mal um 2,79% auf 9529 Punkte zu – das sind nur
taktische Käufer...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Ralph A. Schmid, dk5ras
2016-06-28 06:14:14 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Und meine Berufswahl war ja schon immer vom möglichen Mad Max II
Szenario bestimmt. Irgendwo braucht man immer einen Arzt.
Technikfuzzis auch...


-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Jörg Tewes
2016-06-28 12:52:49 UTC
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Dr. Joachim Neudert
Und meine Berufswahl war ja schon immer vom möglichen Mad Max II
Szenario bestimmt. Irgendwo braucht man immer einen Arzt.
Technikfuzzis auch...
Wir haben also jetzt einen Arzt und einen oder mehrere Technikfuzzis,
jetzt brauchen wir noch einen der Mel Gibsons Rolle übernimmt, und
einen der den Chef macht. Allerdings sollte der mehr können als I Win,
You Lose sagen/schreiben können. :-)

Für Mel Gibsons Rolle könnten wir ja den Schreiber nehmen der sich
unbewaffnet gegen 5 oder 6 Kämpfer gleichzeitig siegreich verteidigt.
Vielleicht liest der ja noch im Untergrund mit.


Bye Jörg
--
"There's only one truth about war: people die. Killing is part of a
soldier's job. We can't deny it. We can only live with it and hope
the reasons for doing it are justified."
(Sheridan, "GROPOS")
Marc Stibane
2016-06-28 16:37:33 UTC
Permalink
Post by Jörg Tewes
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Dr. Joachim Neudert
Und meine Berufswahl war ja schon immer vom möglichen Mad Max II
Szenario bestimmt. Irgendwo braucht man immer einen Arzt.
Technikfuzzis auch...
Wir haben also jetzt einen Arzt und einen oder mehrere Technikfuzzis,
jetzt brauchen wir noch einen der Mel Gibsons Rolle übernimmt, und
einen der den Chef macht. Allerdings sollte der mehr können als I Win,
You Lose sagen/schreiben können. :-)
Für Mel Gibsons Rolle könnten wir ja den Schreiber nehmen der sich
unbewaffnet gegen 5 oder 6 Kämpfer gleichzeitig siegreich verteidigt.
Vielleicht liest der ja noch im Untergrund mit.
Der mit den Gucci-Slippern? Bestimmt.

Fehlen eigentlich nur noch ein paar fesche Mädels. Aber die wird man
wohl hier in der Newsgroup nicht finden. Irgendwas ist immer...
--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?
Jörg Tewes
2016-06-28 20:16:25 UTC
Permalink
Post by Marc Stibane
Post by Jörg Tewes
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Dr. Joachim Neudert
Und meine Berufswahl war ja schon immer vom möglichen Mad Max II
Szenario bestimmt. Irgendwo braucht man immer einen Arzt.
Technikfuzzis auch...
Wir haben also jetzt einen Arzt und einen oder mehrere Technikfuzzis,
jetzt brauchen wir noch einen der Mel Gibsons Rolle übernimmt, und
einen der den Chef macht. Allerdings sollte der mehr können als I Win,
You Lose sagen/schreiben können. :-)
Für Mel Gibsons Rolle könnten wir ja den Schreiber nehmen der sich
unbewaffnet gegen 5 oder 6 Kämpfer gleichzeitig siegreich verteidigt.
Vielleicht liest der ja noch im Untergrund mit.
Der mit den Gucci-Slippern? Bestimmt.
Imho war daß der, der der Meinung war, man könnte sich nicht gegen
mehr als 5 Personen verteidigen. Ohne Waffen imho.

Ne da war mal einer der sich schon gegen eine Bande oder so verteidigt
hatte. Ist schon länger her.
Post by Marc Stibane
Fehlen eigentlich nur noch ein paar fesche Mädels. Aber die wird man
wohl hier in der Newsgroup nicht finden. Irgendwas ist immer...
Fesche Mädels gibts in Bayern hab ich mir sagen lassen. Die können wir
importieren, auch wenn sie sich Österreich anschließen.


Bye Jörg
--
Aber Frauen sind ja nicht an der Kohle, sondern am Charakter des
Mannes interessiert. "Deshalb sieht man auch so viele achtzigjährige
Sozialhilfeempfänger mit hübschen jungen Frauen am Arm."
(Richard Fish, "Ally McBeal").
Juergen P. Meier
2016-06-27 04:30:27 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Ein Auslandsbrexiteer äußert sich. Es muß deswegen noch längst nicht
richtig sein, was er schreibt.
Schon im zweiten Satz wird klar, dass man seiner Meinung nicht zu viel
Gewicht geben darf.
Post by Martin Gerdes
Manche Schweizer träumen sich schon lange den Untergang der EU herbei,
offenbar zählt dieser Chefredaktor zu ihnen.
Kein Wunder, fuehlen sie sich doch sehr eingeengt so ganz von EU
umgeben.

Betonung liegt auf "fuehlen".

Auch hier fehlt es wie vielen anderen am Denken.
Gerald Gruner
2016-06-26 17:52:04 UTC
Permalink
Post by Bernd Lauert
<http://bazonline.ch/ausland/goetterdaemmerung/story/16664517>
: Götterdämmerung
: Von Markus Somm, Chefredaktor der Basler Zeitung.
[...]
Post by Bernd Lauert
Beide Male ging es um die Rettung der Demokratie, beide Male hat die
Demokratie gesiegt. Denn irren wir uns nicht: Bei der EU handelt es sich
vermutlich um einen der gefährlichsten Entdemokratisierungsversuche seit
dem Ancien Régime; eine Refeudalisierung war in Brüssel im Gang, wo
ungewählte Kommissare und Funktionäre sich anschickten, unser Leben zu
prägen und unsere Wirtschaft und Politik umzuformen, mit Auswirkungen bis
selbst in die Schweiz, dem Nie-Mitglied. Hätten diese EU-Kommissare sich
Zöpfe wachsen lassen und gepuderte Perücken aufgesetzt: Wir wären nicht
überrascht gewesen. Herrschaft der aufgeklärten Despoten.
Er trifft es damit wohl auf den Punkt.
Den EU-Bonzen würden Puder-Perücken als Amtstracht sicherlich stehen.
Post by Bernd Lauert
Gefährlich war es, weil dieser Vorgang fast unsichtbar und so langsam
ablief, ohne dass die Bürger in Europa sich dessen bewusst wurden.
Wie bei dem Frosch, den man in den Topf Wasser setzt. Wenn man ihn in
heißes Wasser setzt, springt er heraus. Setzt man ihn in kaltes und heißt
es ganz langsam auf Kochtemperatur, bleibt er - und verendet.
Post by Bernd Lauert
Eliten, das zeigt die Geschichte, sind nötig, aber nur in geringen Dosen
zu ertragen. Man muss sie kontrollieren und vor ihren eigenen Visionen,
Träumen und Rechthabereien schützen. Demokratie ist entstanden, weil der
Bürger den eigenen Eliten misstraute, zu Recht misstraute: «Das war die
grösste Ohrfeige, die das britische Establishment je erhalten hat»,
Das sehen wir auch gerade hier in Deutschland.
Nur haben wir kaum eine Möglichkeit für eine kräftige Ohrfeige.
Post by Bernd Lauert
Merkels grosse Schuld
Wenn aber jemand für den Brexit verantwortlich ist, dann Angela Merkel,
die deutsche Bundeskanzlerin und am allermeisten überschätzte
Politikerin unserer Zeit: Als es darum ging, das vertrackte Verhältnis
zwischen Grossbritannien und der EU neu zu verhandeln, fuhr Cameron
eigens nach Berlin, in der Absicht, die Deutschen auf seine Seite zu
bringen. Zu den Reformen und Zugeständnissen, die er erreichen wollte,
gehörten natürlich wirksame Mittel gegen die ungesteuerte Immigration,
unter welcher die Briten ächzten. Merkel lehnte dies in Bausch und Bogen
ab – und Cameron, der brave britische PR-Politiker, gab nach. Dass
Merkel die Lage so falsch einschätzte und offenbar glaubte, das
Referendum der Briten nicht fürchten zu müssen, belegt ihre Naivität.
Oder ist es Unfähigkeit, ist es Arroganz?
Sie hat sich in eine politische Sackgasse manövriert und keinen Ausweg
gefunden, bei dem sie ihr Gesicht hätte wahren können. Daher blieb es dann
bei dumpfen Durchhalteparolen a'la "Wir schaffen das."
Und ihre Regierung trotten wir eine Herde Rinder hinterher. Keiner hatte
das Rückgrat, ihr zuzurufen: "Angela, mach mal die Augen auf!"
Hm, vielleicht der Seehofer, aber der hat eher die Rolle des Hofnarren...
Post by Bernd Lauert
Jedenfalls sind es Eigenschaften, wie man sie nur beobachten kann bei
Politikern, die sich längst ins Nirwana der Verantwortungslosigkeit
verabschiedet haben. Was ficht mich die Demokratie an?, muss Merkel
gemeint haben – was unterscheidet Grossbritannien von Griechenland?
Mehr als ihr lieb sein kann. Die Götterdämmerung hat begonnen.
Die Eurokraten werden es wohl mit "weiter so" versuchen. Reformen würden ja
bedeuten, dass sie schwere eigene Fehler eingestehen müssten. Und DAS ist
ausgeschlossen!

MfG
Gerald
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
Bernd Lauert
2016-06-27 14:48:31 UTC
Permalink
Post by Bernd Lauert
<http://bazonline.ch/ausland/goetterdaemmerung/story/16664517>
Und hier analyisiert jemand die beleidigten Reaktionen der Presse:

<http://nicolaus-fest.de/journalismus-als-narzisstische-kraenkung/>
Juergen P. Meier
2016-06-27 15:08:50 UTC
Permalink
"analysiert". Der war gut.

Hast du noch einen von der Sorte?
Dr. Joachim Neudert
2016-06-27 15:09:41 UTC
Permalink
Post by Bernd Lauert
Post by Bernd Lauert
<http://bazonline.ch/ausland/goetterdaemmerung/story/16664517>
<http://nicolaus-fest.de/journalismus-als-narzisstische-kraenkung/>
Das ist aber selbst ein ausgesprochen zynischer Nörger. Ihm ist
aufgefallen, daß die EU nicht perfekt ist, und ihre Führungsmannschaft
auch. Brav. Sehr gut beobachtet.
Deswegen glaubt er müssen man den britischen Schritt bejubeln, der weg
von der versuchten (nice try) europäischen Einheit führt und
mittelfristig wieder hin zur guten alten 2000-jährigen
Schlachtfeld-Tradition?

Also wenn einer narzißtisch gekränkt ist, dann der werte Autor. Er
formuliert übrigens sehr nett, aber in dieser notorisch unvollkommenen
Welt wird er wohl nicht mehr richtig glücklich werden.
Lothar Frings
2016-06-27 15:25:04 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Das ist aber selbst ein ausgesprochen zynischer Nörger. Ihm ist
aufgefallen, daß die EU nicht perfekt ist, und ihre Führungsmannschaft
auch. Brav. Sehr gut beobachtet.
Deswegen glaubt er müssen man den britischen Schritt bejubeln, der weg
von der versuchten (nice try) europäischen Einheit führt und
mittelfristig wieder hin zur guten alten 2000-jährigen
Schlachtfeld-Tradition?
Es würde ja schon ausreichen, endlich mal die
unglaublichen Segnungen zu benennen. Ich höre
immer nur "Man muß nicht mehr umrechnen" (stimmt)
und ohne EU gibt es Krieg in Europa (die Schweiz
beweist das Gegenteil). Also, man muß nicht mehr
umrechnen. Außer in Bulgarien, Dänemark, Kroatien,
Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und
Großbritannien.
Post by Dr. Joachim Neudert
Also wenn einer narzißtisch gekränkt ist, dann der werte Autor. Er
formuliert übrigens sehr nett, aber in dieser notorisch unvollkommenen
Welt wird er wohl nicht mehr richtig glücklich werden.
Manche reiten eben nicht gerne tote Pferde.
Dr. Joachim Neudert
2016-06-27 15:29:21 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Dr. Joachim Neudert
Also wenn einer narzißtisch gekränkt ist, dann der werte Autor. Er
formuliert übrigens sehr nett, aber in dieser notorisch unvollkommenen
Welt wird er wohl nicht mehr richtig glücklich werden.
Manche reiten eben nicht gerne tote Pferde.
Das mit dem Pferd ist eine schlechte Analogie.

Besser ist die mit dem halbvollen oder halbleeren Glas.

Ich sehe übrigens alle Gläser notorisch als halbvoll an. Bisher hat
immer alles gut geklappt damit. Aber man kann sich auch quälen, wenn man
immer nur das Schlechte sieht. Warum nicht.
Lothar Frings
2016-06-27 15:56:08 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Lothar Frings
Post by Dr. Joachim Neudert
Also wenn einer narzißtisch gekränkt ist, dann der werte Autor. Er
formuliert übrigens sehr nett, aber in dieser notorisch unvollkommenen
Welt wird er wohl nicht mehr richtig glücklich werden.
Manche reiten eben nicht gerne tote Pferde.
Das mit dem Pferd ist eine schlechte Analogie.
Besser ist die mit dem halbvollen oder halbleeren Glas.
Ich sehe übrigens alle Gläser notorisch als halbvoll an. Bisher hat
immer alles gut geklappt damit. Aber man kann sich auch quälen, wenn man
immer nur das Schlechte sieht. Warum nicht.
Keiner hat was gegen einen Maßkrug mit immerhin
einem halben Liter wohlschmeckenden bayrischen Biers.
Aber die EU ist wie ein Maßkrug mit Sprung
im Boden, in den man ständig Unmengen Bier
kippen muß, damit er wenigstens halbvoll bleibt.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-06-27 17:23:09 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Es würde ja schon ausreichen, endlich mal die
unglaublichen Segnungen zu benennen.
Für Menschen wie Dich halten sich die Segnungen sicherlich in Grenzen.

Aber frag einmal Leute, die gerne ihren Horizont durch
Auslandsstudien erweitern. Oder frag einen der 170.000 Deutschen in
Österreich, ob sie die Niederlassungsfreiheit eher gut oder eher
schlecht finden. Frag die Menschen, die gerne online Bestellen und
sich über unverzollten Import von Produkten freuen, die im Inland
nicht zu bekommen sind. Frag Unternehmen, die ihre Geschäfte EU-weit
mit reverse charge abrechnen können oder die Lieferungen ohne
stunden- bis tagelange Grenzaufenthalte bekommen.

Aber Du hast schon recht: Wer nur daheim sitzt und grantelt, für den
hat die EU eigentlich maximal den Vorteil, einen Grund zum Granteln
zu liefern.

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - denn irre Liebe knuddelt niemals.
(Sloganizer)
Dr. Joachim Neudert
2016-06-27 18:52:52 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Lothar Frings
Es würde ja schon ausreichen, endlich mal die
unglaublichen Segnungen zu benennen.
Für Menschen wie Dich halten sich die Segnungen sicherlich in Grenzen.
Aber frag einmal Leute, die gerne ihren Horizont durch
Auslandsstudien erweitern. Oder frag einen der 170.000 Deutschen in
Österreich, ob sie die Niederlassungsfreiheit eher gut oder eher
schlecht finden. Frag die Menschen, die gerne online Bestellen und
sich über unverzollten Import von Produkten freuen, die im Inland
nicht zu bekommen sind. Frag Unternehmen, die ihre Geschäfte EU-weit
mit reverse charge abrechnen können oder die Lieferungen ohne
stunden- bis tagelange Grenzaufenthalte bekommen.
Ich kenn Dich ja jetzt nicht so als überwältigend positiv gestimmten
Menschen, aber mit den Punkten hast Du einfach recht.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Aber Du hast schon recht: Wer nur daheim sitzt und grantelt, für den
hat die EU eigentlich maximal den Vorteil, einen Grund zum Granteln
zu liefern.
Yupp. Warum akkumulieren die eigentlich alle im Usenet? Weil as Granteln
komplett kostenlos ist, nehme ich an?


´
Wolfgang Kynast
2016-06-27 19:23:35 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Lothar Frings
Es würde ja schon ausreichen, endlich mal die
unglaublichen Segnungen zu benennen.
Für Menschen wie Dich halten sich die Segnungen sicherlich in Grenzen.
Aber frag einmal Leute, die gerne ihren Horizont durch
Auslandsstudien erweitern. Oder frag einen der 170.000 Deutschen in
Österreich, ob sie die Niederlassungsfreiheit eher gut oder eher
schlecht finden. Frag die Menschen, die gerne online Bestellen und
sich über unverzollten Import von Produkten freuen, die im Inland
nicht zu bekommen sind. Frag Unternehmen, die ihre Geschäfte EU-weit
mit reverse charge abrechnen können oder die Lieferungen ohne
stunden- bis tagelange Grenzaufenthalte bekommen.
Ich kenn Dich ja jetzt nicht so als überwältigend positiv gestimmten
Menschen, aber mit den Punkten hast Du einfach recht.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Aber Du hast schon recht: Wer nur daheim sitzt und grantelt, für den
hat die EU eigentlich maximal den Vorteil, einen Grund zum Granteln
zu liefern.
Yupp. Warum akkumulieren die eigentlich alle im Usenet? Weil as Granteln
komplett kostenlos ist, nehme ich an?
Weil in der Kneipe alle aufstehen und gehen, wenn so eine Nervensäge
reinkommt?
--
;-)
Wolfgang
Lothar Frings
2016-06-27 21:01:13 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Lothar Frings
Es würde ja schon ausreichen, endlich mal die
unglaublichen Segnungen zu benennen.
Für Menschen wie Dich halten sich die Segnungen sicherlich in Grenzen.
Aber frag einmal Leute, die gerne ihren Horizont durch
Auslandsstudien erweitern. Oder frag einen der 170.000 Deutschen in
Österreich, ob sie die Niederlassungsfreiheit eher gut oder eher
schlecht finden. Frag die Menschen, die gerne online Bestellen und
sich über unverzollten Import von Produkten freuen, die im Inland
nicht zu bekommen sind. Frag Unternehmen, die ihre Geschäfte EU-weit
mit reverse charge abrechnen können oder die Lieferungen ohne
stunden- bis tagelange Grenzaufenthalte bekommen.
All das kann man doch auch durch nationale Gesetze
ermöglichen. Ohne den ganzen Quatsch in Brüssel.
Dr. Joachim Neudert
2016-06-27 21:06:45 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Lothar Frings
Es würde ja schon ausreichen, endlich mal die
unglaublichen Segnungen zu benennen.
Für Menschen wie Dich halten sich die Segnungen sicherlich in Grenzen.
Aber frag einmal Leute, die gerne ihren Horizont durch
Auslandsstudien erweitern. Oder frag einen der 170.000 Deutschen in
Österreich, ob sie die Niederlassungsfreiheit eher gut oder eher
schlecht finden. Frag die Menschen, die gerne online Bestellen und
sich über unverzollten Import von Produkten freuen, die im Inland
nicht zu bekommen sind. Frag Unternehmen, die ihre Geschäfte EU-weit
mit reverse charge abrechnen können oder die Lieferungen ohne
stunden- bis tagelange Grenzaufenthalte bekommen.
All das kann man doch auch durch nationale Gesetze
ermöglichen. Ohne den ganzen Quatsch in Brüssel.
Das regeln dann 27 Länder mit jeweils jedem der anderen 26 Ländern?
27*26/2 = 351 Verträge für jeden Pfiff?
Michael Bode
2016-06-27 21:10:26 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Lothar Frings
All das kann man doch auch durch nationale Gesetze
ermöglichen. Ohne den ganzen Quatsch in Brüssel.
Das regeln dann 27 Länder mit jeweils jedem der anderen 26 Ländern?
27*26/2 = 351 Verträge für jeden Pfiff?
Juristen müssen auch von was leben.
Lothar Frings
2016-06-28 06:51:47 UTC
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Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Lothar Frings
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Lothar Frings
Es würde ja schon ausreichen, endlich mal die
unglaublichen Segnungen zu benennen.
Für Menschen wie Dich halten sich die Segnungen sicherlich in Grenzen.
Aber frag einmal Leute, die gerne ihren Horizont durch
Auslandsstudien erweitern. Oder frag einen der 170.000 Deutschen in
Österreich, ob sie die Niederlassungsfreiheit eher gut oder eher
schlecht finden. Frag die Menschen, die gerne online Bestellen und
sich über unverzollten Import von Produkten freuen, die im Inland
nicht zu bekommen sind. Frag Unternehmen, die ihre Geschäfte EU-weit
mit reverse charge abrechnen können oder die Lieferungen ohne
stunden- bis tagelange Grenzaufenthalte bekommen.
All das kann man doch auch durch nationale Gesetze
ermöglichen. Ohne den ganzen Quatsch in Brüssel.
Das regeln dann 27 Länder mit jeweils jedem der anderen 26 Ländern?
27*26/2 = 351 Verträge für jeden Pfiff?
Selbstverständlich. Es würden ja enorme Ressourcen frei.
In 27 Ländern mit entsprechend vielen Menschen.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-06-27 21:11:49 UTC
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Post by Lothar Frings
Post by Lothar Frings
Es würde ja schon ausreichen, endlich mal die
unglaublichen Segnungen [der EU] zu benennen.
[lange Liste]
All das kann man doch auch durch nationale Gesetze
ermöglichen. Ohne den ganzen Quatsch in Brüssel.
Ja, sicherlich. Man kann auch durch eine ganze Reihe von ein- und
zweiseitigen Willenserklärungen ein Vertragsgebäude zwischen zwei
Personen errichten, die ihr weiteres Leben gemeinsam verbringen
wollen. Oder man heiratet.

*Natürlich* kann man die EU durch Gesetze ersetzen, die genau das
gleiche bewirken. Aber wo wäre dann der Unterschied zur Gegenwart,
ausser dass das Kind keinen Namen hätte?

Servus,
Stefan
--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan: Eine Symphonie der Schönheit.
(Sloganizer)
Dr. Joachim Neudert
2016-06-27 21:16:48 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Lothar Frings
Post by Lothar Frings
Es würde ja schon ausreichen, endlich mal die
unglaublichen Segnungen [der EU] zu benennen.
[lange Liste]
All das kann man doch auch durch nationale Gesetze
ermöglichen. Ohne den ganzen Quatsch in Brüssel.
Ja, sicherlich. Man kann auch durch eine ganze Reihe von ein- und
zweiseitigen Willenserklärungen ein Vertragsgebäude zwischen zwei
Personen errichten, die ihr weiteres Leben gemeinsam verbringen
wollen. Oder man heiratet.
*Natürlich* kann man die EU durch Gesetze ersetzen, die genau das
gleiche bewirken. Aber wo wäre dann der Unterschied zur Gegenwart,
ausser dass das Kind keinen Namen hätte?
Servus,
Stefan
Wenn Lothar die EU-Regularien loswerden will, könnte er ja ins
zukünftige Little Britain auswandern.

Aber er muß sich beeilen...
Ralph A. Schmid, dk5ras
2016-06-28 06:36:14 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Aber Du hast schon recht: Wer nur daheim sitzt und grantelt, für den
hat die EU eigentlich maximal den Vorteil, einen Grund zum Granteln
zu liefern.
Danke.


-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Andreas Karrer
2016-06-28 00:02:16 UTC
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Post by Bernd Lauert
<http://bazonline.ch/ausland/goetterdaemmerung/story/16664517>
Götterdämmerung
Von Markus Somm. Aktualisiert am 25.06.2016 269 Kommentare
Markus Somm, Chefredaktor der Basler Zeitung.
Bloss zur Einordnung: Markus Somm ist ein SVP-naher Journalist. Die
Basler Zeitung gehört zu je einem Drittel ihm, Christoph Blocher und
Rolf Bollmann (Christoph Blocher ist Multilillardär und hat in den
letzten paar Jahrzehnten die SVP (früher eine Bauernpartei) faktisch
gekauft und auf rechtskonservativen, populistischen Kurs gebracht. Seit
Somm die Zeitung übernommen hat, ist die Auflage stark gesunken; es
gibt in Basel keine ernsthafte Tageszeitung mehr, die nicht SVP-nah
ist.

Einige Basler hatten damals die NZZ gebeten, ob sie nicht eine Seite
mit spezifisch baslerischen Themen machen könnten. Die Chefredaktion
meinte bloss süffisant, dass die NZZ bereits jetzt über alles
Wichtige berichte, das in Basel passiere (und damit natürlich
insinuierte, dass in Basel nichts Wichtiges geschieht).

Als Somm für den Verwaltungsrat der NZZ vorgesehen war, gab es eine
derart heftige Opposition, dass er darauf verzichtete.

- Andi
Bernd Lauert
2016-06-28 07:39:05 UTC
Permalink
Post by Andreas Karrer
Post by Bernd Lauert
<http://bazonline.ch/ausland/goetterdaemmerung/story/16664517>
Götterdämmerung Von Markus Somm. Aktualisiert am 25.06.2016 269
Kommentare Markus Somm, Chefredaktor der Basler Zeitung.
Bloss zur Einordnung: Markus Somm ist ein SVP-naher Journalist.
Danke, aber ich benötige keine Interpretationshilfen. :-) Ich halte mich
für intellektuell genug, selbst erkennen zu können, ob jemand SED- oder
SVP-nah ist. Ich denke, es wird aus dem Text schon deutlich genug, daß der
Autor nicht der Schule des paneuropäischen Marxismus angehört.

Die Bedeutung des Begriffes "Kommentar" ist mir ebenso bekannt und das ist
alles, was ich zur Einordnung eines sog. Meinungsartikels benötige. Auch
wenn es hier nicht wie bei deutschen Presseprodukten explizit dransteht,
sollten Absolventen allgemeinbildender Schulen fähig sein, einen Presse-
Kommentar selbständig als solchen zu erkennen.
Ricardo Szabo
2016-06-28 11:48:49 UTC
Permalink
Post by Bernd Lauert
Danke, aber ich benötige keine Interpretationshilfen. :-) Ich halte mich
für intellektuell genug,...
Das ist das schöne an der Intelligenz: Jeder glaubt, genug davon zu
besitzen.

(den Spruch mit den Selbstzweifeln der Intelligenten und der
Selbstüberzeugung der Dummen lasse ich jetzt lieber mal weg... Oops...)

Bye
Rick
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