Discussion:
Juhu, Juhu, wir haben die FDP aus dem Bundestag geworfen!
(zu alt für eine Antwort)
John Kennerson
2015-01-28 22:11:42 UTC
Permalink
Ist die eGK einmal durch den Leser gezogen, darf zur Quartals-Flatrate
der Patient dann seinen Hausarzt beliebig oft konsultieren, wg.
Erkältungen, Schmerzen hier und da, oder z. B. um von diesem 3 x die
Woche chronische Wunden aufwändig versorgen zu lassen. All inclusive!
Na klar.
Der Facharzt bietet übrigens auch eine Flatrate für seine
Facharztmedizin. Auch da kommen die Leute exakt so oft wieder, wie sie
wollen. Bei bleibenden Beschwerden, oder neuen Beschwerden, oder weil
sie noch was fragen wollten oder weil sie grad Zeit hatten. All
inclusive. Same procedure over here.
Ach ja? Wie oft genau passen denn 70 Tage Wartezeit in ein Quartal?
http://www.welt.de/wirtschaft/article121260146/So-lange-warten-Kassenpatienten-auf-den-Arzttermin.html
| Am größten war die Diskrepanz beim Kardiologen. Der gesetzlich
| Versicherte musste 70 Tage warten, der Privatversicherte 19 Tage.
Was erkennt man daran, daß selbst Privatpatienten 19 Tage auf einen
Termin beim Kardiologen warten müssen? (Beim Radiologen nur 6 in
derselben Befragung, bei allen anderen Ärzten noch wenoiger).
Daß Kardiologie, wirklich und ehrlich und ernsthaft, Mangelware ist im
Land. Und das wird nicht besser durch Aufstampfen mit dem Fuß oder dem
Verordnen von "In 4 Wochen muss dass!". Solange warten schon die
Privatversicherten.
Zunächst einmal erkennt man daran, daß deine Aussage

| Auch da kommen die Leute exakt so oft wieder, wie sie wollen.

nicht der Realität entspricht, oder sich zumindest nicht auf einzelne
Quartale beziehen kann.

Dann erkennt man daran, daß die Wiedereinbestellpraxis zu den mehr oder
weniger sinnvollen Kontrolluntersuchungen lückenlos, und sofern kein
Spielraum für Notfälle belassen wird, wohl zu lückenlos funktioniert.

Und schließlich mag man darin erkennen, daß sich die Kardiologen
angesichts des Umstandes, daß ein potentieller Patient anscheinend
problemlos 10 Wochen auf seine Behandlung warten kann, vielleicht doch
zu wichtig nehmen. Insbesondere gilt dies im Vergleich mit den on-demand
tätigen Hausärzten. ;-)
Marc Stibane
2015-01-28 22:11:47 UTC
Permalink
Ich kenne das System der Krankenversicherung in Österreich nicht,
deswegen frage ich nach.
Hier kann sich keiner raus-schummeln wie in D. Es gibt keine
Privatversicherung. Selbständige sind zwangsweise in der SVA, und zahlen
da volle Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge.
--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?
Martin Gerdes
2015-01-29 21:00:05 UTC
Permalink
Post by Marc Stibane
Ich kenne das System der Krankenversicherung in Österreich nicht,
deswegen frage ich nach.
Hier kann sich keiner raus-schummeln wie in D.
Das erfreut das Herz jedes gerecht Denkenden.
Systematisch noch besser ist das übrigens im Vereinigten Königreich
gelöst: Da wird das staatliche Gesundheitssystem über Steuern
finanziert, somit braucht man den Begriff "Versicherung" nicht
überstrapazieren, wie man es in den deutschsprachligen Ländern tut.
Post by Marc Stibane
Es gibt keine Privatversicherung. Selbständige sind zwangsweise
in der SVA und zahlen da volle Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge.
Was auch immer das heißt. Stefan hat von 3,82% plus 3,83% gleich 7,65%
des Bruttoeinkommens geschrieben. Das ist etwa die Hälfte dessen, was in
Deutschland fällig wäre.

Immerhin gibt es auch in Österreich Elemente der Selbstbeteiligung, über
die man prinzipiell ja geteilter Meinung sein kann.

Mich interessiert das Thema, möchte Euch österreichischen
Krankenversichertenmitglieder aber nicht jedes Detail einzeln aus der
Nase ziehen. Wo kann ich die ganze Chose an einer Stelle nachlesen?

(Den Artikel in der Unaussprechlichen kenne ich, der läßt noch etliche
Fragen offen.)
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-01-30 07:19:08 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Es gibt [in Österreich] keine Privatversicherung. Selbständige sind
zwangsweise in der SVA und zahlen da volle Kranken- und
Rentenversicherungsbeiträge.
Was auch immer das heißt. Stefan hat von 3,82% plus 3,83% gleich 7,65%
des Bruttoeinkommens geschrieben. Das ist etwa die Hälfte dessen, was in
Deutschland fällig wäre.
Das gilt allerdings für (die meisten) Angestellten, nicht für Selbständige,
und es umfasst nur die Kranken- nicht die Pensionsversicherung. Für
Selbständige, die ja keinen Arbeitnehmer haben, liegt der KV-Beitrag
momentan auch bei 7,65%, aber halt alles selbst abzuführen.
Post by Martin Gerdes
Immerhin gibt es auch in Österreich Elemente der Selbstbeteiligung, über
die man prinzipiell ja geteilter Meinung sein kann.
Aktuell nur für Selbständige.
Post by Martin Gerdes
Mich interessiert das Thema, möchte Euch österreichischen
Krankenversichertenmitglieder aber nicht jedes Detail einzeln aus der
Nase ziehen. Wo kann ich die ganze Chose an einer Stelle nachlesen?
Generell ist <http://www.sozialversicherung.at/> eine ganz gute
Anlaufstelle, dort finden sich auch Tabellen mit allen Beitragssätzen:
<http://www.sozialversicherung.at/portal27/portal/esvportal/content/contentWindow?action=2&viewmode=content&contentid=10007.683724>.

Für den Selbstbehalt ist dann vermutlich eher die Seite der betreffenden
Anstalt relevant, <http://esv-sva.sozvers.at>.
Post by Martin Gerdes
(Den Artikel in der Unaussprechlichen kenne ich, der läßt noch etliche
Fragen offen.)
Welche zum Beispiel? Eventuell lässt sich da ja etwas ergänzen. Für einen
groben Überblick ist die Seite aber gar nicht so schlecht.

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - nicht einer wirbt übernatürlicher geschweige denn unwirklicher.
(Sloganizer)
Dr. Joachim Neudert
2015-01-30 07:34:44 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Marc Stibane
Es gibt keine Privatversicherung. Selbständige sind zwangsweise
in der SVA und zahlen da volle Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge.
Was auch immer das heißt. Stefan hat von 3,82% plus 3,83% gleich 7,65%
des Bruttoeinkommens geschrieben. Das ist etwa die Hälfte dessen, was in
Deutschland fällig wäre.
Immerhin gibt es auch in Österreich Elemente der Selbstbeteiligung, über
die man prinzipiell ja geteilter Meinung sein kann.
Mich interessiert das Thema, möchte Euch österreichischen
Krankenversichertenmitglieder aber nicht jedes Detail einzeln aus der
Nase ziehen. Wo kann ich die ganze Chose an einer Stelle nachlesen?
(Den Artikel in der Unaussprechlichen kenne ich, der läßt noch etliche
Fragen offen.)
Zumindest Ärzte lieben die Arbeit in Österreich. Ein Kollege Kardiologe
aus München hat eine Zweitpraxis in Salzburg, dort wird er von allen
Patienten adäquat für seine erbrachten Leistungen wie z.B. Herzecho
entlohnt. Also nicht in Flatrate-Pauschalen versenkt wie bei uns,
sondern 1 Leistung = 1 Bezahlung.

Der fährt dreimal die Woche die 160 km nach Salzburg, und hat seine
Kassenpraxis hier natürlich reduziert. Wenn man dem sagt: "In 4 Wochen
muss das!" gibt er sie ganz auf, was die existierende
Wartelistenproblematik hier natürlich tendentiell nur verschlechtern kann.
Volker Borchert
2015-02-01 09:29:38 UTC
Permalink
Meine Zahnärztin ist Wahlarzt. Ihre Preise sind zwar etwas höher als ein
Kassenarzt, aber sie kann mir eben auch besseres Material (z.B.
UV-gehärteter Kunststoff statt Amalgam) anbieten wo ein Kassenarzt immer
nur die billigste Variante nimmt.
Ich wäre froh, wenn mein Zahnarzt noch Amalgam anböte.
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <***@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <***@despammed.com>
Jochen Schmid
2015-02-01 14:30:23 UTC
Permalink
Post by Volker Borchert
Ich wäre froh, wenn mein Zahnarzt noch Amalgam anböte.
Huch, warum?
--
Regards,
Jochen
Rupert Haselbeck
2015-02-01 15:50:13 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Volker Borchert
Ich wäre froh, wenn mein Zahnarzt noch Amalgam anböte.
Huch, warum?
Weil es deutlich bessere Eigenschaften hat als das Kunststoffzeug, welches
weniger belastbar ist und von dem überhaupt nicht bekannt ist, ob und ggfls.
welche unbeabsichtigten Wirkungen es hat. Immerhin besteht das Material aus
einem Mix an vielerlei Stoffen. Eine längere Haltbarkeit weist Amalgam
überdies auf. Dies und der Umstand, dass man für Kunststofffüllungen mehr
Bares von Kasse/Kunde bekommt, mag möglicherweise ein Grund für Zahnärzte
sein, zu Kunststoff zu raten...

MfG
Rupert
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-02-01 17:14:25 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Rupert Haselbeck
Post by Jochen Schmid
Post by Volker Borchert
Ich wäre froh, wenn mein Zahnarzt noch Amalgam anböte.
Huch, warum?
Weil es deutlich bessere Eigenschaften hat als das Kunststoffzeug,
Ich zumindest habe Keramikfüllungen und definitiv kein Kunststoffzeugs...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-01 11:10:51 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Zumindest Ärzte lieben die Arbeit in Österreich. Ein Kollege Kardiologe
aus München hat eine Zweitpraxis in Salzburg, dort wird er von allen
Patienten adäquat für seine erbrachten Leistungen wie z.B. Herzecho
entlohnt. Also nicht in Flatrate-Pauschalen versenkt wie bei uns,
sondern 1 Leistung = 1 Bezahlung.
Du schreibst also, daß österreichische Versicherte ihre Behandlung
selbst bezahlen müssen?
Des Kollegen Patienten konsultieren ihn vermutlich nicht als Kassenarzt.
Wie das halt so ist.

Servus,
Stefan
--
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Für kleine Genießer: Stefan, die Lust zu lieben!
(Sloganizer)
Marc Stibane
2015-02-01 15:18:43 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Des Kollegen Patienten konsultieren ihn vermutlich nicht als Kassenarzt.
Der hat bestimmt keine Ösi-Kassenzulassung, sondern ist "hier" Wahlarzt.
Und wird so (indirekt) doch zum großen Teil von den Kassen bezahlt.
--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-02 21:06:56 UTC
Permalink
Post by Marc Stibane
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Des Kollegen Patienten konsultieren ihn vermutlich nicht als
Kassenarzt.
Der hat bestimmt keine Ösi-Kassenzulassung, sondern ist "hier"
Wahlarzt. Und wird so (indirekt) doch zum großen Teil von den
Kassen bezahlt.
Zum grossen Teil?

Der letzte Fall im engeren Bekanntenkreis war eine Endokrinologin.
Da gibt es nicht sehr viele Vertragsärzte, und die haben daher auch
lange Wartezeiten. Eine privat engagierte Spezialistin verlangte für
eine Ordination 100 Euro, die Kasse hätte für die gleiche Leistung
25,20 Euro bezahlt. Kostenerstattung beim Wahlarzt sind 80%, in dem
Fall also 20 Euro.

Vernachlässigbar zwar nicht, aber...

Servus,
Stefan
--
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Geht nicht!? Gibt's nicht! Stefan.
(Sloganizer)
Martin Gerdes
2015-02-03 23:00:08 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Marc Stibane
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Des Kollegen Patienten konsultieren ihn vermutlich nicht als
Kassenarzt.
Der hat bestimmt keine Ösi-Kassenzulassung, sondern ist "hier"
Wahlarzt. Und wird so (indirekt) doch zum großen Teil von den
Kassen bezahlt.
Zum grossen Teil?
Der letzte Fall im engeren Bekanntenkreis war eine Endokrinologin.
Da gibt es nicht sehr viele Vertragsärzte, und die haben daher auch
lange Wartezeiten. Eine privat engagierte Spezialistin verlangte für
eine Ordination 100 Euro, die Kasse hätte für die gleiche Leistung
25,20 Euro bezahlt. Kostenerstattung beim Wahlarzt sind 80%, in dem
Fall also 20 Euro.
Vernachlässigbar zwar nicht, aber...
Ein normaler Handwerker wird mit um die 50 Euro verrechnet,
Spezialisten, die viele Geräte brauchen, etwa KfZ-Handwerker, kosten
leicht das Doppelte. Das sind auf Zeit umgerechnet zwischen 1 und 2 Euro
pro Minute.

Gönnen wir dem Arzt mal das Entgelt eines KfZ-Handwerkers, also die
genannten 2 Euro pro Minute -- wie lang darf eine Ordination dann
dauern, für die er 25,20 Euro berechnen darf? (Inkassokosten bei
Privatrechnungen nicht vergessen! Bei Kassenleistungen berechnet die KV
für ihre Leistung meines Wissens 3%)
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-04 07:43:11 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Eine privat engagierte [Endokrinologin] verlangte für eine
Ordination 100 Euro, die Kasse hätte für die gleiche Leistung
25,20 Euro bezahlt. Kostenerstattung beim Wahlarzt sind 80%, in
dem Fall also 20 Euro.
Ein normaler Handwerker wird mit um die 50 Euro verrechnet,
Eher noch etwas mehr, aber so ganz grob kommt das wohl hin.
Post by Martin Gerdes
Gönnen wir dem Arzt mal das Entgelt eines KfZ-Handwerkers, also
die genannten 2 Euro pro Minute -- wie lang darf eine Ordination
dann dauern, für die er 25,20 Euro berechnen darf?
Sie darf/muss so lange dauern, so lange sie dauert. Ich kenne einen
Arzt, bei dem ist kaum ein Patient länger als 5 Minuten im
Behandlungszimmer - da stimmt der Umsatz dann (und seltsamerweise
ist das Wartezimmer immer voll, die Patienten sind also zumindestens
nicht so unzufrieden, dass sie sie einen anderen Arzt suchen).

Bei den selteneren Fachärzten (und Endokrinologen gehören da ganz
eindeutig dazu) ist es halt so, dass es kaum welche mit
Kassenverträgen gibt, weil es kaum jemanden gibt, der sich das
freiwillig antut. Mehr Honorar ist allerdings nicht verhandelbar.
Post by Martin Gerdes
(Inkassokosten bei Privatrechnungen nicht vergessen! Bei
Kassenleistungen berechnet die KV für ihre Leistung meines Wissens
3%)
Ich schätze einmal, das ist in den 20% Abzug bereits enthalten.

Servus,
Stefan
--
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Was fuer ein stummer Gedanke: Stefan!
(Sloganizer)
Martin Gerdes
2015-02-04 21:00:58 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Eine privat engagierte [Endokrinologin] verlangte für eine
Ordination 100 Euro, die Kasse hätte für die gleiche Leistung
25,20 Euro bezahlt. Kostenerstattung beim Wahlarzt sind 80%, in
dem Fall also 20 Euro.
Ein normaler Handwerker wird mit um die 50 Euro verrechnet,
Eher noch etwas mehr, aber so ganz grob kommt das wohl hin.
Post by Martin Gerdes
Spezialisten, die viele Geräte brauchen, etwa KfZ-Handwerker,
kosten leicht das Doppelte.
Gönnen wir dem Arzt mal das Entgelt eines KfZ-Handwerkers, also
die genannten 2 Euro pro Minute -- wie lang darf eine Ordination
dann dauern, für die er 25,20 Euro berechnen darf?
Sie darf/muss so lange dauern, so lange sie dauert.
Diese philanthrope Einstellung trägt einen Arzt aber nicht durch sein
Berufsleben. Es liegt in der Natur der Sache, daß nicht jede Tätigkeit
eines Selbständigen Gewinn bringt, aber im Durchschnitt müssen alle
Tätigkeiten zusammen Gewinn erbringen, so daß der Betreffende davon
leben kann.

Das heißt: Wenn eine einzelne Tätigkeit so schlecht bepreist ist, daß
sie keinen Ertrag bringt, wird derjenige versuchen, diese Tätigkeit zu
vermeiden (sofern das Umfeld nicht dennoch ihre Erbringung
rechtfertigt).

Und sollte eine Einzelperson dieser Erkenntnis nicht ausweichen können
(weil eine Praxis als solche relativ schwer mobil ist), so weicht ein
anderer aus (sprich: Wenn der alte Arzt seine Praxis aufgibt, findet er
für den Standort keinen Nachfolger).

Die Gesellschaft mag darob mit dem Schultern zucken: "Ist doch sein
Problem, wenn er seine Praxis nicht verkaufen kann, zahlt er doch selbst
(bzw. fehlt ihm selbst in seiner geplanten Altersversorgung." Aber die
Gegend hat dann halt in Zukunft keinen Landarzt mehr -- und das kann
sollte die Gesellschaft schon jucken.

Es heißt dann immer, die Ärzteschaft selbst müßte das geeignet steuern.
Wie?

Unsere Gesellschaft kann niemanden zwingen, sich an einem Standort
niederzulassen (sprich: viel Geld auszugeben, um sich einen Arbeitsplatz
zu schaffen), wenn die Standortanalyse, die man sinnvollerweise vorher
macht, ergibt, daß der Standort sich vermutlich nicht trägt.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ich kenne einen Arzt, bei dem ist kaum ein Patient länger als 5 Minuten im
Behandlungszimmer - da stimmt der Umsatz dann (und seltsamerweise
ist das Wartezimmer immer voll, die Patienten sind also zumindestens
nicht so unzufrieden, dass sie sie einen anderen Arzt suchen).
Damit hast Du schlagend bewiesen, wie toll die vielbeklagte
Minutenmedizin doch ist.

Ist es Dir denn nicht auch schon einmal so gegangen, daß Du aus dem
Ordinationszimmer wieder heraus warst und Dir plötzlich eingefallen ist:
"Mist, eigentlich wollte ich den Doktor doch eigentlich das gefragt
haben!" Du hast es ihn aber in der Eile nicht gefragt.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Bei den selteneren Fachärzten (und Endokrinologen gehören da ganz
eindeutig dazu) ist es halt so, dass es kaum welche mit
Kassenverträgen gibt, weil es kaum jemanden gibt, der sich das
freiwillig antut.
Eben.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Mehr Honorar ist allerdings nicht verhandelbar.
Ich kenne die Verhältnisse im österreichischen Gesundheitssystem nicht.
Auf allen Märkten aber gilt: Wenn der Staat vorschreibt, daß eine
bestimmte Leistung zu einem nicht kostendeckenden Preis erbracht werden
muß (oder eine Ware zu einem nicht kostendeckenden Preis verkauft werden
muß), bildet sich ein Schwarzmarkt aus.

In Venezuela hat der dortige sozialistische Staat gerade den Besitzer
einer Supermarktkette verhaftet und die Polizei in seine Supermärkte
geschickt, auf daß dort Zucker in der gewünschten Menge zum von der
Regierung gewünschten Preis verkauft werde. Damit kann der Staat seinen
Willen durchsetzen, solange der Vorrat dieses Supermarktes reicht. Was
kommt danach? Irgendwann werden alle Supermärkte enteignet und ihre
Besitzer ins Gefängnis gesteckt sein. Woher bekommt das Volk dann seinen
Zucker in gewünschter Menge zum gewünschten Preis (unter Markt)?
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-05 11:57:51 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Gönnen wir dem Arzt mal das Entgelt eines KfZ-Handwerkers, also
die genannten 2 Euro pro Minute -- wie lang darf eine
Ordination dann dauern, für die er 25,20 Euro berechnen darf?
Sie darf/muss so lange dauern, so lange sie dauert.
Diese philanthrope Einstellung trägt einen Arzt aber nicht durch sein
Berufsleben.
Wenn er für (u.a. meine) Krankenkasse arbeitet, bleibt ihm nichts
anderes übrig; mehr Geld wird er von ihr nicht bekommen.
Post by Martin Gerdes
[...]: Wenn eine einzelne Tätigkeit so schlecht bepreist ist, daß
sie keinen Ertrag bringt, wird derjenige versuchen, diese
Tätigkeit zu vermeiden (sofern das Umfeld nicht dennoch ihre
Erbringung rechtfertigt).
Wenn er diese einzelne Tätigkeit nicht erbringt, bekommt er *gar*
nichts, denn die einfache Ordination ist die Basisleistung
schlechthin.

Strategien für ein angemessenes Einkommen sind:

a) kurze Ordinationen (wenn man die vielen Routinefälle in jeweils 5
Minuten abhandelt, hat man auch ein wenig Zeit für den enen
Problemfall pro Tag; und 5 Minuten reichen tatsächlich bei vielen
Patienten vollkommen aus).

b) Zusatzleistungen - das geht halt auch nur eingeschränkt, weil man
einerseits eine Indikation dafür benötigt und andererseits die
Kassen auch nicht vollkommen blöd sind.

c) Verzicht auf Nebenkosten, z.B. wie hier schon erwähnter Hausarzt,
der vollkommen ohne Personal auskommt

d) Privatpatienten

[e) das richtige Fachgebiet ausgesucht haben]

Die einzige Strategie, die wirklich viel Geld bringt, ist d).
Post by Martin Gerdes
[...] die Gegend hat dann halt in Zukunft keinen Landarzt mehr --
und das kann sollte die Gesellschaft schon jucken.
Das Problem haben wir durchaus immer wieder - während auf der
anderen Seite in der Stadt (bei den typischen Sparten) eher eine
Überversorgung vorhanden ist. Offenbar ist das Landleben für Ärzte
nicht so attraktiv, trotz besser abgesicherter Existenz (es gibt das
gleiche Honorar, aber die Lebenskosten sind billiger, und der
Patientenstamm ist für die Ewigkeit gesichert).
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ich kenne einen Arzt, bei dem ist kaum ein Patient länger als 5
Minuten im Behandlungszimmer - da stimmt der Umsatz dann (und
seltsamerweise ist das Wartezimmer immer voll, die Patienten sind
also zumindestens nicht so unzufrieden, dass sie sie einen
anderen Arzt suchen).
Damit hast Du schlagend bewiesen, wie toll die vielbeklagte
Minutenmedizin doch ist.
Das ist nicht toll, aber das ist die Konsequenz aus den
Gegebenheiten. Ein Abrechnungssystem zu erschaffen, das

a) dem Patienten ausreichend Behandlungszeit verschafft,
b) für die Gesellschaft leistbar ist und
c) nicht trivial missbrauchbar ist

dürfte leider der Quadratur des Kreises entsprechen.
Post by Martin Gerdes
Ist es Dir denn nicht auch schon einmal so gegangen, daß Du aus
dem Ordinationszimmer wieder heraus warst und Dir plötzlich
eingefallen ist: "Mist, eigentlich wollte ich den Doktor doch
eigentlich das gefragt haben!" Du hast es ihn aber in der Eile
nicht gefragt.
Doch, sicherlich.
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Mehr Honorar ist allerdings nicht verhandelbar.
Ich kenne die Verhältnisse im österreichischen Gesundheitssystem
nicht. Auf allen Märkten aber gilt: Wenn der Staat vorschreibt,
daß eine bestimmte Leistung zu einem nicht kostendeckenden Preis
erbracht werden muß (oder eine Ware zu einem nicht kostendeckenden
Preis verkauft werden muß), bildet sich ein Schwarzmarkt aus.
Der "Schwarzmarkt" in der Medizin heisst: Privatpatient. Wer es sich
leisten kann, zahlt ein vielfaches dafür, dass er geringfügig besser
behandelt (in doppelter Hinsicht) wird - weil *schlecht* ist die
Standardversorgung ja nun auch wieder nicht.

Der Markt für Privatärzte ist allerdings durch die Zahlungskraft der
Bevölkerung relativ klar beschränkt. Würden die staatlichen
Leistungen aus irgendeiner Notwendigkeit heraus plötzlich massiv
zurückgefahren, könnten sich die meisten Leute trotzdem nicht ihren
Arzt aus eigener Kraft zum durchschnittlichen Privathonorar
bezahlen. Da wären wir wesentlich wahrscheinlicher bei Zuständen wie
in der Zwischen- und Vorkriegszeit.
Post by Martin Gerdes
Woher bekommt das Volk dann seinen Zucker in gewünschter Menge zum
gewünschten Preis (unter Markt)?
Interessanterweise gibt es immer noch reichlich Medizinstudenten,
und auch wenn momentan alle von einem künftigen Ärztemangel reden
(primär, weil die Absolventen in hoher Zahl nach Deutschland gehen),
scheint mir das eher ein Schweinezyklus zu sein: Die gleichen Klagen
gab es auch schon in den 90ern, danach hatten wir plötzlich wieder
eine Ärzteschwemme.

Zwei Möglichkeiten: Entweder ist das Prestige von Ärzten immer noch
so hoch, dass junge Leute vollkommen naiv in diesen Beruf drängen,
oder sie lassen sich von den wenigen Joachims dieser Welt blenden,
um hinterher zum Grossteil als Kassenarzt in einem Arbeiterbezirk im
Akkord zu arbeiten.

Servus,
Stefan
--
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Graus? Grauser als Stefan!? Wer's glaubt!
(Sloganizer)
Martin Gerdes
2015-02-06 15:00:08 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Gönnen wir dem Arzt mal das Entgelt eines KfZ-Handwerkers, also
die genannten 2 Euro pro Minute -- wie lang darf eine
Ordination dann dauern, für die er 25,20 Euro berechnen darf?
Sie darf/muss so lange dauern, so lange sie dauert.
Diese philanthrope Einstellung trägt einen Arzt aber nicht durch sein
Berufsleben.
Wenn er für (u.a. meine) Krankenkasse arbeitet, bleibt ihm nichts
anderes übrig; mehr Geld wird er von ihr nicht bekommen.
Mag schon sein -- aber in Deutschland bleibt genau aus diesem Grund so
mancher Landarztkassensitz eben unbesetzt.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
[...]: Wenn eine einzelne Tätigkeit so schlecht bepreist ist, daß
sie keinen Ertrag bringt, wird derjenige versuchen, diese
Tätigkeit zu vermeiden (sofern das Umfeld nicht dennoch ihre
Erbringung rechtfertigt).
Wenn er diese einzelne Tätigkeit nicht erbringt, bekommt er *gar*
nichts, denn die einfache Ordination ist die Basisleistung
schlechthin.
Glaubs oder glaubs halt nicht. :-)
Jochen Schmid
2015-02-01 14:31:28 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Des Kollegen Patienten konsultieren ihn vermutlich nicht als Kassenarzt.
Wie das halt so ist.
Das war aber doch bestimmt keine gezielte Auslassung. ;-)
--
Regards,
Jochen
Jochen Schmid
2015-02-01 14:30:01 UTC
Permalink
Das ist korrekt. Jedenfalls wenn $Patient nicht zum Kassenarzt geht (da
zahlt wie in D die Kasse direkt an den Arzt), sondern zum Wahlarzt.
Ach so, das meinst Du (meinte er).
Im Gegensatz zu D kann in A jeder Kassenpatient auch zum Wahlarzt gehen,
dessen Rechnung selber bezahlen,
Bis hierher geht das auch in Deutschland.
und bekommt von seiner Kasse die Kosten erstattet die sie auch an
einen Kassenarzt gezahlt hätte, abzüglich ein paar wenige Prozent.
Ab hier nicht mehr. Danke für die Erklärung.
--
Regards,
Jochen
Martin Gerdes
2015-02-02 21:00:11 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Das ist korrekt. Jedenfalls wenn $Patient nicht zum Kassenarzt geht (da
zahlt wie in D die Kasse direkt an den Arzt), sondern zum Wahlarzt.
Ach so, das meinst Du (meinte er).
Im Gegensatz zu D kann in A jeder Kassenpatient auch zum Wahlarzt gehen,
dessen Rechnung selber bezahlen,
Bis hierher geht das auch in Deutschland.
und bekommt von seiner Kasse die Kosten erstattet die sie auch an
einen Kassenarzt gezahlt hätte, abzüglich ein paar wenige Prozent.
Ab hier nicht mehr. Danke für die Erklärung.
Doch, doch, ab hier geht das in Deutschland auch noch, wenngleich nur in
manchen Fällen.

So ganz firm bist Du in diesen Dingen sichtlich nicht. Vielleicht liest
Du Dich lieber erst schlau, bevor Du behauptest.
Jochen Schmid
2015-02-03 19:28:27 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
So ganz firm bist Du in diesen Dingen sichtlich nicht. Vielleicht liest
Du Dich lieber erst schlau, bevor Du behauptest.
Nein, wozu. Ich verfahre lieber nach der Maxime "diskutiere nicht mit
Dummen. Sie ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen dich mit
Erfahrung". War aber nett, mit Dir diskutiert zu haben.
--
Regards,
Jochen
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-02-01 17:19:47 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Meine Zahnärztin ist Wahlarzt. Ihre Preise sind zwar etwas höher als ein
Kassenarzt, aber sie kann mir eben auch besseres Material (z.B.
UV-gehärteter
.... blaulicht-gehärteten ...
Kunststoff statt Amalgam) anbieten, wo ein Kassenarzt immer
nur die billigste Variante nimmt.
Das wird in Deutschland regelmäßig per Zuzahlung geregelt. Ich halte das
für einen ziemlichen Mist, weil es unproduktive Verhandlungen mit den
Patienten erfordert.
Falls man keine private Zusatzversicherung hat! Ich bin Kassenpatient
mit privater Zusatzversicherung – und ich habe nicht das Gefühl, dass
Privatpatienten mir vorgezogen werden...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Volker Borchert
2015-02-02 00:13:18 UTC
Permalink
Meine Zahnärztin ist Wahlarzt. Ihre Preise sind zwar etwas höher als ein
Kassenarzt, aber sie kann mir eben auch besseres Material (z.B.
UV-gehärteter
.... blaulicht-gehärteten ...
AFAIK UV und der sichtbare Blauanteil dient zum Zielen.
Kunststoff statt Amalgam) anbieten, wo ein Kassenarzt immer
nur die billigste Variante nimmt.
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <***@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <***@despammed.com>
Martin Gerdes
2015-02-03 23:00:07 UTC
Permalink
Post by Volker Borchert
Meine Zahnärztin ist Wahlarzt. Ihre Preise sind zwar etwas höher als ein
Kassenarzt, aber sie kann mir eben auch besseres Material (z.B.
UV-gehärteter
.... blaulicht-gehärteten ...
AFAIK UV und der sichtbare Blauanteil dient zum Zielen.
Blaulicht, wie bereits geschrieben.
Ich fürchte, das weißt Du einfach nicht weit genug.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-02 17:45:35 UTC
Permalink
Ein Kollege Kardiologe aus München hat eine Zweitpraxis in
Salzburg, dort wird er von allen Patienten adäquat für seine
erbrachten Leistungen wie z.B. Herzecho entlohnt. Also nicht
in Flatrate-Pauschalen versenkt wie bei uns, sondern 1
Leistung = 1 Bezahlung.
Du schreibst also, daß österreichische Versicherte ihre Behandlung
selbst bezahlen müssen?
Nein, er schreibt aber, daß im Gesundheitswesen in Österreich nach
wie vor das Prinzip Einzelleistungsvergütung gilt und nicht wie in
Deutschland das Prinzip Flatrate.
Ob Joachim das aussagen wollte weiss ich nicht, aber zu 100% ist das
mit der Einzelvergütung auch nicht korrekt: Die erste Ordination für
einen Patienten (bei den Selbständigen pro Monat, bei anderen weiss
ich das nicht auswendig, kann aber auch pro Quartal sein) ist
deutlich (ca. 50%) mehr wert, als die folgenden Ordinationen im
gleichen Betrachtungszeitraum.

Servus,
Stefan
--
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2015 Jahre Fortschritt: Wie konnte man das ohne Stefan wohl ueberleben.
(Sloganizer)
Jochen Schmid
2015-01-31 22:30:18 UTC
Permalink
Post by Marc Stibane
Hier kann sich keiner raus-schummeln wie in D. Es gibt keine
Privatversicherung. Selbständige sind zwangsweise in der SVA, und zahlen
da volle Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge.
Wunderbar. Genau das, was ich mir hierzulande auch wünschen würde. Es
ist ja nicht nur so, daß zur Nutzung von PKV bei Arbeitnehmern ein gewisses
Mindesteinkommen notwendig ist. Sobald eine Krankheit das Risiko
erhöht, werden horrende Zuschläge verlangt. Im Ergebnis bleiben nur
Arme und Kranke in der GKV, was sicherlich auch ein Grund für die
hohen Beiträge ist.
--
Regards,
Jochen
Martin Gerdes
2015-02-01 15:00:36 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Marc Stibane
Hier kann sich keiner raus-schummeln wie in D. Es gibt keine
Privatversicherung. Selbständige sind zwangsweise in der SVA
und zahlen da volle Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge.
Wunderbar. Genau das, was ich mir hierzulande auch wünschen würde.
Ehrlichkeit in der Sozialgesetzgebung? Richtige Etikettierung der
Kranken"versicherungs"beiträge als Steuer (die leistungsunabhängig
allein abhängig vom Einkommen des "Versicherten" erhoben werden?
Post by Jochen Schmid
Es ist ja nicht nur so, daß zur Nutzung von PKV bei Arbeitnehmern
ein gewisses Mindesteinkommen notwendig ist. Sobald eine Krankheit
das Risiko erhöht, werden horrende Zuschläge verlangt.
Just das nennt sich "Versicherungsprinzip".
Post by Jochen Schmid
Im Ergebnis bleiben nur Arme und Kranke in der GKV,
Eher nicht. Von der deutschen Bevölkerung sind etwa 90% in der GKV, 10%
in der PKV, davon etwa die Hälfte Beamte, die keine echte Alternative
der Krankenversicherung haben. Bleibt ein Verhältnis von 5 : 90, das
können schon von der Anschauung her nicht nur "Arme und Kranke" sein.
Post by Jochen Schmid
was sicherlich auch ein Grund für die hohen Beiträge ist.
Die Beiträge der GKV sind lohnabhängig, PKV-Beiträge nicht. Bei
entsprechend niedrigem Gehalt sind GKV-Beiträge keineswegs hoch. Sie
sind dann aber nicht kostendeckend, weswegen der entsprechende
"Versicherte" von anderen "Versicherten" mit höherem Einkommen
subventioniert werden muß. Deren "Beiträge" sind dann natürlich hoch,
was daran liegt, daß sie nicht nur die eigenen Krankheitskosten, sondern
auch für die weitere Personen reichen müssen.
Jörg Tewes
2015-02-01 17:38:32 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Jochen Schmid
Post by Marc Stibane
Hier kann sich keiner raus-schummeln wie in D. Es gibt keine
Privatversicherung. Selbständige sind zwangsweise in der SVA
und zahlen da volle Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge.
Wunderbar. Genau das, was ich mir hierzulande auch wünschen würde.
Ehrlichkeit in der Sozialgesetzgebung? Richtige Etikettierung der
Kranken"versicherungs"beiträge als Steuer (die leistungsunabhängig
allein abhängig vom Einkommen des "Versicherten" erhoben werden?
Du meinst es wäre besser es würden nur die bezahlen die schwerkrank sind
und nicht mehr arbeiten können? Denn nur diese verursachen Kosten.

Übrigens wäre dann die Arbeitslosenvericherung auch eine Steuer, weil
nicht wenige diese nie in Anspruch nehmen.
Post by Martin Gerdes
Post by Jochen Schmid
Im Ergebnis bleiben nur Arme und Kranke in der GKV,
Eher nicht. Von der deutschen Bevölkerung sind etwa 90% in der GKV, 10%
in der PKV, davon etwa die Hälfte Beamte, die keine echte Alternative
der Krankenversicherung haben. Bleibt ein Verhältnis von 5 : 90, das
können schon von der Anschauung her nicht nur "Arme und Kranke" sein.
Eben darum fällt auch die Krankenversicherung unter
Sozialversicherungsbeiträge. Mein Schwager ist auch in der GKV obwohl er
einkommenstechnisch in die PKV könnte.


Bye Jörg
--
"Cannot run out of time. There is infinite time ... You are finite.
Zathras is finite ... This ... is wrong tool."
(Zathras in "War without End")
Martin Gerdes
2015-02-02 21:00:11 UTC
Permalink
Post by Jörg Tewes
Post by Martin Gerdes
Ehrlichkeit in der Sozialgesetzgebung? Richtige Etikettierung der
Kranken"versicherungs"beiträge als Steuer (die leistungsunabhängig
allein abhängig vom Einkommen des "Versicherten" erhoben werden?
Du meinst es wäre besser es würden nur die bezahlen die schwerkrank sind
und nicht mehr arbeiten können? Denn nur diese verursachen Kosten.
Übrigens wäre dann die Arbeitslosenversicherung auch eine Steuer, weil
nicht wenige diese nie in Anspruch nehmen.
Eine Steuer unterscheidet sich von einer Abgabe dadurch, daß eine Steuer
keinen Anspruch auf eine Gegenleistung verbrieft, aber eine Abgabe wohl.

Die Arbeitslosenversicherung verbrieft einen Anspruch z.B. auf
Arbeitslosengeld, und zwar proportional zum Beitrag. Wer viel Beitrag
bezahlt, bekommt im Fall der Arbeitslosigkeit mehr Arbeitslosengeld als
der, der wenig Beitrag bezahlt. Das ist das entscheidende Kriterium,
nicht etwa, daß die Versicherung nicht bei jedem Versicherten zum Tragen
kommt.

Auch z.B. bei einer Hausratversicherung steigt der Beitrag mit dem Wert
der versicherten Sache. Die meisten Leute brauchen diese Versicherung
nie, aber wenn man sie braucht, bekommt der mehr, der mehr Beitrag
bezahlt hat.


Bei der gesetzlichen Kranken"versicherung" ist das fundamental anders:
Hier bemißt sich der Beitrag nach dem Einkommen, ist bei hohem Einkommen
hoch, bei niedrigem Einkommen niedrig. Das Leistungsversprechen ist
davon aber unabhängig: Jeder gesetzlich Kranken"versicherte" hat
Anspruch auf die gleichen medizinischen Leistungen. Deswegen ist der
entsprechende "Beitrag" eher als Steuer einzustufen (und als Instrument
der Umverteilung), denn als Versicherungsprämie
Jörg Tewes
2015-02-02 22:50:32 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Jörg Tewes
Post by Martin Gerdes
Ehrlichkeit in der Sozialgesetzgebung? Richtige Etikettierung
der Kranken"versicherungs"beiträge als Steuer (die
leistungsunabhängig allein abhängig vom Einkommen des
"Versicherten" erhoben werden?
Du meinst es wäre besser es würden nur die bezahlen die schwerkrank
sind und nicht mehr arbeiten können? Denn nur diese verursachen
Kosten.
Übrigens wäre dann die Arbeitslosenversicherung auch eine Steuer,
weil nicht wenige diese nie in Anspruch nehmen.
Eine Steuer unterscheidet sich von einer Abgabe dadurch, daß eine
Steuer keinen Anspruch auf eine Gegenleistung verbrieft, aber eine
Abgabe wohl.
Die Arbeitslosenversicherung verbrieft einen Anspruch z.B. auf
Arbeitslosengeld,
Die Krankenversicherung verbrieft auch einen Anspruch, auf Krankengeld
udn auf die Bezahlung der Rechnungen. Natürlich nur die Rechnungen über
die man diese Versicherung abgeschlossen hat, nicht alle Rechnungen.
Post by Martin Gerdes
und zwar proportional zum Beitrag. Wer viel Beitrag bezahlt, bekommt
im Fall der Arbeitslosigkeit mehr Arbeitslosengeld als der, der wenig
Beitrag bezahlt. Das ist das entscheidende Kriterium, nicht etwa, daß
die Versicherung nicht bei jedem Versicherten zum Tragen kommt.
Die Höhe des Arbeitslosengeldes bemißt sich nach dem Einkommen, nicht
nach dem was er bezahlt. Das man mehr Arbeitslosenversicherung bezahlt
wenn man mehr verdient ist Zufall. :-)

Allerdings bekommt jemand der 20 Jahre 5000 Euro, aber die letzten 13
Monate nur 2000 Euro verdient hat, und dementsprechend
Arbeitslosenversicherung bezahlt hat, weniger ALG als jemand der 20
Jahre arbeitslos war, aber die letzten 13 Monate 5000 Euro verdient hat.

Ich weiß das ist unwahrscheinlich, sollte nur als Beispiel dienen, daß
sich der Anspruch nicht nach der eingezahlten Menge an Euros orientiert.


Bye Jörg
--
Eine Studie bescheinigt Linux mit Kernel 2.4 deutlich verbesserte
Server-Funktionen, die teilweise mit kommerziellen Unix-Varianten
mithalten könnten.
Jochen Schmid
2015-02-02 12:49:44 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Ehrlichkeit in der Sozialgesetzgebung? Richtige Etikettierung der
Kranken"versicherungs"beiträge als Steuer (die leistungsunabhängig
allein abhängig vom Einkommen des "Versicherten" erhoben werden?
Nein, genau das, auf was ich mich bezog. Nicht das, was Deine
Phantasie daraus machte.
Post by Martin Gerdes
Post by Jochen Schmid
Es ist ja nicht nur so, daß zur Nutzung von PKV bei Arbeitnehmern
ein gewisses Mindesteinkommen notwendig ist. Sobald eine Krankheit
das Risiko erhöht, werden horrende Zuschläge verlangt.
Just das nennt sich "Versicherungsprinzip".
Lese und lerne:
| Mit Versicherung (veraltet Assekuranz) wird das Grundprinzip der
| kollektiven Risikoübernahme (Versicherungsprinzip oder
| Äquivalenzprinzip) bezeichnet.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsprinzip

Die Quelle ist sicher nicht immer vollständig und richtig. Um Dich
über das vorhandene Niveau zu heben, reicht es aber erstmal.
Vielleicht schlägst Du aber dann auch mal "kollektiv" nach.

Wenn ich dann aber bei der PKV für Krankheiten individuell
Risikozuschläge bezahlen soll, hat das mit dem Versicherungsprinzip
nichts zu tun. Aber das weißt Du sicher und willst wen auch immer
warum auch immer provozieren.
--
Regards,
Jochen
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-02 17:50:47 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Martin Gerdes
Sobald eine Krankheit das Risiko erhöht, werden horrende
Zuschläge verlangt.
Just das nennt sich "Versicherungsprinzip".
| Mit Versicherung (veraltet Assekuranz) wird das Grundprinzip der
| kollektiven Risikoübernahme (Versicherungsprinzip oder
| Äquivalenzprinzip) bezeichnet.
[...]
Post by Jochen Schmid
Wenn ich dann aber bei der PKV für Krankheiten individuell
Risikozuschläge bezahlen soll, hat das mit dem
Versicherungsprinzip nichts zu tun. Aber das weißt Du sicher und
willst wen auch immer warum auch immer provozieren.
Die Quelle ist nicht so schlecht, aber Versicherungen versichern
eben nur *zukünftige*, aktuell noch unbekannte Probleme. Wenn jemand
bereits *aktuell* ein Problem hat, wird die Versicherung an ihm
(zu Recht) entweder nicht gar interessiert sein oder entsprechend
höhere Prämien verlangen, weil für diesen Kunden statistisch gesehen
auch höhere Kosten anfallen werden.

Da dieser Effekt (IMHO ebenfalls zu Recht) in unserer Gesellschaft
als nicht erwünscht betrachtet wird, gibt es eben gesetzliche
Versicherungen, die solche Überlegungen nicht anstellen (können).
Das ist dann allerdings schon mehr, als die blosse kollektive
Risikoübernahme.

Servus,
Stefan
--
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Stefan. Für markante Hosen in imposanten Fluten!
(Sloganizer)
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-28 22:59:18 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Ich war allerdings bisher auch noch nicht beim Psychologen oder so
Ich schon! Ich habe ihn mal auf eine Party kennengelernt und erwähnt,
dass ich gerne mal eine schamanistische Trance mal erleben würde, um
meine Krafttiere kennenzulernen – er sagte, dass er das könne und so
habe ich gleich 6 Sitzungen gebucht... 8-)

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Lothar Frings
2015-01-29 08:01:34 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Ich war allerdings bisher auch noch nicht beim Psychologen oder so
Ich schon! Ich habe ihn mal auf eine Party kennengelernt und erwähnt,
dass ich gerne mal eine schamanistische Trance mal erleben würde, um
meine Krafttiere kennenzulernen - er sagte, dass er das könne und so
habe ich gleich 6 Sitzungen gebucht... 8-)
Meine Güte, das hätte ich dir auf der Party
auch gesagt. Yogisches Fliegen als Bonus.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-29 15:30:16 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Lothar Frings
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Ich war allerdings bisher auch noch nicht beim Psychologen oder so
Ich schon! Ich habe ihn mal auf eine Party kennengelernt und erwähnt,
dass ich gerne mal eine schamanistische Trance mal erleben würde, um
meine Krafttiere kennenzulernen - er sagte, dass er das könne und so
habe ich gleich 6 Sitzungen gebucht... 8-)
Meine Güte, das hätte ich dir auf der Party
auch gesagt. Yogisches Fliegen als Bonus.
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Michael Bode
2015-01-29 19:08:00 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Bernd Ullrich
2015-01-29 19:41:00 UTC
Permalink
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Kraft ist das was hinten rauskommt.

BU
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-29 20:45:10 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Bernd Ullrich
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Kraft ist das was hinten rauskommt.
Hanebüchener Nonsens! Krafttiere dienen zur Kommunikation zwischen den
Welten, nämlich zwischen der inneren und der äußeren – also zwischen
dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Bernd Ullrich
2015-01-29 21:17:57 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Bernd Ullrich
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Kraft ist das was hinten rauskommt.
--------------------------------------------------
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Hanebüchener Nonsens! Krafttiere dienen zur Kommunikation zwischen den
Welten, nämlich zwischen der inneren
Wo die Scheisse herkommt...
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
und der äußeren
Wo die Scheisse abgelegt wird.
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
– also zwischen
dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein...
Im "Bewusstsein" die Scheisse abdrücken...

Aussen ist bei tir das Unterbewusstsein?

Götterdämmerung oder nur Rausch deinerseitz?

BU
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-29 21:26:40 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Bernd Ullrich
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Bernd Ullrich
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Kraft ist das was hinten rauskommt.
--------------------------------------------------
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Hanebüchener Nonsens! Krafttiere dienen zur Kommunikation zwischen den
Welten, nämlich zwischen der inneren
Wo die Scheisse herkommt...
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
und der äußeren
Wo die Scheisse abgelegt wird.
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
– also zwischen
dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein...
Im "Bewusstsein" die Scheisse abdrücken...
Mir ist schon klar, dass Du ein ausgewiesener Experte bist, was Scheiße
angeht! Du musst mich diesbezüglich wirklich nicht mehr überzeugen...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Jörg Tewes
2015-01-29 23:25:33 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Kraft ist das was hinten rauskommt.
Das ist ja Beschiss


Bye Jörg
--
"Well, you could put a bag over his head and do it for Babylon 5."
(Dr. Franklin (to Ivanova), "Acts of Sacrifice")
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-29 20:38:19 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Spirituelle Tierbegleiter sind gewöhnlich immer stubenrein! Wobei einer
ein Stör ist, daher...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Michael Bode
2015-01-29 20:57:17 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Spirituelle Tierbegleiter sind gewöhnlich immer stubenrein! Wobei einer
ein Stör ist, daher...
Ah, Tierbegleiter. Jepp, das machen die hier auch:

http://www.dogs-and-the-city.de/hunde-gassi-service.html
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-29 21:09:14 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Spirituelle Tierbegleiter sind gewöhnlich immer stubenrein! Wobei einer
ein Stör ist, daher...
Ah, Tierbegleiter.
Eigentlich sind es Totems...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Michael Bode
2015-01-29 21:54:49 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Spirituelle Tierbegleiter sind gewöhnlich immer stubenrein! Wobei einer
ein Stör ist, daher...
Ah, Tierbegleiter.
Eigentlich sind es Totems...
Ja was denn nun? Totems, Krafttiere, Tierbegleiter oder doch eher
tierischer Stuss? Schätz mal, was ich tippen würde.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-30 06:35:00 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Er war aber approbierter Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnosetherapie
und Neoschamanismus – und ich lernte gleich 3 Krafttiere kennen, statt
wie gewöhnlich nur einer...
Sind die Viecher wenigstens stubenrein?
Spirituelle Tierbegleiter sind gewöhnlich immer stubenrein! Wobei einer
ein Stör ist, daher...
Ah, Tierbegleiter.
Eigentlich sind es Totems...
Ja was denn nun? Totems, Krafttiere, Tierbegleiter oder doch eher
tierischer Stuss?
Eine Möglichkeit durch wissenschaftliche Verfahren eine induzierte
hypnotische Entrückung mit einer stark herabgesetzten Wachheit in Form
besagte Helfer Tranceerlebnissen in den jenseitigen Geistwelten vollziehen
zu können und dank der verstärkten Fokussierung der Aufmerksamkeit auf
bestimmte Aspekte des sensualen Erlebens eine spirituelle Erfahrung,
die als All-Einheit empfunden wird, zu erleben, wodurch sich der
Geist beruhigen und sammeln kann! Funktioniert analog zur
Achtsamkeits- bzw. Einsichtsmeditation, nur eben
fremdinduziert – eine BTW extrem bereichernde Erfahrung...
Post by Michael Bode
Schätz mal, was ich tippen würde.
Dass es wenig Sinn hätte, dich darüber aufzuklären, dass ein
Zeitabschnitt, derweil die Beschränkungen der eigenen gewohnten
Bezugsrahmen und Überzeugungen vorübergehend aufgehoben werden, wodurch
der Betreffende für andere Assoziationsmuster und psychische Funktionsweisen
empfänglich ist, die ihn einer Problemlösung näherbringen, dir ermöglicht
deine eigene individuelle Begrenztheit zu überwinden? Mir ist schon
klar, dass selbst ein tumber Stein mehr davon hätte...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Michael Bode
2015-01-30 07:18:00 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Eine Möglichkeit durch wissenschaftliche Verfahren eine induzierte
hypnotische Entrückung mit einer stark herabgesetzten Wachheit in Form
besagte Helfer Tranceerlebnissen in den jenseitigen Geistwelten vollziehen
zu können und dank der verstärkten Fokussierung der Aufmerksamkeit auf
bestimmte Aspekte des sensualen Erlebens eine spirituelle Erfahrung,
die als All-Einheit empfunden wird, zu erleben, wodurch sich der
Geist beruhigen und sammeln kann! Funktioniert analog zur
Achtsamkeits- bzw. Einsichtsmeditation, nur eben
fremdinduziert – eine BTW extrem bereichernde Erfahrung...
Das ist ein Mittagsschläfchen auch. Nur einfacher zu haben.
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Schätz mal, was ich tippen würde.
Dass es wenig Sinn hätte, dich darüber aufzuklären, dass ein
Zeitabschnitt, derweil die Beschränkungen der eigenen gewohnten
Bezugsrahmen und Überzeugungen vorübergehend aufgehoben werden, wodurch
der Betreffende für andere Assoziationsmuster und psychische Funktionsweisen
empfänglich ist, die ihn einer Problemlösung näherbringen, dir ermöglicht
deine eigene individuelle Begrenztheit zu überwinden? Mir ist schon
klar, dass selbst ein tumber Stein mehr davon hätte...
Und? Problem gelöst? Oder nur nah dran?
Dr. Joachim Neudert
2015-01-30 07:29:59 UTC
Permalink
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Eine Möglichkeit durch wissenschaftliche Verfahren eine induzierte
hypnotische Entrückung mit einer stark herabgesetzten Wachheit in Form
besagte Helfer Tranceerlebnissen in den jenseitigen Geistwelten vollziehen
zu können und dank der verstärkten Fokussierung der Aufmerksamkeit auf
bestimmte Aspekte des sensualen Erlebens eine spirituelle Erfahrung,
die als All-Einheit empfunden wird, zu erleben, wodurch sich der
Geist beruhigen und sammeln kann! Funktioniert analog zur
Achtsamkeits- bzw. Einsichtsmeditation, nur eben
fremdinduziert – eine BTW extrem bereichernde Erfahrung...
Das ist ein Mittagsschläfchen auch. Nur einfacher zu haben.
Abraham Lincoln schrieb: Ich nehme mir jeden Tag 30 Minuten Zeit für
meine Sorgen.

Und in der Zeit mache ich dann ein Nickerchen.

Well done. Weder am Verlauf des Bürgerkriegs noch an seinem persönlichen
Schicksal hätte es andersrum etwas ausgemacht.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-30 15:08:21 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Eine Möglichkeit durch wissenschaftliche Verfahren eine induzierte
hypnotische Entrückung mit einer stark herabgesetzten Wachheit in Form
besagte Helfer Tranceerlebnissen in den jenseitigen Geistwelten vollziehen
zu können und dank der verstärkten Fokussierung der Aufmerksamkeit auf
bestimmte Aspekte des sensualen Erlebens eine spirituelle Erfahrung,
die als All-Einheit empfunden wird, zu erleben, wodurch sich der
Geist beruhigen und sammeln kann! Funktioniert analog zur
Achtsamkeits- bzw. Einsichtsmeditation, nur eben
fremdinduziert – eine BTW extrem bereichernde Erfahrung...
Das ist ein Mittagsschläfchen auch. Nur einfacher zu haben.
Wer ein Mittagsschläfchen mit einem Tranceerlebnis vergleicht, beweist IMHO
mehr als nur eindeutig, wie sehr er über die Thematik Ahnung hat! Beide
gehen zwar mit schlafähnlichen Bewusstseinszuständen zu tun, aber ein
Tranceerlebnis kommt viel eher dem Wachschlaf gleich, d.h. im letzten
Fall kommt es durch den höchst konzentrierten Bewusstseinszustand zum
geistigen Erwachen, was im ersten Fall definitiv nicht vorkommt...
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Schätz mal, was ich tippen würde.
Dass es wenig Sinn hätte, dich darüber aufzuklären, dass ein
Zeitabschnitt, derweil die Beschränkungen der eigenen gewohnten
Bezugsrahmen und Überzeugungen vorübergehend aufgehoben werden, wodurch
der Betreffende für andere Assoziationsmuster und psychische Funktionsweisen
empfänglich ist, die ihn einer Problemlösung näherbringen, dir ermöglicht
deine eigene individuelle Begrenztheit zu überwinden? Mir ist schon
klar, dass selbst ein tumber Stein mehr davon hätte...
Und? Problem gelöst? Oder nur nah dran?
Da ich über meine Krafttiere äußerst überrascht war und sie als ein Wink
mit dem Zaunpfahl meines Unterbewusstseins verstand, konnte ich so
tatsächlich weit effektivere Problemlösungsstrategien erarbeiten...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Michael Bode
2015-01-30 22:15:19 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Wer ein Mittagsschläfchen mit einem Tranceerlebnis vergleicht, beweist IMHO
mehr als nur eindeutig, wie sehr er über die Thematik Ahnung hat! Beide
gehen zwar mit schlafähnlichen Bewusstseinszuständen zu tun, aber ein
Tranceerlebnis kommt viel eher dem Wachschlaf gleich, d.h. im letzten
Fall kommt es durch den höchst konzentrierten Bewusstseinszustand zum
geistigen Erwachen, was im ersten Fall definitiv nicht vorkommt...
Aber selbstverständlich. Nach dem Mittagsschläfchen kommt das Erwachen.
Und den Wachschlaf haben viele nach dem Mittag ohne das Schläfchen.
Alles völlig unmystisch.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-31 12:09:38 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Wer ein Mittagsschläfchen mit einem Tranceerlebnis vergleicht, beweist IMHO
mehr als nur eindeutig, wie sehr er über die Thematik Ahnung hat! Beide
gehen zwar mit schlafähnlichen Bewusstseinszuständen zu tun, aber ein
Tranceerlebnis kommt viel eher dem Wachschlaf gleich, d.h. im letzten
Fall kommt es durch den höchst konzentrierten Bewusstseinszustand zum
geistigen Erwachen, was im ersten Fall definitiv nicht vorkommt...
Aber selbstverständlich. Nach dem Mittagsschläfchen kommt das Erwachen.
Und den Wachschlaf haben viele nach dem Mittag ohne das Schläfchen.
Alles völlig unmystisch.
Samadhi ist völlig unmystisch! Aber mit einem Mittagsschläfchen hat es
trotzdem nichts zu tun...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Michael Bode
2015-01-31 14:17:14 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Wer ein Mittagsschläfchen mit einem Tranceerlebnis vergleicht, beweist IMHO
mehr als nur eindeutig, wie sehr er über die Thematik Ahnung hat! Beide
gehen zwar mit schlafähnlichen Bewusstseinszuständen zu tun, aber ein
Tranceerlebnis kommt viel eher dem Wachschlaf gleich, d.h. im letzten
Fall kommt es durch den höchst konzentrierten Bewusstseinszustand zum
geistigen Erwachen, was im ersten Fall definitiv nicht vorkommt...
Aber selbstverständlich. Nach dem Mittagsschläfchen kommt das Erwachen.
Und den Wachschlaf haben viele nach dem Mittag ohne das Schläfchen.
Alles völlig unmystisch.
Samadhi ist völlig unmystisch! Aber mit einem Mittagsschläfchen hat es
trotzdem nichts zu tun...
Ist das dein libanesischer Gemüsehändler?
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-31 17:40:28 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Wer ein Mittagsschläfchen mit einem Tranceerlebnis vergleicht, beweist IMHO
mehr als nur eindeutig, wie sehr er über die Thematik Ahnung hat! Beide
gehen zwar mit schlafähnlichen Bewusstseinszuständen zu tun, aber ein
Tranceerlebnis kommt viel eher dem Wachschlaf gleich, d.h. im letzten
Fall kommt es durch den höchst konzentrierten Bewusstseinszustand zum
geistigen Erwachen, was im ersten Fall definitiv nicht vorkommt...
Aber selbstverständlich. Nach dem Mittagsschläfchen kommt das Erwachen.
Und den Wachschlaf haben viele nach dem Mittag ohne das Schläfchen.
Alles völlig unmystisch.
Samadhi ist völlig unmystisch! Aber mit einem Mittagsschläfchen hat es
trotzdem nichts zu tun...
Ist das dein libanesischer Gemüsehändler?
Eigentlich ein Bewusstseinszustand! Aber für dich unzweifelhaft ein
libanesischer Gemüsehändler – schließlich ist Bewusstsein ja ein Wissen
um unsere Vorstellungen...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Michael Bode
2015-01-31 18:24:41 UTC
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Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Wer ein Mittagsschläfchen mit einem Tranceerlebnis vergleicht, beweist IMHO
mehr als nur eindeutig, wie sehr er über die Thematik Ahnung hat! Beide
gehen zwar mit schlafähnlichen Bewusstseinszuständen zu tun, aber ein
Tranceerlebnis kommt viel eher dem Wachschlaf gleich, d.h. im letzten
Fall kommt es durch den höchst konzentrierten Bewusstseinszustand zum
geistigen Erwachen, was im ersten Fall definitiv nicht vorkommt...
Aber selbstverständlich. Nach dem Mittagsschläfchen kommt das Erwachen.
Und den Wachschlaf haben viele nach dem Mittag ohne das Schläfchen.
Alles völlig unmystisch.
Samadhi ist völlig unmystisch! Aber mit einem Mittagsschläfchen hat es
trotzdem nichts zu tun...
Ist das dein libanesischer Gemüsehändler?
Eigentlich ein Bewusstseinszustand! Aber für dich unzweifelhaft ein
libanesischer Gemüsehändler – schließlich ist Bewusstsein ja ein Wissen
um unsere Vorstellungen...
Ach so. Mal schnell googlen:

-----------------------
Mys­tik, die
Wortart: Substantiv, feminin

Rechtschreibung
Worttrennung:
Mys|tik

Bedeutung
Form der Religiosität, religiöse Anschauung, bei der durch Versenkung,
Hingabe, Askese o. Ä. eine persönliche, erfahrbare Verbindung mit der
Gottheit, mit dem Göttlichen [bis zu einer ekstatischen Vereinigung]
gesucht wird

Beispiel
christliche Mystik

http://www.duden.de/rechtschreibung/Mystik

-----------------------
Samadhi

Samadhi ist Einssein mit Gott. Es ist eine überbewußte Erfahrung. Es ist
Adhyatmic Anubhava.

Samadhi oder Ekstase ist wonnevolle Vereinigung. Der Geist geht im
Ewigen, dem Atman, auf wie Salz in Wasser oder Kampfer in der Flamme. Es
ist ein Zustand reinen Bewußtseins.


http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_samadhi.html
-----------------------

Hat also wie man sieht überhaupt nichts miteinander zu tun. Aber
wahrscheinlich hast du doch den libanesischen Gemüsehändler gemeint.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-01-31 19:09:21 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Bernd Ullrich
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Wer ein Mittagsschläfchen mit einem Tranceerlebnis vergleicht, beweist IMHO
mehr als nur eindeutig, wie sehr er über die Thematik Ahnung hat! Beide
gehen zwar mit schlafähnlichen Bewusstseinszuständen zu tun, aber ein
Tranceerlebnis kommt viel eher dem Wachschlaf gleich, d.h. im letzten
Fall kommt es durch den höchst konzentrierten Bewusstseinszustand zum
geistigen Erwachen, was im ersten Fall definitiv nicht vorkommt...
Aber selbstverständlich. Nach dem Mittagsschläfchen kommt das Erwachen.
Und den Wachschlaf haben viele nach dem Mittag ohne das Schläfchen.
Alles völlig unmystisch.
Samadhi ist völlig unmystisch! Aber mit einem Mittagsschläfchen hat es
trotzdem nichts zu tun...
Ist das dein libanesischer Gemüsehändler?
Eigentlich ein Bewusstseinszustand! Aber für dich unzweifelhaft ein
libanesischer Gemüsehändler – schließlich ist Bewusstsein ja ein Wissen
um unsere Vorstellungen...
-----------------------
Mys­tik, die
Wortart: Substantiv, feminin
Rechtschreibung
Mys|tik
Bedeutung
Form der Religiosität, religiöse Anschauung, bei der durch Versenkung,
Hingabe, Askese o. Ä. eine persönliche, erfahrbare Verbindung mit der
Gottheit, mit dem Göttlichen [bis zu einer ekstatischen Vereinigung]
gesucht wird
Beispiel
christliche Mystik
http://www.duden.de/rechtschreibung/Mystik
-----------------------
Samadhi
Samadhi ist Einssein mit Gott. Es ist eine überbewußte Erfahrung. Es ist
Adhyatmic Anubhava.
Samadhi oder Ekstase ist wonnevolle Vereinigung. Der Geist geht im
Ewigen, dem Atman, auf wie Salz in Wasser oder Kampfer in der Flamme. Es
ist ein Zustand reinen Bewußtseins.
http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/Art-Artikel/art_samadhi.html
-----------------------
Hat also wie man sieht überhaupt nichts miteinander zu tun.
Yoh! Nur, weil Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus und diverse
Yoga-Schulen einen meditativen nicht-dualistischen Bewusstseinszustand
lehren bzw. anstreben, in dem das diskursive Denken aufhört, der somit
über das Wachen, Träumen und den Tiefschlaf hinausgeht und wo das
Bewusstsein des erlebenden Subjekts eins wird mit dem erfahrenen
Objekt, wodurch man die absolute Wirklichkeit erleben kann, so
hat es tatsächlich nicht zwingend etwas damit zu tun! Wenn 2
das Gleiche tun, ist das eben noch lange nicht dasselbe...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Michael Bode
2015-01-31 19:23:34 UTC
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Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Yoh! Nur, weil Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus und diverse
Yoga-Schulen einen meditativen nicht-dualistischen Bewusstseinszustand
lehren bzw. anstreben, in dem das diskursive Denken aufhört, der somit
über das Wachen, Träumen und den Tiefschlaf hinausgeht und wo das
Bewusstsein des erlebenden Subjekts eins wird mit dem erfahrenen
Objekt, wodurch man die absolute Wirklichkeit erleben kann, so
hat es tatsächlich nicht zwingend etwas damit zu tun! Wenn 2
das Gleiche tun, ist das eben noch lange nicht dasselbe...
Nein aber das Gleiche. Und damit nicht etwas völlig anderes. Reicht, danke.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-02-01 03:21:39 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Yoh! Nur, weil Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus und diverse
Yoga-Schulen einen meditativen nicht-dualistischen Bewusstseinszustand
lehren bzw. anstreben, in dem das diskursive Denken aufhört, der somit
über das Wachen, Träumen und den Tiefschlaf hinausgeht und wo das
Bewusstsein des erlebenden Subjekts eins wird mit dem erfahrenen
Objekt, wodurch man die absolute Wirklichkeit erleben kann, so
hat es tatsächlich nicht zwingend etwas damit zu tun! Wenn 2
das Gleiche tun, ist das eben noch lange nicht dasselbe...
Nein aber das Gleiche. Und damit nicht etwas völlig anderes.
Nope! Samadhi bzw. die absolute Wirklichkeit kann eben auch infolge
einer induzierten hypnotischen Entrückung erlebt werden! Und zwischen
das wissenschaftliche Verfahren der Hypnose und das, was Hinduismus,
Buddhismus, Jainismus, Sikhismus oder diverse Yoga-Schulen lehren,
besteht tatsächlich ein eklatanter Unterschied – nur der Terminus
technicus für den Bewusstseinszustand ist dasselbe...

M.f.G.
--
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Michael Bode
2015-02-01 10:53:53 UTC
Permalink
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Yoh! Nur, weil Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus und
diverse Yoga-Schulen einen meditativen nicht-dualistischen
Bewusstseinszustand lehren bzw. anstreben, in dem das diskursive
Denken aufhört, der somit über das Wachen, Träumen und den
Tiefschlaf hinausgeht und wo das Bewusstsein des erlebenden
Subjekts eins wird mit dem erfahrenen Objekt, wodurch man die
absolute Wirklichkeit erleben kann, so hat es tatsächlich nicht
zwingend etwas damit zu tun! Wenn 2 das Gleiche tun, ist das eben
noch lange nicht dasselbe...
Nein aber das Gleiche. Und damit nicht etwas völlig anderes.
Nope! Samadhi bzw. die absolute Wirklichkeit kann eben auch infolge
einer induzierten hypnotischen Entrückung erlebt werden!
Also ist das jetzt der gleiche Zustand oder habt ihr nur den Yogis einen
Fachbegriff gehijacked?
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Und zwischen das wissenschaftliche Verfahren der Hypnose und das, was
Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus oder diverse
Yoga-Schulen lehren, besteht tatsächlich ein eklatanter Unterschied –
nur der Terminus technicus für den Bewusstseinszustand ist
dasselbe...
Dann dürften wohl die Yogis die älteren Rechte an dem Begriff haben.
Dein Pech, nicht meins.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-02-01 17:08:51 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Salve allerseits,
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Yoh! Nur, weil Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus und
diverse Yoga-Schulen einen meditativen nicht-dualistischen
Bewusstseinszustand lehren bzw. anstreben, in dem das diskursive
Denken aufhört, der somit über das Wachen, Träumen und den
Tiefschlaf hinausgeht und wo das Bewusstsein des erlebenden
Subjekts eins wird mit dem erfahrenen Objekt, wodurch man die
absolute Wirklichkeit erleben kann, so hat es tatsächlich nicht
zwingend etwas damit zu tun! Wenn 2 das Gleiche tun, ist das eben
noch lange nicht dasselbe...
Nein aber das Gleiche. Und damit nicht etwas völlig anderes.
Nope! Samadhi bzw. die absolute Wirklichkeit kann eben auch infolge
einer induzierten hypnotischen Entrückung erlebt werden!
Also ist das jetzt der gleiche Zustand oder habt ihr nur den Yogis einen
Fachbegriff gehijacked?
Laut namhafte Neurologen soll es exakt dasselbe sein! Zumindest kann man
auf den CT keinen empirischen Unterschied feststellen...
Post by Michael Bode
Post by Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
Und zwischen das wissenschaftliche Verfahren der Hypnose und das, was
Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus oder diverse
Yoga-Schulen lehren, besteht tatsächlich ein eklatanter Unterschied –
nur der Terminus technicus für den Bewusstseinszustand ist
dasselbe...
Dann dürften wohl die Yogis die älteren Rechte an dem Begriff haben.
Dein Pech, nicht meins.
Ich glaube nicht, dass man auf Bewusstseinszustände irgendwelche Rechte
anmelden kann! Der meditative nicht-dualistische Bewusstseinszustand ist
ein Bewusstseinszustand, dass prinzipiell ein jeder Mensch erreichen kann...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Dr. Joachim Neudert
2015-01-28 23:37:14 UTC
Permalink
Post by John Kennerson
Ist die eGK einmal durch den Leser gezogen, darf zur Quartals-Flatrate
der Patient dann seinen Hausarzt beliebig oft konsultieren, wg.
Erkältungen, Schmerzen hier und da, oder z. B. um von diesem 3 x die
Woche chronische Wunden aufwändig versorgen zu lassen. All inclusive!
Na klar.
Der Facharzt bietet übrigens auch eine Flatrate für seine
Facharztmedizin. Auch da kommen die Leute exakt so oft wieder, wie sie
wollen. Bei bleibenden Beschwerden, oder neuen Beschwerden, oder weil
sie noch was fragen wollten oder weil sie grad Zeit hatten. All
inclusive. Same procedure over here.
Ach ja? Wie oft genau passen denn 70 Tage Wartezeit in ein Quartal?
http://www.welt.de/wirtschaft/article121260146/So-lange-warten-Kassenpatienten-auf-den-Arzttermin.html
| Am größten war die Diskrepanz beim Kardiologen. Der gesetzlich
| Versicherte musste 70 Tage warten, der Privatversicherte 19 Tage.
Was erkennt man daran, daß selbst Privatpatienten 19 Tage auf einen
Termin beim Kardiologen warten müssen? (Beim Radiologen nur 6 in
derselben Befragung, bei allen anderen Ärzten noch wenoiger).
Daß Kardiologie, wirklich und ehrlich und ernsthaft, Mangelware ist im
Land. Und das wird nicht besser durch Aufstampfen mit dem Fuß oder dem
Verordnen von "In 4 Wochen muss dass!". Solange warten schon die
Privatversicherten.
Zunächst einmal erkennt man daran, daß deine Aussage
| Auch da kommen die Leute exakt so oft wieder, wie sie wollen.
nicht der Realität entspricht, oder sich zumindest nicht auf einzelne
Quartale beziehen kann.
Termine sind eine Sache.
Das ist Planung.

Planung schützt aber nicht davor, daß jemand kommt und sagt "Da bin ich!"

Der schafft damit ganz einfach Fakten, sitzt im Wartezimmer und ist da.
Den Arzt will ich sehen, der ihn ungesehen wieder rauswirft.

So, bin eben aus den Federn geworfen worden. In 20 min. sei dann auch
der Notarzt da mit einem Infarkt... Freuden des Facharztes.
Post by John Kennerson
Dann erkennt man daran, daß die Wiedereinbestellpraxis zu den mehr oder
weniger sinnvollen Kontrolluntersuchungen lückenlos, und sofern kein
Spielraum für Notfälle belassen wird, wohl zu lückenlos funktioniert.
Und schließlich mag man darin erkennen, daß sich die Kardiologen
angesichts des Umstandes, daß ein potentieller Patient anscheinend
problemlos 10 Wochen auf seine Behandlung warten kann,
30% kommen so akut, wie ich oben geschrieben habe. DAfür hältr der
Kardiologe Kapazität frei. Die können nämlich definitiv nicht warten
(OK, die Hälfte dieser Fälle könnte, aber das weiß man vorher nicht,
erst wenn sie fertig untersucht sind.)
Deswegen u.a. ja auch die Waretezeiten für die "Checks". Bei denen fast
nie etwas rauskommt.
Post by John Kennerson
vielleicht doch
zu wichtig nehmen. Insbesondere gilt dies im Vergleich mit den on-demand
tätigen Hausärzten. ;-)
Schlaf ruhig weiter. Muß jetzt los...
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-01-29 07:56:26 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Der schafft damit ganz einfach Fakten, sitzt im Wartezimmer und ist da.
Den Arzt will ich sehen, der ihn ungesehen wieder rauswirft.
Gibt es gelegentlich, auch in Spitälern. Liest man dann manchmal ein
paar Tage später in der Zeitung. Ist weniger schön.

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - denn schrille Liebe pupst niemals.
(Sloganizer)
Jochen Schmid
2015-01-29 15:08:09 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Schlaf ruhig weiter. Muß jetzt los...
So dringend kann es dann doch nicht gewesen sein, wenn Du vorher noch
Zeit findest, im usenet zu posten.
--
Regards,
Jochen
Dr. Joachim Neudert
2015-01-29 15:35:50 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Dr. Joachim Neudert
Schlaf ruhig weiter. Muß jetzt los...
So dringend kann es dann doch nicht gewesen sein, wenn Du vorher noch
Zeit findest, im usenet zu posten.
Ich war wie üblich 10 Minuten vor dem Notarzt in der Klinik. Ich kann
ganz gut abschätzen, wie lange ich brauche, und wie lange der braucht
wenn er sich vom Einsatzort meldet.

Die Nacht war dann rum... :-( (also gut, um 4 Uhr schlief ich wieder. )
Jochen Schmid
2015-01-30 09:01:02 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Ich war wie üblich 10 Minuten vor dem Notarzt in der Klinik. Ich kann
ganz gut abschätzen, wie lange ich brauche, und wie lange der braucht
wenn er sich vom Einsatzort meldet.
Ach so, ich dachte, du müßtest einem Patienten zuhause das Leben
retten. Haben die in der Klinik nicht selbst Kardiologen? Müssen die
auf niedergelassene Ärzte zurückgreifen, die dann erstmal anreisen
müssen?
--
Regards,
Jochen
Dr. Joachim Neudert
2015-01-30 10:06:31 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Dr. Joachim Neudert
Ich war wie üblich 10 Minuten vor dem Notarzt in der Klinik. Ich kann
ganz gut abschätzen, wie lange ich brauche, und wie lange der braucht
wenn er sich vom Einsatzort meldet.
Ach so, ich dachte, du müßtest einem Patienten zuhause das Leben
retten. Haben die in der Klinik nicht selbst Kardiologen? Müssen die
auf niedergelassene Ärzte zurückgreifen, die dann erstmal anreisen
müssen?
Sagen wir mal so: Ich habe das Katheterlabor 2005 gemeinsam mit der
Kliniksverwaltung eingerichtet. Wie so etwas geht, haben die von mir
gelernt, in Kooperation, die ich mit der Verwaltung 2004 vertraglich
geplant und vereinbart habe zu meiner Niederlassung. Ich hatte gerade
in Memmingen ein HK-Labor aufgebaut und etabliert.

Ich bin auch der weitaus erfahrenste Untersucher mit der längsten
ununterbrochenen Herzkathetererfahrung seit 1991 und der höchsten
Untersuchungszahl.

Nur um mal die Verhältnisse gerade zu rücken. Ist ja nicht so, als ob
das die Kliniken und ihre Ärzte eben mal so könnten.

Und deswegen beteilige ich mich weiter an der Rufbereitschaft und habe
an 1/4 des Jahres den Hintergrundsdienst, also die Verantwortung für das
120 Betten-Haus. Geteilt mit 3 weiteren Kollegen in der Klinik.

In Memmingen habe ich das den mißtrauischen Schwaben immer so erklärt-
auch dort habe ich 2000 das HK-Labor aufgebaut:

"Ich habe das 13 Jahre gelernt in der Uniklinik Großhadern, und jetzt
mache ich das hier.
Wenn sie wollen, gehen sie doch nach Großhadern. Dort untersucht sie
dann einer, der es jetzt gerade lernt."

Das haben die Allgäuer dann auf Anhieb verstanden...

Und P.S.: ich wohne auch am nächsten an der Klinik, 2 km. Die weiteste
Anreise eines diensthabenden Kardiologen ist 40 km und dauert 45
Minuten. Ich bin konkurrenzlos schnell vor Ort.

Letztes Jahr wurde ich übrigens als "Interventioneller Kardiologe DGK"
zertifiziert (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie).
Das hat sonst m.W. auch keiner hier.

Nur mal so nebenbei gesagt. Kaum studiert und arbeitet man 20 Jahre nach
dem Abitur, schon hat man eine ausreichende Qualifikaton.
Jochen Schmid
2015-01-29 14:46:15 UTC
Permalink
a) die politische Durchsetzbarkeit (auch wenn das gaga ist) und
b) den vermutlich stark erhöhten Verwaltungsaufwand
Wenn man sich das jetzige Verfahren ansieht:
* Arzt rechnet mit Kassenärztlicher Vereinigung ab,
* Diese stellt die Leistungen "den Versicherungen in Rechnung",
* Das passiert unter Nutzung eines merkwürdigen Punktesystems.
[Gesundheitszentren]
Zum Teil geht die Entwicklung ja auch in diese Richtung, allerdings
ist das nur in Einzelfällen eine Lösung, nicht für die Fläche - man
mag seinen Hausarzt sinnvollerweise in der Nähe haben.
Hat Dänemark nicht ein ähnliches System in Betrieb? Ich meine, mal
sowas gehört zu haben.
--
Regards,
Jochen
Jochen Schmid
2015-01-29 15:02:25 UTC
Permalink
Ach ja? Wie oft genau passen denn 70 Tage Wartezeit in ein Quartal?
:-)) Das wollte ich auch schreiben, habe aber, um den Frieden zu
wahren, davon abgesehen.
--
Regards,
Jochen
Dr. Joachim Neudert
2015-01-29 15:42:11 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Ach ja? Wie oft genau passen denn 70 Tage Wartezeit in ein Quartal?
:-)) Das wollte ich auch schreiben, habe aber, um den Frieden zu
wahren, davon abgesehen.
Die 70 Tage sind für den ersten elektiven Termin. Die weiteren
Nachfolgetermine, falls nötig, und die Reklamationen sind natürlich
früher dran.

70 Tage liest sich viel, ist aber- soviel darf ich auch für die
geschätzten Kollegen sagen- wirklich nur für elektive langweilige
Routineuntersuchungen und "Checks" drin. Wenn ein bekannter zuweisender
Hausarzt anruft, ist der Patient spätestens am Folgetag dran, eher noch
am selben Tag. Und wer als Patient sich selbst als Notfall empfindet und
eine Praxis aufsucht, wird auch nicht ungesehen heimgeschickt. Nirgends.
Er muß halt an dem Tag viel Zeit mitbringen, der Verweis "jetzt aber
rasch, um 14 Uhr hab ich Friseur" zieht dann nicht mehr.

Gruß

Joachim
Jochen Schmid
2015-01-29 15:03:53 UTC
Permalink
Daß Kardiologie, wirklich und ehrlich und ernsthaft, Mangelware ist im
Land. Und das wird nicht besser durch Aufstampfen mit dem Fuß oder dem
Verordnen von "In 4 Wochen muss dass!". Solange warten schon die
Privatversicherten.
In einem "Verkäufermarkt" als solcher tätig zu sein, ist doch gut.
--
Regards,
Jochen
Lars Gebauer
2015-01-29 15:44:00 UTC
Permalink
Was ist aber, wenn's um größere Sachen geht? - Hat der
Durchschnittspatient ein paar Tausend € herumliegen, mit denen er
unverhoffte (!) Krankheitskosten begleichen kann? Nein, hat er (zu)
häufig nicht.
Es ist also der _Arzt_ der dann ewig und drei Tage seinem Geld
hinterherrennt, sich ums Inkasso kümmern muß, die eine oder andere
Forderung gleich ganz abschreiben kann, etc. pp.
Wie machen das denn die PKVs?
Woher soll ich das wissen?

Man reicht die Rechnung ein und damit ist der Käse gefressen.
Wolfgang Kynast
2015-01-29 16:52:03 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Was ist aber, wenn's um größere Sachen geht? - Hat der
Durchschnittspatient ein paar Tausend € herumliegen, mit denen er
unverhoffte (!) Krankheitskosten begleichen kann? Nein, hat er (zu)
häufig nicht.
Es ist also der _Arzt_ der dann ewig und drei Tage seinem Geld
hinterherrennt, sich ums Inkasso kümmern muß, die eine oder andere
Forderung gleich ganz abschreiben kann, etc. pp.
Wie machen das denn die PKVs?
Woher soll ich das wissen?
Man reicht die Rechnung ein und damit ist der Käse gefressen.
Schon. Aber die PKVs haben das Problem ausstehender Beiträge, weil ein
Teil der Kunden nicht (mehr) zahlen kann. Das Problem gibt es aber bei
der GKV auch, wenn auch wesentlich seltener.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Lars Gebauer
2015-01-29 18:44:55 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
Post by Lars Gebauer
Man reicht die Rechnung ein und damit ist der Käse gefressen.
Schon. Aber die PKVs haben das Problem ausstehender Beiträge, weil ein
Teil der Kunden nicht (mehr) zahlen kann. Das Problem gibt es aber bei
der GKV auch, wenn auch wesentlich seltener.
Das ist richtig. Aber weder das Problem des Arztes noch das Problem des
Patienten. Das Elend der (P|G)KVen ist mir herzlich egal.

Das gegenwärtige System ist für Ärzte wie Patienten sehr bequem. Der
Arzt weiß, daß er seine Leistung bezahlt bekommt und der Patient weiß,
daß es schon irgendwer bezahlen wird.

Des Doktors Vorschlag hingegen (Arzt stellt Rechnung an Patienten ->
Patient bezahlt -> Patient sieht zu, daß er Geld von der Krankenkasse
wiederbekommt) wird in der Praxis nur dazu führen, daß der Arzt seinem
Geld hinterher läuft, Forderungen abschreiben muß usw. usf.

Und da habe ich starke Zweifel, daß die Ärzteschaft das so toll finden
würde.
Jochen Schmid
2015-01-30 08:56:06 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Des Doktors Vorschlag hingegen (Arzt stellt Rechnung an Patienten ->
Patient bezahlt -> Patient sieht zu, daß er Geld von der Krankenkasse
wiederbekommt) wird in der Praxis nur dazu führen, daß der Arzt seinem
Geld hinterher läuft, Forderungen abschreiben muß usw. usf.
Ja, so geht es doch bei Privatpatienten.
Post by Lars Gebauer
Und da habe ich starke Zweifel, daß die Ärzteschaft das so toll finden
würde.
Ich nicht. Wenn man sich anschaut, wie intensiv Ärzte um
Privatpatienten bemüht sind. An der besseren Bezahlung kann es ja
nicht liegen. Der Arztberuf ist ja nicht primär Gelderwerb, sondern
Berufung, oder? ;-)
--
Regards,
Jochen
Lars Gebauer
2015-01-30 11:43:16 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Lars Gebauer
Des Doktors Vorschlag hingegen (Arzt stellt Rechnung an Patienten
-> Patient bezahlt -> Patient sieht zu, daß er Geld von der
Krankenkasse wiederbekommt) wird in der Praxis nur dazu führen, daß
der Arzt seinem Geld hinterher läuft, Forderungen abschreiben muß
usw. usf.
Ja, so geht es doch bei Privatpatienten.
Nein. Der Patient reicht die Rechnung bei der Kasse ein und diese
bezahlt den Arzt.
Post by Jochen Schmid
Post by Lars Gebauer
Und da habe ich starke Zweifel, daß die Ärzteschaft das so toll
finden würde.
Ich nicht.
Du glaubst wirklich, daß sich die Ärzte Inkasso, Ausfallrisiko etc.
aufhocken möchten? Ich nicht.
Post by Jochen Schmid
Wenn man sich anschaut, wie intensiv Ärzte um Privatpatienten bemüht
sind.
Kassenpatienten sind keine Privatpatienten. Sie werden auch keine nur,
weil man ihnen eine Rechnung schickt.
Jochen Schmid
2015-01-30 19:27:02 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Nein. Der Patient reicht die Rechnung bei der Kasse ein und diese
bezahlt den Arzt.
Ach so, danke.
Post by Lars Gebauer
Du glaubst wirklich, daß sich die Ärzte Inkasso, Ausfallrisiko etc.
aufhocken möchten? Ich nicht.
Nein, das ist ja auch ein völlig abwegiger Gedanke, daß jemand, der
für Geld Dienstleistungen erbringt, auch selbst dafür sorgen muß, das
Geld vom Kunden zu bekommen. ;-)
--
Regards,
Jochen
Mathias Böwe
2015-01-30 23:30:20 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Jochen Schmid
Ja, so geht es doch bei Privatpatienten.
Nein. Der Patient reicht die Rechnung bei der Kasse ein und diese
bezahlt den Arzt.
Seltsam. Vor umfzig Jahren schon habe ich es als Beamtenkind miterlebt,
daß der Doc die Rechnung mit einem Zahlungsziel schickt, diese dann an
PKV und Beihilfestelle weitergeleitet wird in der Hoffnung, daß deren
Anteile rechtzeitig und mit nicht zu vielen Abzügen dem Konto
gutgeschrieben werden (erstere Stelle war da eher zügig und großzügig,
letztere eher tranig und knauserig), und unabhängig davon wird dann die
Arztrechnung vom Konto des Patienten beglichen. Und auch heute erlebe
ich es so, daß die Rechnung an mich geht, und ich muß zusehen, ob und
ggf. wieviel ich wiederbekomme. Das entspricht also genau Jochens
ursprünglicher Schlderung.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Hartmut Ott
2015-01-30 19:42:46 UTC
Permalink
Hej,
Post by Lars Gebauer
Post by Jochen Schmid
Post by Lars Gebauer
Des Doktors Vorschlag hingegen (Arzt stellt Rechnung an Patienten
-> Patient bezahlt -> Patient sieht zu, daß er Geld von der
Krankenkasse wiederbekommt) wird in der Praxis nur dazu führen, daß
der Arzt seinem Geld hinterher läuft, Forderungen abschreiben muß
usw. usf.
Ja, so geht es doch bei Privatpatienten.
Nein. Der Patient reicht die Rechnung bei der Kasse ein und diese
bezahlt den Arzt.
Komisch, die Rechnungen die ich bekomme darf ich auch bezahlen, bei der
Kasse einreichen (die mir dann den tariflich festgelegten Prozentsatz
des erstattungsfähigen Betrages erstattet) und danach noch bei der
Zusatzversicherung (die ihrerseits den versicherten Satz von den
verbleibenden Restkosten erstattet - was, selbst wenn man den
Selbstbehalt herausrechnet, nicht immer die volle Summe ergibt).

Ausgenommen sind da stationäre Krankenhausbehandlungen, die werden
direkt mit der Kasse abgerechnet. Bei Wahlleistungen bekommt man aber
auch die Rechnung direkt - dann sollte man sich aber gut versichert haben.


Und nicht vergessen: "Echte Privatpatienten kaufen sich das Krankenhaus"
(c) by iDoc Neudert.



mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Dr. Joachim Neudert
2015-01-31 06:59:29 UTC
Permalink
Post by Hartmut Ott
Hej,
Post by Lars Gebauer
Post by Jochen Schmid
Post by Lars Gebauer
Des Doktors Vorschlag hingegen (Arzt stellt Rechnung an Patienten
-> Patient bezahlt -> Patient sieht zu, daß er Geld von der
Krankenkasse wiederbekommt) wird in der Praxis nur dazu führen, daß
der Arzt seinem Geld hinterher läuft, Forderungen abschreiben muß
usw. usf.
Ja, so geht es doch bei Privatpatienten.
Nein. Der Patient reicht die Rechnung bei der Kasse ein und diese
bezahlt den Arzt.
Komisch, die Rechnungen die ich bekomme darf ich auch bezahlen,
So ist es. Bei Privatpatienten gibt es einen Vertrag zwischen Arzt und
Patient. Ob er versichert ist oder nicht, interessiert den Arzt nicht. Das
Geld erhält er vom Patienten. Manchmal nicht, dann beginnt das Mahnwesen.

Der gute Lars hat ganz offenbar keinerlei Ahnung...


bei der
Post by Hartmut Ott
Kasse einreichen (die mir dann den tariflich festgelegten Prozentsatz
des erstattungsfähigen Betrages erstattet) und danach noch bei der
Zusatzversicherung (die ihrerseits den versicherten Satz von den
verbleibenden Restkosten erstattet - was, selbst wenn man den
Selbstbehalt herausrechnet, nicht immer die volle Summe ergibt).
Ausgenommen sind da stationäre Krankenhausbehandlungen, die werden
direkt mit der Kasse abgerechnet. Bei Wahlleistungen bekommt man aber
auch die Rechnung direkt - dann sollte man sich aber gut versichert haben.
Und nicht vergessen: "Echte Privatpatienten kaufen sich das Krankenhaus"
(c) by iDoc Neudert.
mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
please forgive my iPhone typos -sent via Newstap
Jochen Schmid
2015-01-31 11:38:49 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
So ist es. Bei Privatpatienten gibt es einen Vertrag zwischen Arzt und
Patient. Ob er versichert ist oder nicht, interessiert den Arzt nicht. Das
Geld erhält er vom Patienten. Manchmal nicht, dann beginnt das Mahnwesen.
Danke für die Klärung. Wenn aber Ärzte bei Patienten, die entweder
PKV-versichert oder nicht versichert sind, das Inkasso ohne Murren
erledigen, warum sollen sie das dann bei GKV-Versicherten nicht
können?
--
Regards,
Jochen
Wolfgang Kynast
2015-01-31 12:35:16 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Dr. Joachim Neudert
So ist es. Bei Privatpatienten gibt es einen Vertrag zwischen Arzt und
Patient. Ob er versichert ist oder nicht, interessiert den Arzt nicht. Das
Geld erhält er vom Patienten. Manchmal nicht, dann beginnt das Mahnwesen.
Danke für die Klärung. Wenn aber Ärzte bei Patienten, die entweder
PKV-versichert oder nicht versichert sind, das Inkasso ohne Murren
erledigen, warum sollen sie das dann bei GKV-Versicherten nicht
können?
PKV-Versicherte gehören (oder gehörTen) einer gewissen
Einkommensklasse an, die bei den wenigsten GKV-Versicherten gegeben
ist. Von daher dürfte das Ausfallrisiko bei letzteren deutlich höher
sein.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Rupert Haselbeck
2015-01-31 17:10:06 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
PKV-Versicherte gehören (oder gehörTen) einer gewissen
Einkommensklasse an, die bei den wenigsten GKV-Versicherten gegeben
ist. Von daher dürfte das Ausfallrisiko bei letzteren deutlich höher
sein.
Das mit der gewissen Einkommensklasse würden die meisten Beamten wohl nicht
unterschreiben wollen/können. Und sie können sich die GKV nicht leisten. Bei
vielen von ihnen ist am Ende des Geldes durchaus noch etwas Monat übrig,
insbesondere bei den jüngeren, welche in Ballungsräumen arbeiten und leben
müssen

MfG
Rupert
Wolfgang Kynast
2015-01-31 17:29:08 UTC
Permalink
Post by Rupert Haselbeck
Post by Wolfgang Kynast
PKV-Versicherte gehören (oder gehörTen) einer gewissen
Einkommensklasse an, die bei den wenigsten GKV-Versicherten gegeben
ist. Von daher dürfte das Ausfallrisiko bei letzteren deutlich höher
sein.
Das mit der gewissen Einkommensklasse würden die meisten Beamten wohl nicht
unterschreiben wollen/können. Und sie können sich die GKV nicht leisten. Bei
vielen von ihnen ist am Ende des Geldes durchaus noch etwas Monat übrig,
insbesondere bei den jüngeren, welche in Ballungsräumen arbeiten und leben
müssen
Richtig. Jetzt müsste man nur noch googeln, wieviel Prozent der
PKV-Versicherten Beamte sind :-)
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Rupert Haselbeck
2015-01-31 22:20:07 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
Post by Rupert Haselbeck
Post by Wolfgang Kynast
PKV-Versicherte gehören (oder gehörTen) einer gewissen
Einkommensklasse an, die bei den wenigsten GKV-Versicherten gegeben
ist. Von daher dürfte das Ausfallrisiko bei letzteren deutlich höher
sein.
Das mit der gewissen Einkommensklasse würden die meisten Beamten wohl
nicht unterschreiben wollen/können. Und sie können sich die GKV nicht
leisten. Bei vielen von ihnen ist am Ende des Geldes durchaus noch etwas
Monat übrig, insbesondere bei den jüngeren, welche in Ballungsräumen
arbeiten und leben müssen
Richtig. Jetzt müsste man nur noch googeln, wieviel Prozent der
PKV-Versicherten Beamte sind :-)
Da du ja ganz pauschal "PKV-Versicherte" in der "gewissen Einkommensklasse"
verortet hattest, kommt es nicht darauf an, wieviele mehr oder weniger
klamme Kleinunternehmer sich neben den Beamten und einem guten Teil
"Besserverdienender" dort tummeln

MfG
Rupert
Jochen Schmid
2015-01-31 22:12:18 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
PKV-Versicherte gehören (oder gehörTen) einer gewissen
Einkommensklasse an, die bei den wenigsten GKV-Versicherten gegeben
ist. Von daher dürfte das Ausfallrisiko bei letzteren deutlich höher
sein.
Jede Menge Mini-Selbständige, die einen Imbiss-Stand betreiben oder
einen Lieferwagen durch die Stadt hetzen, sind privat versichert. Das
Ausfall-Risiko ist dort sicher nicht unerheblich. PKV=hohes Einkommen
war früher mal, fürchte ich.
--
Regards,
Jochen
Wolfgang Kynast
2015-01-31 22:57:41 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Wolfgang Kynast
PKV-Versicherte gehören (oder gehörTen) einer gewissen
Einkommensklasse an, die bei den wenigsten GKV-Versicherten gegeben
ist. Von daher dürfte das Ausfallrisiko bei letzteren deutlich höher
sein.
Jede Menge Mini-Selbständige, die einen Imbiss-Stand betreiben oder
einen Lieferwagen durch die Stadt hetzen, sind privat versichert. Das
Ausfall-Risiko ist dort sicher nicht unerheblich. PKV=hohes Einkommen
war früher mal, fürchte ich.
Ok, das ist ein Argument. Bei Beamten in der PKV sollte das Risiko
jedoch niedriger sein: erstens sind ja je nach Familienstand und
Bundesland ~50-70% über die Beihilfe abgesichert und zweitens wird der
Beamte alles tun, um z.B. Gehaltspfändungen zu vermeiden.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Marc Stibane
2015-02-01 09:01:24 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Jede Menge Mini-Selbständige, die einen Imbiss-Stand betreiben oder
einen Lieferwagen durch die Stadt hetzen, sind privat versichert.
Vor allem wenn man ein schwankendes Jahreseinkommen hat geht es gar
nicht anders. Die GKV berechnet die Prämien anhand des
Vorjahresergebnisses, und setzt die nicht runter auch wenn man im
aktuellen Jahr weniger verdient und somit weniger zahlen müsste.
Und der größte Knaller ist, dass man das zuviel bezahlte Geld nicht
wiederbekommt.
--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?
Jochen Schmid
2015-02-01 14:17:18 UTC
Permalink
Post by Marc Stibane
Vor allem wenn man ein schwankendes Jahreseinkommen hat geht es gar
nicht anders.
Darum ging es mir nicht. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß die
Aussage, daß PKV-Versicherte eher ihre Rechnungen zahlen können,
pauschal nicht stimmt.
Post by Marc Stibane
Die GKV berechnet die Prämien anhand des Vorjahresergebnisses, und
setzt die nicht runter auch wenn man im aktuellen Jahr weniger
verdient und somit weniger zahlen müsste. Und der größte Knaller
ist, dass man das zuviel bezahlte Geld nicht wiederbekommt.
Dafür sind die Beiträge im nächsten Jahr dann ja niedriger. Die
angenommene Untergrenze des Monatseinkommens liegt allerdings so ca.
bei 3000Eur, richtig? Das kann bei einigen Selbständigen dann schon
hart werden.
--
Regards,
Jochen
Martin Gerdes
2015-02-01 15:00:36 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Jede Menge Mini-Selbständige, die einen Imbiss-Stand betreiben oder
einen Lieferwagen durch die Stadt hetzen, sind privat versichert.
Vor allem wenn man ein schwankendes Jahreseinkommen hat, geht es gar
nicht anders.
Doch das wäre lediglich eine Frage des guten (politischen) Willens.
Die GKV berechnet die Prämien anhand des Vorjahresergebnisses, und
setzt die nicht runter, auch wenn man im aktuellen Jahr weniger
verdient und somit weniger zahlen müsste.
Das ist die gängige Rechtslage, die ich für ungerecht halte.
Und der größte Knaller ist, dass man das zuviel bezahlte Geld nicht
wiederbekommt.
Ja.
Ein weiterer Knaller ist, daß ein absurd hohes Mindesteinkommen
angenommen wird, ohne Möglichkeit des Gegenbeweises. Schön für
einen Kleingründer, der im ersten Jahr, wenn überhaupt, "Peanuts"
verdient ...
Deutschland ist ein Land der Angestellten, alle Regelungen sind für
diese angepaßt. Die in vielen Details andere Situation von Selbständigen
paßt schlichtweg nicht dazu, da müssen Regeln an allen Ecken und Enden
gedehnt werden und sind letztlich trotzdem nicht adäquat.
Dr. Joachim Neudert
2015-01-31 15:47:36 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Dr. Joachim Neudert
So ist es. Bei Privatpatienten gibt es einen Vertrag zwischen Arzt und
Patient. Ob er versichert ist oder nicht, interessiert den Arzt nicht. Das
Geld erhält er vom Patienten. Manchmal nicht, dann beginnt das Mahnwesen.
Danke für die Klärung. Wenn aber Ärzte bei Patienten, die entweder
PKV-versichert oder nicht versichert sind, das Inkasso ohne Murren
erledigen, warum sollen sie das dann bei GKV-Versicherten nicht
können?
Eben, kein Problem damit.

Grüße von der Christlum am Achensee. Heute morgen 30 cm frischer
Pulverschnee, unverspurt, jetzt strahlende Sonne, Hütte, endgeil...

Und sie spielen "Sweet home Oberbayern", nach einer Melodie von Lynard
Skynard". Oder so.
--
please forgive my iPhone typos -sent via Newstap
Lothar Frings
2015-01-31 16:03:25 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Und sie spielen "Sweet home Oberbayern", nach einer Melodie von Lynard
Skynard". Oder so.
Baßt scho. Zurückgebliebene Hinterwäldler, hüben wie drüben.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-01-31 16:54:19 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Dr. Joachim Neudert
Und sie spielen "Sweet home Oberbayern", nach einer Melodie von Lynard
Skynard". Oder so.
Baßt scho. Zurückgebliebene Hinterwäldler, hüben wie drüben.
Nein, nein, alles für die Gäste, man weiss ja, wehr dafür bezahlt.

(Aber ganz im Ernst, das war bei meinen seltenen Schiurlauben immer ein
gewisses Problem. Ich kann das Gegröle ja schon zu Originalmusik nicht
ausstehen. Machen die das bei euch daheim auch?).

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - Versuchung im Kaufrausch!
(Sloganizer)
Jochen Schmid
2015-01-31 22:18:58 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Grüße von der Christlum am Achensee. Heute morgen 30 cm frischer
Pulverschnee, unverspurt, jetzt strahlende Sonne, Hütte, endgeil...
Pfui Teufel, dieses kalte weiße Zeugs. Bei Temperaturen, die
mindestens 20°C unterhalb des angenehmen Gereichs liegen.
--
Regards,
Jochen
Mathias Böwe
2015-01-31 23:04:29 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Dr. Joachim Neudert
Grüße von der Christlum am Achensee. Heute morgen 30 cm frischer
Pulverschnee, unverspurt, jetzt strahlende Sonne, Hütte, endgeil...
Pfui Teufel, dieses kalte weiße Zeugs. Bei Temperaturen, die
mindestens 20°C unterhalb des angenehmen Gereichs liegen.
Ach, sooo oft werden die Temperaturen schon nicht unter -40°C abfallen.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Jochen Schmid
2015-01-30 08:52:59 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Man reicht die Rechnung ein und damit ist der Käse gefressen.
Da schaffen es die Ärzte, sowohl die Rechnungsstellung, als auch das
Inkasso in den Griff zu bekommen.
--
Regards,
Jochen
Lars Gebauer
2015-01-30 11:44:13 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Lars Gebauer
Man reicht die Rechnung ein und damit ist der Käse gefressen.
Da schaffen es die Ärzte, sowohl die Rechnungsstellung, als auch das
Inkasso in den Griff zu bekommen.
Nein. Inkasso, Ausfallrisiko etc. hat hier die Kasse.
Jochen Schmid
2015-01-30 19:16:49 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Nein. Inkasso, Ausfallrisiko etc. hat hier die Kasse.
Ist der Weg nicht der, daß der Arzt dem Patienten die Rechnung stellt,
die dieser dann auch bezahlen muß? Das Geld kann sich der Patient dann
von seiner Versicherung zurückholen.
--
Regards,
Jochen
Lars Gebauer
2015-01-30 20:32:25 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Lars Gebauer
Nein. Inkasso, Ausfallrisiko etc. hat hier die Kasse.
Ist der Weg nicht der, daß der Arzt dem Patienten die Rechnung stellt,
die dieser dann auch bezahlen muß? Das Geld kann sich der Patient dann
von seiner Versicherung zurückholen.
Nein. Der Patient gibt die Rechnung an die Kasse, diese begleicht sie dann.

Das ist doch das, was das gegenwärtige System so wunderbar bequem für
Ärzte wie Patienten macht. Der Arzt weiß genau, daß er sein Geld von der
Kasse bekommt. Er hat kein Inkasso ggü. dem Patienten, kein damit
verbundenes Ausfallrisiko usw.

Für den Patienten ist es auch sehr bequem. Er reicht seine Rechnung an
die Kasse weiter und ist damit aus allem raus. Selbst wenn es wegen der
Rechnung Streit geben sollte kann er sich entspannt zurücklehnen. Wenn
er überhaupt davon erfährt.

Warum sollte die Ärzteschaft diese Bequemlichkeit aufgeben wollen?
Wolfgang Kynast
2015-01-30 21:24:46 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Jochen Schmid
Post by Lars Gebauer
Nein. Inkasso, Ausfallrisiko etc. hat hier die Kasse.
Ist der Weg nicht der, daß der Arzt dem Patienten die Rechnung stellt,
die dieser dann auch bezahlen muß? Das Geld kann sich der Patient dann
von seiner Versicherung zurückholen.
Nein. Der Patient gibt die Rechnung an die Kasse, diese begleicht sie dann.
Das ist doch das, was das gegenwärtige System so wunderbar bequem für
Ärzte wie Patienten macht. Der Arzt weiß genau, daß er sein Geld von der
Kasse bekommt. Er hat kein Inkasso ggü. dem Patienten, kein damit
verbundenes Ausfallrisiko usw.
Für den Patienten ist es auch sehr bequem. Er reicht seine Rechnung an
die Kasse weiter und ist damit aus allem raus. Selbst wenn es wegen der
Rechnung Streit geben sollte kann er sich entspannt zurücklehnen. Wenn
er überhaupt davon erfährt.
Warum sollte die Ärzteschaft diese Bequemlichkeit aufgeben wollen?
Redest Du jetzt von PKV, GKV oder davon, wie die GKV funktionieren
sollte?

Bei der jetzigen PKV funktioniert es jedenfalls nicht so, sondern ich
als Patient bekomme eine Rechnung, die ich binnen kurzer Zeit bezahlen
muss. Wenn sich genügend Rechnungen angesammelt haben, reiche ich die
bei der Kasse ein, meist einmal jährlich. Ob die alles erstattet oder
etwas nicht anerkennt (bei Zahnarztrechnungen die Regel) weiß ich dann
Monate nach dem Arztbesuch. Besonders lecker wird es, wenn auch noch
die Beihilfe in's Spiel kommt - dann kannst Du Dich mit zwei Stellen
rumstreiten, die durchaus auch gegenteiliger Meinung sein können.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Jochen Schmid
2015-01-31 11:35:53 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
Bei der jetzigen PKV funktioniert es jedenfalls nicht so, sondern ich
als Patient bekomme eine Rechnung, die ich binnen kurzer Zeit bezahlen
muss.
Ja eben, so hatte ich das auch mal gehört. Verfahren da verschiedene
PKVs unterschiedlich?
Post by Wolfgang Kynast
Besonders lecker wird es, wenn auch noch die Beihilfe in's Spiel
kommt - dann kannst Du Dich mit zwei Stellen rumstreiten, die
durchaus auch gegenteiliger Meinung sein können.
Oder gibt es abweichende Regelungen für Beamte (beim Inkasso)?
--
Regards,
Jochen
Wolfgang Kynast
2015-01-31 12:49:19 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Wolfgang Kynast
Bei der jetzigen PKV funktioniert es jedenfalls nicht so, sondern ich
als Patient bekomme eine Rechnung, die ich binnen kurzer Zeit bezahlen
muss.
Ja eben, so hatte ich das auch mal gehört. Verfahren da verschiedene
PKVs unterschiedlich?
Meines Wissens nicht - Ausnahme: stationäre Krankenhausbehandlung,
die wird i.d.R. direkt von PKV an KH bezahlt. Bei Beamten jedoch nicht
der (größere) Beihilfe-Anteil, den muss er vorlegen.
Post by Jochen Schmid
Post by Wolfgang Kynast
Besonders lecker wird es, wenn auch noch die Beihilfe in's Spiel
kommt - dann kannst Du Dich mit zwei Stellen rumstreiten, die
durchaus auch gegenteiliger Meinung sein können.
Oder gibt es abweichende Regelungen für Beamte (beim Inkasso)?
Nein, nicht dass ich wüsste.

Heute Morgen hat mir ein Freund außer sich erzählt, dass die Beihilfe
seine KH-Rechnung über 4000€ auch nach zwei Einsprüchen nicht bezahlt
- er war in einer Klinik, die nach Ansicht der Beihilfe *von ihnen*
dafür nicht zugelassen sei. Dass die Professorin, die ihn da
eingewiesen hat, eine *der* Parkinson-Koryphäen Deutschlands ist,
interessiert sie nicht.

Nebenbei: manche PKVs gewähren Beitrags-Rabatt wg. "kostenbewussten
Verhaltens", wenn man max zweimal jährlich Rechnungen einreicht.
Einfach jede Rechnung sofort einreichen ist also u.U. auch ein
Problem.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Mathias Böwe
2015-01-31 20:42:57 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
Nebenbei: manche PKVs gewähren Beitrags-Rabatt wg. "kostenbewussten
Verhaltens", wenn man max zweimal jährlich Rechnungen einreicht.
Einfach jede Rechnung sofort einreichen ist also u.U. auch ein
Problem.
Je nach Art und Höhe der Recdhnung ist das auch albern. Wenn ich einmal
im Jahr meinen Hausarzt konsultiere, der eine Rechnung in der
Größenordnung 20,- Euro ausstellt, dann ist mir der Aufwand, dafür meine
Versicherung zu behelligen, schlicht den Erlös nicht wert. Andersherum
honoriert die Kasse es, wenn sie ihrerseits in Ruhe gelassen wird.
Deshalb informiert sie zum Jahresanfang: Wenn Du in diesem Jahr keine
Rechnungen einreichst, dann erstatten wir Dir soundsoviel Euro. Fein, da
kann ich anschätzen, ob es sich überhaupt rechnet, mich mit dem
Papierkram herumzuärgern. Hint: Eine der o. a. Hausarztliquidationen
(warum sagen Ärzte nicht "Rechnung" dazu?) lohnt das Einreichen
definitiv nicht.

Grundsätzlich halte ich bei jeder Art von Versicherung einen
Selbstbehalt eh für vorteilhaft. Das finanzielle Risiko ist
überschaubar, und der Löwenanteil der Versicherungsfälle dreht sich um
Kleinscheiß. Das spart dem Versicherungsnehmer und der Versicherung viel
Arbeit, ohne daß da nennenswerte Gelder bewegt werden müssen. Wegen ein
paar Euro fange ich nicht damit an, meiner Privathaftpflichtversicherung
auf die Pelle zu rücken. Wenn es um fünf-, sechs- oder siebenstellige
Beträge geht, dann bin ich froh, wenn ich mich auf den Laden verlassen
kann. Zum Glück fehlt mir aber die diesbezügliche Erfahrung.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Wolfgang Kynast
2015-01-31 21:28:16 UTC
Permalink
Post by Mathias Böwe
Post by Wolfgang Kynast
Nebenbei: manche PKVs gewähren Beitrags-Rabatt wg. "kostenbewussten
Verhaltens", wenn man max zweimal jährlich Rechnungen einreicht.
Einfach jede Rechnung sofort einreichen ist also u.U. auch ein
Problem.
Je nach Art und Höhe der Recdhnung ist das auch albern. Wenn ich einmal
im Jahr meinen Hausarzt konsultiere, der eine Rechnung in der
Größenordnung 20,- Euro ausstellt, dann ist mir der Aufwand, dafür meine
Versicherung zu behelligen, schlicht den Erlös nicht wert.
Sei froh, dass es Dir so gut geht.
Post by Mathias Böwe
Andersherum
honoriert die Kasse es, wenn sie ihrerseits in Ruhe gelassen wird.
Deshalb informiert sie zum Jahresanfang: Wenn Du in diesem Jahr keine
Rechnungen einreichst, dann erstatten wir Dir soundsoviel Euro.
Das ist ja noch übersichtlich. Meine PKV hatte zeitweise eine
Rabattstaffel, wenn man 1/2/3/4/5 Jahre keine Rechnungen einreichte.
Da wurde die Buchführung dann *etwas* lästig.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Mathias Böwe
2015-01-31 23:04:28 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
Post by Mathias Böwe
Je nach Art und Höhe der Recdhnung ist das auch albern. Wenn ich einmal
im Jahr meinen Hausarzt konsultiere, der eine Rechnung in der
Größenordnung 20,- Euro ausstellt, dann ist mir der Aufwand, dafür meine
Versicherung zu behelligen, schlicht den Erlös nicht wert.
Sei froh, dass es Dir so gut geht.
Bin ich, keine Sorge. Es gab allerdings auch Jahre, in denen ich nicht
den spitzen Bleistift zücken mußte, um eine Entscheidung darüber zu
treffen, ob ich einreiche oder nicht :-|
Post by Wolfgang Kynast
Post by Mathias Böwe
Andersherum
honoriert die Kasse es, wenn sie ihrerseits in Ruhe gelassen wird.
Deshalb informiert sie zum Jahresanfang: Wenn Du in diesem Jahr keine
Rechnungen einreichst, dann erstatten wir Dir soundsoviel Euro.
Das ist ja noch übersichtlich. Meine PKV hatte zeitweise eine
Rabattstaffel, wenn man 1/2/3/4/5 Jahre keine Rechnungen einreichte.
Da wurde die Buchführung dann *etwas* lästig.
Hrmpf! Ob da der Aufwand nicht doch unter dem Strich geringer ist, es
bei jährlichen Pauschalen zu belassen?

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-01 04:52:12 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
Wenn ich einmal im Jahr meinen Hausarzt konsultiere, der eine
Rechnung in der Größenordnung 20,- Euro ausstellt, dann ist mir
der Aufwand, dafür meine Versicherung zu behelligen, schlicht den
Erlös nicht wert.
Sei froh, dass es Dir so gut geht.
Naja, ist eine Frage des Aufwands.

Meine Versicherung erstattet mir Beispielsweise für eine
Mundhygiene-Sitzung beim Zahnarzt irgendwas rund um die 10 Euro.
Beantragen ist leicht: ins Kuvert stecken und abschicken.

Die Erstattung erfolgt aber sinnigerweise nicht durch eine Reduktion
des nächsten Beitrags, sondern per Postanweisung. Heisst im
Klartext: zum nächsten Postamt gehen, mit etwas Pech dort rund eine
halbe Stunde anstehen, 10 Euro in Empfang nehmen und wieder
heimgehen.

Das dürfte schon für die Mehrzahl der Versicherten grenzwertig
sein...

Servus,
Stefan
--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - die vollkommenste Nuance von armselig!
(Sloganizer)
Martin Gerdes
2015-02-01 15:00:36 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Wolfgang Kynast
Wenn ich einmal im Jahr meinen Hausarzt konsultiere, der eine
Rechnung in der Größenordnung 20,- Euro ausstellt, dann ist mir
der Aufwand, dafür meine Versicherung zu behelligen, schlicht den
Erlös nicht wert.
Sei froh, dass es Dir so gut geht.
Naja, ist eine Frage des Aufwands.
Meine Versicherung erstattet mir Beispielsweise für eine
Mundhygiene-Sitzung beim Zahnarzt irgendwas rund um die 10 Euro.
Beantragen ist leicht: ins Kuvert stecken
Briefmarke draufkleben
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
und abschicken.
Die Erstattung erfolgt aber sinnigerweise nicht durch eine Reduktion
des nächsten Beitrags, sondern per Postanweisung. Heisst im
Was kostet eine Postanweisung den Auftraggeber in Österreich?
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
zum nächsten Postamt gehen, mit etwas Pech dort rund eine
halbe Stunde anstehen, 10 Euro in Empfang nehmen und wieder
heimgehen.
Wow!

Es gibt in Deutschland Spezialisten, die Erstattungen nicht per
Überweisung, sondern per Scheck vornehmen; wird gerade in de.etc.finanz
verhackstückt. Ich bin der Meinung, diese Zahlungsmöglichkeit gehöre
abgeschafft, schließlich hat praktisch jeder ein Girokonto und die
Geschäftspartner, die Schecks durch die Gegend schicken, verlangen für
Zahlungen an sie ausnahmslos unbare Zahlungsweise.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Das dürfte schon für die Mehrzahl der Versicherten grenzwertig
sein...
Ja klar.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-02 20:48:19 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Meine Versicherung erstattet mir Beispielsweise für eine
Mundhygiene-Sitzung beim Zahnarzt irgendwas rund um die 10 Euro.
Beantragen ist leicht: ins Kuvert stecken
Briefmarke draufkleben
Stimmt, das habe ich noch ganz vergessen. 5% vom erstatteten Betrag
sind damit dahin.
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Die Erstattung erfolgt aber sinnigerweise nicht durch eine
Reduktion des nächsten Beitrags, sondern per Postanweisung.
Was kostet eine Postanweisung den Auftraggeber in Österreich?
Leider keine Ahnung :-(
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
zum nächsten Postamt gehen, mit etwas Pech dort rund eine
halbe Stunde anstehen, 10 Euro in Empfang nehmen und wieder
heimgehen.
Wow!
Ich war auch hinreichend beeindruckt und werde ob dessen in Zukunft
auf die Erstattung verzichten - wieder etwas für die
Solidargemeinschaft getan.

(Es ist absurd: Selbstbehalte werden schliesslich auch einfach bei
der nächsten Beitragsvorschreibung addiert, also könnte man
Erstattungen auch dort in Abzug bringen. Ich habe auf meine
diesbezügliche Frage aber keine Antwort bekommen...)

Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Die kühne Idee! Stefan, in den Stunden nach dem Raport!
(Sloganizer)
Martin Gerdes
2015-01-31 19:00:06 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Jochen Schmid
Post by Lars Gebauer
Nein. Inkasso, Ausfallrisiko etc. hat hier die Kasse.
Ist der Weg nicht der, daß der Arzt dem Patienten die Rechnung stellt,
die dieser dann auch bezahlen muß? Das Geld kann sich der Patient dann
von seiner Versicherung zurückholen.
Nein. Der Patient gibt die Rechnung an die Kasse, diese begleicht sie dann.
Vom Wiederholen wird es nicht richtig.

Der Arzt schickt dem Patienten die Rechnung, der sie auch bezahlen muß.
Der Patient kann diese Rechnung dann seiner Versicherung (und/oder
Beihilfe) einreichen, die ihm je nach gewähltem Tarif den
Rechnungsbeitrag (oder einen Teil) erstattet.
Post by Lars Gebauer
Das ist doch das, was das gegenwärtige System so wunderbar bequem für
Ärzte wie Patienten macht.
Ex falso quodlibet. Du solltest das Thema gelegentlich mal nachlesen,
bevor Du immer wieder Falsches von Dir gibst.
Hartmut Ott
2015-01-29 15:56:10 UTC
Permalink
Hej,
Der Facharzt bietet übrigens auch eine Flatrate für seine
Facharztmedizin. Auch da kommen die Leute exakt so oft wieder, wie sie
wollen. Bei bleibenden Beschwerden, oder neuen Beschwerden, oder weil
sie noch was fragen wollten oder weil sie grad Zeit hatten. All
inclusive. Same procedure over here.
Ach ja? Wie oft genau passen denn 70 Tage Wartezeit in ein Quartal?
http://www.welt.de/wirtschaft/article121260146/So-lange-warten-Kassenpatienten-auf-den-Arzttermin.html
| Am größten war die Diskrepanz beim Kardiologen. Der gesetzlich
| Versicherte musste 70 Tage warten, der Privatversicherte 19 Tage.
Ich habe grad einen Termin beim Handchirurgen gemacht, Wartezeit 61 Tage
als Privatversicherter.

Allerdings dürfte die Wartezeit bei Patienten die behandelt werden
geringer sein.




mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend
Rainer Fonrobert
2015-01-31 23:51:28 UTC
Permalink
Post by Hartmut Ott
Ich habe grad einen Termin beim Handchirurgen gemacht, Wartezeit 61 Tage
als Privatversicherter.
Die Kunst des Arztes besteht darin den Patienten solange zu unterhalten,
bis die Natur das Leiden heilt

Voltaire.

Man muss der Natur nur eine Chance geben. Vielleicht hast Du ja Glueck :-)
Post by Hartmut Ott
Allerdings dürfte die Wartezeit bei Patienten die behandelt werden
geringer sein.
Natuerlich. Wenn eine akute Krankheit vorliegt, sei es subjektiv oder
objektiv wird die Behandlung zeitnah sein und die notwendigen
Folgetermine auch. Deswegen dauern Routinetermine halt laenger. Auch
fuer Ärzte hat der Tag nur 24 Stunden. Gut in Notfällen kann man auch
die Nacht dazunehmen..
:-)

Rainer - wann fing nur dieser Neidkomplex an? Und warum stellt man
dauernd falsche Behauptungen ungetruebt von jeder Sachkenntnis auf und
ist informationsresistent?


@Joachim:
Never argue with a fool; people may not know the difference!
Murphy

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Jochen Schmid
2015-02-01 14:26:06 UTC
Permalink
Post by Rainer Fonrobert
Rainer - wann fing nur dieser Neidkomplex an? Und warum stellt man
dauernd falsche Behauptungen ungetruebt von jeder Sachkenntnis auf und
ist informationsresistent?
Also zumindest bei mir ist kein Neidkomplex vorhanden. Trotzdem darf
ich kritisieren, daß ich auf bestimmte Termine nicht nur lange,
sondern länger als Privatpatienten warten soll. Ist der Termin dann
da, läßt mich der Arzt (nicht jeder Arzt!) dann noch eine Stunde
warten. Beruflich würde ich mir das nie erlauben, schon weil das eine
Mißachtung dessen, mit dem ich den Termin habe, bedeuten würde.

Solche Dinge erlaube ich mir, zu kritisieren.
--
Regards,
Jochen
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-01 14:47:52 UTC
Permalink
Trotzdem darf ich kritisieren, daß ich auf bestimmte Termine nicht
nur lange, sondern länger als Privatpatienten warten soll.
Definitiv, wobei das zunächst einmal ein Fehler der Kasse ist, die
zu wenige Ärzte unter Vertrag hat, sonst käme es nicht zu solchen
Wartezeiten (gehen wir höflicherweise davon aus, dass der jeweilige
Arzt Privatpatienten nicht bevorzugt - ich vermute, dass ihm das
offiziell nicht erlaubt sein wird).
Ist der Termin dann da, läßt mich der Arzt (nicht jeder Arzt!)
dann noch eine Stunde warten.
Das hingegen ist jedenfalls ein Problem des Arztes. Klar ist die
Planung nicht einfach - woher soll er vorab genau wissen, wie lange
er für die Patienten davor benötigt, aber wenn es regelmäßig
vorkommt, stimmt einfach seine Organisation nicht.

Servus,
Stefan
--
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Das Lachen der Kinder, oder warum Stefan so imposant spürt!
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Jörg Tewes
2015-02-01 17:42:00 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ist der Termin dann da, läßt mich der Arzt (nicht jeder Arzt!)
dann noch eine Stunde warten.
Das hingegen ist jedenfalls ein Problem des Arztes. Klar ist die
Planung nicht einfach - woher soll er vorab genau wissen, wie lange
er für die Patienten davor benötigt, aber wenn es regelmäßig
vorkommt, stimmt einfach seine Organisation nicht.
Dann stimmt hierzuregion bei keinem Arzt die Organisation. Ich war noch
bei keinem Arzt, bei dem eine Wartezeit von 15 Minuten nicht Standard
war. Mein Hausarzt hat standardmäßig wohl 30 Minuten, und bei den
anderen ist das, wie man so hört, auch nicht großartig anders.


Bye Jörg
--
"You don't frighten easily."
"I work for Ambassador Mollari. After a while nothing bothers you."
(Elric and Vir, "The Geometry of Shadows")
Jochen Schmid
2015-02-02 14:44:57 UTC
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Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Definitiv, wobei das zunächst einmal ein Fehler der Kasse ist, die
zu wenige Ärzte unter Vertrag hat, sonst käme es nicht zu solchen
Wartezeiten (gehen wir höflicherweise davon aus, dass der jeweilige
Arzt Privatpatienten nicht bevorzugt - ich vermute, dass ihm das
offiziell nicht erlaubt sein wird).
Mißverständnis. Ich spreche von unterschiedlichen Wartezeiten beim
selben Arzt.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Das hingegen ist jedenfalls ein Problem des Arztes. Klar ist die
Planung nicht einfach - woher soll er vorab genau wissen, wie lange
er für die Patienten davor benötigt, aber wenn es regelmäßig
vorkommt, stimmt einfach seine Organisation nicht.
Ich bin bei Terminen am späteren Nachmittag auch toleranter, v.a.
dann, wenn die Assistentin bei meiner Ankunft sagt, daß es ein paar
Notfälle gegeben hätte.
--
Regards,
Jochen
Rainer Fonrobert
2015-02-01 20:06:31 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Rainer Fonrobert
Rainer - wann fing nur dieser Neidkomplex an? Und warum stellt man
dauernd falsche Behauptungen ungetruebt von jeder Sachkenntnis auf und
ist informationsresistent?
Also zumindest bei mir ist kein Neidkomplex vorhanden. Trotzdem darf
ich kritisieren, daß ich auf bestimmte Termine nicht nur lange,
sondern länger als Privatpatienten warten soll. Ist der Termin dann
da, läßt mich der Arzt (nicht jeder Arzt!) dann noch eine Stunde
warten. Beruflich würde ich mir das nie erlauben, schon weil das eine
Mißachtung dessen, mit dem ich den Termin habe, bedeuten würde.
Solche Dinge erlaube ich mir, zu kritisieren.
Du darfst Alles kritisieren, noch leben wir in einer Demokratie :-)
Ich würde Dir eine Einladung zu einer Hospitation in einer
frequentierten Arztpraxis wünschen. 2 Tage reichen.
Danach können wir gerne noch einmal über das Thema Termineinhaltung
diskutieren. Vorher bitte noch über Triage nachlesen.

Es gibt übrigens eine neue Bewegung unter den Ärzten und die macht mir
wirklich Sorgen: Heal yourself.
Sie hat richtig Zulauf und die Ärzte sind richtig wütend.

Rainer


---
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Dr. Joachim Neudert
2015-02-02 06:49:13 UTC
Permalink
Post by Rainer Fonrobert
Es gibt übrigens eine neue Bewegung unter den Ärzten und die macht mir
wirklich Sorgen: Heal yourself.
Sie hat richtig Zulauf und die Ärzte sind richtig wütend.
Hast Du Links oder Quellen dazu? Klingt interessant, aber eine
Google-Suche spuckt wahrscheinlich die falschen Ergebnisse aus

Gruß

Joachim
Rainer Fonrobert
2015-02-02 16:01:39 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Rainer Fonrobert
Es gibt übrigens eine neue Bewegung unter den Ärzten und die macht mir
wirklich Sorgen: Heal yourself.
Sie hat richtig Zulauf und die Ärzte sind richtig wütend.
Hast Du Links oder Quellen dazu? Klingt interessant, aber eine
Google-Suche spuckt wahrscheinlich die falschen Ergebnisse aus
Links etc. gibt es noch nicht. Spielt aber in Ärzteforen derzeit eine
imm grössere Rolle. Gröhe schafft das schon:-)
Meine beiden Ärzte sind jedenfalls nicht mehr bereit für eine
fragwürdige Zukunft in Deutschland zu bleiben. Zur Ausbildung waren sie
bereits in St.Gallen...Sie sollen wiederkommen, sagen die in der
Mehrzahl befindlichen deutschen Kollegen dort. Und von denen kommt
keiner zurück. Schade drum, es sind nicht die Schlechtesten gegangen...

Rainer


---
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Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-02 17:33:20 UTC
Permalink
Meine beiden Ärzte sind jedenfalls nicht mehr bereit für eine fragwürdige
Zukunft in Deutschland zu bleiben. Zur Ausbildung waren sie bereits in
St.Gallen...Sie sollen wiederkommen, sagen die in der Mehrzahl
befindlichen deutschen Kollegen dort. Und von denen kommt keiner zurück.
Schade drum, es sind nicht die Schlechtesten gegangen...
Das ist ein europäisches Ringelspiel - ich habe Samstag erst mit einer
ehemals Stuttgarter Ärztin gesprochen, die nunmehr in Zürich lebt und die
ebenfalls gemeint hat: ganz sicher nie wieder Deutschland, die berufliche
Situation in der Schweiz sei einfach viel besser.

Hierzulande sieht es ähnlich aus, allerdings ist das vorrangige Ziel ein
anderes: die meisten Medizinabsolventen gehen nach Deutschland (zu einem
guten Teil *zurück* nach Deutschland, weil sie zu Beginn des Studiums auch
von dort gekommen sind). Siehe beispielsweise
<http://kurier.at/politik/inland/a/54.010.578>.

Wo wir unsere Ärzte herbekommen, danach wird zur Zeit noch gesucht.

Servus,
Stefan
--
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Stefan - die listigste Bejahung der Poesie!
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Dr. Joachim Neudert
2015-02-02 17:41:17 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Wo wir unsere Ärzte herbekommen, danach wird zur Zeit noch gesucht.
Ukraine Polen Tschechien Usbekistan Aserbeidschan Kirgisien Rumänien.
Das übliche halt. Und dort fehlen sie dann. Und hier kann sich keiner
mehr mit dem Arzt in der Notaufnahme verständigen.
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara
2015-02-02 19:56:58 UTC
Permalink
Salve allerseits,
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Wo wir unsere Ärzte herbekommen, danach wird zur Zeit noch gesucht.
Ukraine Polen Tschechien Usbekistan Aserbeidschan Kirgisien Rumänien.
Das übliche halt. Und dort fehlen sie dann. Und hier kann sich keiner
mehr mit dem Arzt in der Notaufnahme verständigen.
Also auch nicht viel besser als jetzt! Als ich z.B. das letzte Mal in der
Notaufnahme war, textete mich ein Assistenzarzt nur mit seine Fachbegriffen
zu, dass ich fast gar nicht alles notieren konnte – danach habe ich googeln
müssen, um zu wissen, dass ich schlicht einen akuten Tennisarm hatte...

M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
Jochen Schmid
2015-02-02 14:48:41 UTC
Permalink
Post by Rainer Fonrobert
Ich würde Dir eine Einladung zu einer Hospitation in einer
frequentierten Arztpraxis wünschen. 2 Tage reichen.
Danach können wir gerne noch einmal über das Thema Termineinhaltung
diskutieren.
Du läßt durchblicken, daß auch Patienten Termine nicht einhalten? Ich
halte meine Termine, schon aus Achtung dem Anderen gegenüber, immer
ein. Kann ich es nicht, sage ich rechtzeitig ab. Ich dachte, das
gehört sich so?
Post by Rainer Fonrobert
Vorher bitte noch über Triage nachlesen.
Ja, kenne ich.
--
Regards,
Jochen
Rainer Fonrobert
2015-02-02 16:20:00 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Rainer Fonrobert
Ich würde Dir eine Einladung zu einer Hospitation in einer
frequentierten Arztpraxis wünschen. 2 Tage reichen.
Danach können wir gerne noch einmal über das Thema Termineinhaltung
diskutieren.
Du läßt durchblicken, daß auch Patienten Termine nicht einhalten? Ich
halte meine Termine, schon aus Achtung dem Anderen gegenüber, immer
ein. Kann ich es nicht, sage ich rechtzeitig ab. Ich dachte, das
gehört sich so?
Das ist nur die eine Seite. Auf der anderen Seite sind die Notfälle.
Echte Notfälle machen keinen Termin, sie kommen einfach. Natürlich hat
man in seiner Terminplanung am Tag Leerzeiten dafgür eingeplant, aber
manchmal reicht das halt nicht. daraus ergeben sich nun mal
Terminverschiebungen. Eine Arztpraxis ist nun mal keine Behörde. und
wenn dann noch ein externer Notfall dazukommt, kannst Du den Tag vergessen.
Aber wie sagt ONV: Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus dem
Wasserhahn und der Arzt hat zu erscheinen, wenn ich ihn rufe.
Basta.

Rainer

---
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Jochen Schmid
2015-02-03 19:10:59 UTC
Permalink
Post by Rainer Fonrobert
Das ist nur die eine Seite. Auf der anderen Seite sind die Notfälle.
Echte Notfälle machen keinen Termin, sie kommen einfach. Natürlich hat
man in seiner Terminplanung am Tag Leerzeiten dafgür eingeplant, aber
manchmal reicht das halt nicht. daraus ergeben sich nun mal
Terminverschiebungen.
Deshalb meinte ich ja, daß ich nachmittags eher Verständnis
aufbringe, da sich bis dahin Notfälle addiert haben können. Außerdem
wäre ich der Letzte, der sich aufregen würde, wenn die "Karbolmaus"
auf Wartezeiten wg. Notfällen hinweisen würde.
Post by Rainer Fonrobert
Aber wie sagt ONV: Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus dem
Wasserhahn und der Arzt hat zu erscheinen, wenn ich ihn rufe.
Basta.
Keine Ahnung, woher du dieses fatalistisch verschobene Weltbild hast.
--
Regards,
Jochen
Rainer Fonrobert
2015-02-03 20:48:05 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Rainer Fonrobert
Das ist nur die eine Seite. Auf der anderen Seite sind die Notfälle.
Echte Notfälle machen keinen Termin, sie kommen einfach. Natürlich hat
man in seiner Terminplanung am Tag Leerzeiten dafgür eingeplant, aber
manchmal reicht das halt nicht. daraus ergeben sich nun mal
Terminverschiebungen.
Deshalb meinte ich ja, daß ich nachmittags eher Verständnis
aufbringe, da sich bis dahin Notfälle addiert haben können. Außerdem
wäre ich der Letzte, der sich aufregen würde, wenn die "Karbolmaus"
auf Wartezeiten wg. Notfällen hinweisen würde.
Post by Rainer Fonrobert
Aber wie sagt ONV: Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus dem
Wasserhahn und der Arzt hat zu erscheinen, wenn ich ihn rufe.
Basta.
Keine Ahnung, woher du dieses fatalistisch verschobene Weltbild hast.
Vielleicht 40 Jahre im Beruf sowohl Klinik als auch Praxis als auch
beides in Personalunion? :-)
Und nun ohne früheres Netzwerk auf der Patientenseite. Da kann man schon
fatalistisch werden :-)

Rainer


Das Leben ist gefährlich und endet mit Sicherheit tödlich..

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Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-02 17:35:20 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Rainer Fonrobert
Ich würde Dir eine Einladung zu einer Hospitation in einer
frequentierten Arztpraxis wünschen. 2 Tage reichen. Danach können wir
gerne noch einmal über das Thema Termineinhaltung diskutieren.
Du läßt durchblicken, daß auch Patienten Termine nicht einhalten? Ich
halte meine Termine, schon aus Achtung dem Anderen gegenüber, immer ein.
Dito.

Ich entsinne mich an einen wirklich heissen, sonnigen Montag Vormittag bei
meiner Zahnärztin, wo ich der *einzige* Patient war, der nicht nur
pünktlicih, sondern überhaupt erschienen ist. Die gute Frau war zu Recht
einigermassen angepisst. Ob die anderen Patienten dafür irgendwelche
Sanktionen erleiden mussten, ist mir leider nicht bekannt.

Servus,
Stefan
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Stefan: Der infinite Hauch der Freiheit.
(Sloganizer)
Dr. Joachim Neudert
2015-02-02 17:44:05 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ich entsinne mich an einen wirklich heissen, sonnigen Montag Vormittag bei
meiner Zahnärztin, wo ich der *einzige* Patient war, der nicht nur
pünktlicih, sondern überhaupt erschienen ist. Die gute Frau war zu Recht
einigermassen angepisst. Ob die anderen Patienten dafür irgendwelche
Sanktionen erleiden mussten, ist mir leider nicht bekannt.
Servus,
Stefan
Wird immer wieder angedacht, wurde aber noch nie gemacht.
Wenn uns aber jetzt systematisch diese 4-Wochen Grenze aufgezwungen
wird, ist eine der Gegenmaßnahmen die die KVB andenkt auch ein Ersatz
für No-Shows, zu zahlen von der Kasse die sie reingepresst hat.

Besser wird es davon nicht werden.
Martin Gerdes
2015-02-03 23:00:08 UTC
Permalink
Ich entsinne mich an einen wirklich heissen, sonnigen Montagvormittag bei
meiner Zahnärztin, wo ich der *einzige* Patient war, der nicht nur
pünktlicih, sondern überhaupt erschienen ist. Die gute Frau war zu Recht
einigermassen angepisst. Ob die anderen Patienten dafür irgendwelche
Sanktionen erleiden mussten, ist mir leider nicht bekannt.
Patienten, die Termine nicht einhalten (bzw. sie 10 Minuten vorher
absagen), bekommen in vielen Praxen entweder keine oder keine regulären
Termine mehr. Manche Ärzte drohen mit einem Ausfallhonorar, das ist aber
nicht mit realistischem Aufwand durchzusetzen. Ich fände es angemessen,
wenn ein Arzt einen mäßigen Betrag -- sagen wir mal 50 Euro --
unproblematisch für einen zu kurzfristig abgesagten oder
sausengelassenen Termin berechnen dürfte.

Eine Chance auf Realisierung hat das natürlich nicht.

Umgekehrt stellt sich auch die Frage, wie die Forderung der Politik
"Facharzttermin binnen 4 Wochen" umgesetzt werden soll. Hier gibt es
natürlich eine sehr wirksame Sanktion der Bürokratie, nämlich Briefe
schreiben: Man deckt den betreffenden Arzt mit Formschreiben ein, die
auf den ersten Blick wie individuell formulierte Briefe aussehen, in
Wirklichkeit aber aus der Konserve kommen. Damit stiehlt man einem
Praktiker das knappste Gut, was er hat: seine Zeit.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-04 07:32:43 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ich entsinne mich an einen wirklich heissen, sonnigen
Montagvormittag bei meiner Zahnärztin, wo ich der *einzige*
Patient war, der nicht nur pünktlicih, sondern überhaupt
erschienen ist. Die gute Frau war zu Recht einigermassen
angepisst. Ob die anderen Patienten dafür irgendwelche
Sanktionen erleiden mussten, ist mir leider nicht bekannt.
Patienten, die Termine nicht einhalten (bzw. sie 10 Minuten vorher
absagen), bekommen in vielen Praxen entweder keine oder keine
regulären Termine mehr.
Ich könnte verstehen, wenn sie so handelt, dürfen tut sie das aber
als Vertragsärztin eigentlich nicht...

(Vermutlich würde es schon reichen, wenn die Kasse 20% des Honorars
dem Patienten verrechnet und dem Arzt gutschreibt - das wäre
wirksamer, als jede Drohung)
Post by Martin Gerdes
Ich fände es angemessen, wenn ein Arzt einen mäßigen Betrag --
sagen wir mal 50 Euro -- unproblematisch für einen zu kurzfristig
abgesagten oder sausengelassenen Termin berechnen dürfte.
Das läge dann eher in der Größenordnung von 100% des Honorars, ist
insofern also nicht unbedingt als "mäßig" zu bezeichnen :-)

Servus,
Stefan
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Rülpsen mit Stefan - prunkvoll werden mit Imperdinenz.
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Martin Gerdes
2015-02-04 21:00:58 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ich entsinne mich an einen wirklich heissen, sonnigen
Montagvormittag bei meiner Zahnärztin, wo ich der *einzige*
Patient war, der nicht nur pünktlicih, sondern überhaupt
erschienen ist. Die gute Frau war zu Recht einigermassen
angepisst. Ob die anderen Patienten dafür irgendwelche
Sanktionen erleiden mussten, ist mir leider nicht bekannt.
Patienten, die Termine nicht einhalten (bzw. sie 10 Minuten vorher
absagen), bekommen in vielen Praxen entweder keine oder keine
regulären Termine mehr.
Ich könnte verstehen, wenn sie so handelt, dürfen tut sie das aber
als Vertragsärztin eigentlich nicht ...
Quelle?
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
(Vermutlich würde es schon reichen, wenn die Kasse 20% des Honorars
dem Patienten verrechnet und dem Arzt gutschreibt - das wäre
wirksamer als jede Drohung)
Das mag schon sein, aber das wäre technisch nicht zu realisieren. Wie
sollte das gehen? Dazu müßte ein Arzt einen Patienten, der einen Termin
sausen läßt, bei seiner Krankenkasse melden. Das geht aber nicht wg.
Schweigepflicht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit solchen Patienten umzugehen,
beispielsweise gibt man ihnen Termine stets nur auf lange Sicht und/oder
stets nur parallel zur normalen Terminliste. Das heißt: Zukünftig
reserviert man für sie keine eigene Zeit mehr, sondern schiebt sie
dazwischen.

Manche Strategen wollen nicht die vier Wochen für einen normalen Termin
warten, die es in einer frequenten Praxis dauern kann. Also bringen sie
einem den normalen Tagesablauf durcheinander, indem sie Schmerzen
vorgeben, die sie in Wirklichkeit nicht haben. Sitzen sie dann auf dem
Stuhl, haben sie dann plötzlich keine Schmerzen mehr (und da ist auch
nichts, was eventuell mal Schmerzen hätte verursachen können). Also
bitten sie einen um die übliche Durchsicht, wo sie jetzt schon einmal da
sind.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Ich fände es angemessen, wenn ein Arzt einen mäßigen Betrag --
sagen wir mal 50 Euro -- unproblematisch für einen zu kurzfristig
abgesagten oder sausengelassenen Termin berechnen dürfte.
Das läge dann eher in der Größenordnung von 100% des Honorars, ist
insofern also nicht unbedingt als "mäßig" zu bezeichnen :-)
Das ist das Ausfallhonorar für etwa eine Viertelstunde.

Es kann sehr wohl sein, daß man für größere Behandlungen für einen
Patienten zwei Stunden vorsieht und -- weil man mit der geplanten Arbeit
genug zu tun hat -- auch nichts parallel dazu einbestellt. Wenn ein
solcherart eingeplanter Patient 10 Minuten vor seinem Termin absagt,
kann man die plötzlich freigewordene Arbeitszeit nicht sinnvoll
anderswie einsetzen.

Mahnwesen ist aufwendig, und das Teuerste in jeder Praxis ist die Zeit
des Inhabers. Willst Du ihn angreifen, forderst Du eine Stellungnahme,
die er nicht delegieren kann, sondern selber machen muß.
Zusatzversicherungen arbeiten gern nach dem Muster: Die schicken Dir
einen zehnseitigen Fragebogen mit 50 Fragen und schreiben dann, Du
könntest ihnen für das Ausfüllen desselben eine Rechnung über 17,42 Euro
schicken. Toll! Das gibt einen bombastischen Stundenlohn.
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-05 11:40:57 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Patienten, die Termine nicht einhalten (bzw. sie 10 Minuten
vorher absagen), bekommen in vielen Praxen entweder keine oder
keine regulären Termine mehr.
Ich könnte verstehen, wenn sie so handelt, dürfen tut sie das
aber als Vertragsärztin eigentlich nicht ...
Quelle?
<http://cms.arztnoe.at/cms/beitrag/1000659/249106>, Gesamtvertrag
auf Seite 10:

| §9
| (1) Die Behandlungspflicht in der Ordination besteht gegenüber allen
| Anspruchsberechtigten, die den Arzt für Allgemeinmedizin bzw. den
| Vertragsfacharzt aufsuchen. [...]

Allenfalls könnte man noch kommen mit:

§18
| Der Vertragsarzt ist berechtigt, in begründeten Fällen die
| Behandlung eines Anspruchsberechtigten abzulehnen. Er hat auf
| Verlangen der SVA dieser den Grund der Ablehnung mitzuteilen.

Die allgemeine Lebenserfahrung sagt, dass man so etwas besser nur in
Extremfällen tut.
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
(Vermutlich würde es schon reichen, wenn die Kasse 20% des
Honorars dem Patienten verrechnet und dem Arzt gutschreibt - das
wäre wirksamer als jede Drohung)
Das mag schon sein, aber das wäre technisch nicht zu realisieren.
Wie sollte das gehen? Dazu müßte ein Arzt einen Patienten, der
einen Termin sausen läßt, bei seiner Krankenkasse melden. Das geht
aber nicht wg. Schweigepflicht.
Ich glaube zwar nicht, dass die ärztliche Schweigepflicht auch das
unentschuldigte Fernbleiben eines Patienten umfasst (ich meine: die
Tatsache, dass der Patient *erscheint* ist weitaus bedeutsamer und
darf schliesslich auch gemeldet werden). Das größere Problem ist:
wer hat sich eine hieb- und stichfest nachweisbare
Terminvereinbarung mit seinen Patienten bzw. möchte sich das antun?
Post by Martin Gerdes
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit solchen Patienten
umzugehen, beispielsweise gibt man ihnen Termine stets nur auf
lange Sicht und/oder stets nur parallel zur normalen Terminliste.
Das ist sicherlich eine Möglichkeit.
Post by Martin Gerdes
Also bringen sie einem den normalen Tagesablauf durcheinander,
indem sie Schmerzen vorgeben, die sie in Wirklichkeit nicht haben.
Sitzen sie dann auf dem Stuhl, haben sie dann plötzlich keine
Schmerzen mehr
Gerade bei Zahnärzten passiert das angeblich recht häufig (und ich
habe das selbst schon einmal erlebt)...
Post by Martin Gerdes
Also bitten sie einen um die übliche Durchsicht, wo sie jetzt
schon einmal da sind.
Ich wollte eigentlich am liebsten sofort wieder heimgehen. Die
Ärztin hat dann gemeint, wo ich doch endlich wieder einmal da bin...
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Ich fände es angemessen, wenn ein Arzt einen mäßigen Betrag --
sagen wir mal 50 Euro -- unproblematisch für einen zu
kurzfristig abgesagten oder sausengelassenen Termin berechnen
dürfte.
Das läge dann eher in der Größenordnung von 100% des Honorars,
ist insofern also nicht unbedingt als "mäßig" zu bezeichnen :-)
Das ist das Ausfallhonorar für etwa eine Viertelstunde.
Ich schrieb ja bereits etwas über die (Kassen-!) Honrare für normale
Ordinationen. Mehr als das kann man einem nicht erschienen Patienten
dann auch wieder nicht verrechnen.

Servus,
Stefan
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Der glanzvolle Liebhaber will Stefan. Kann das Suende sein?
(Sloganizer)
Martin Gerdes
2015-02-06 15:00:08 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Patienten, die Termine nicht einhalten (bzw. sie 10 Minuten
vorher absagen), bekommen in vielen Praxen entweder keine oder
keine regulären Termine mehr.
Ich könnte verstehen, wenn sie so handelt, dürfen tut sie das
aber als Vertragsärztin eigentlich nicht ...
Quelle?
<http://cms.arztnoe.at/cms/beitrag/1000659/249106>, Gesamtvertrag
| §9
| (1) Die Behandlungspflicht in der Ordination besteht gegenüber allen
| Anspruchsberechtigten
§18
| Der Vertragsarzt ist berechtigt, in begründeten Fällen die
| Behandlung eines Anspruchsberechtigten abzulehnen. Er hat auf
| Verlangen der SVA dieser den Grund der Ablehnung mitzuteilen.
Die allgemeine Lebenserfahrung sagt, dass man so etwas besser nur in
Extremfällen tut.
Das ja, in Einzelfällen ist es dennoch nötig.

Eine subtile Ablehnung (sprich: Terminangebot erst in vier Wochen und
dann um 2 einbestellen und erst um 4 drannehmen) kann man auf diese
Weise nicht unterbinden.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
(Vermutlich würde es schon reichen, wenn die Kasse 20% des
Honorars dem Patienten verrechnet und dem Arzt gutschreibt - das
wäre wirksamer als jede Drohung)
Das mag schon sein, aber das wäre technisch nicht zu realisieren.
Wie sollte das gehen? Dazu müßte ein Arzt einen Patienten, der
einen Termin sausen läßt, bei seiner Krankenkasse melden. Das geht
aber nicht wg. Schweigepflicht.
Ich glaube zwar nicht, dass die ärztliche Schweigepflicht auch das
unentschuldigte Fernbleiben eines Patienten umfasst
Diesen Glauben solltest Du gelegentlich mal readjustieren. :-)
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
(ich meine: die Tatsache, dass der Patient *erscheint* ist weitaus
bedeutsamer und darf schliesslich auch gemeldet werden).
Eindeutig nein.

Die Krankenkasse weiß auf offiziellem Weg überhaupt nicht, in welcher
Praxis ein Patient behandelt wird, auch das unterliegt der
Schweigepflicht.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Das größere Problem ist: wer hat sich eine hieb- und stichfest
nachweisbare Terminvereinbarung mit seinen Patienten bzw. möchte
sich das antun?
Das auch, das ist von obigem aber unabhängig.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit solchen Patienten
umzugehen, beispielsweise gibt man ihnen Termine stets nur auf
lange Sicht und/oder stets nur parallel zur normalen Terminliste.
Das ist sicherlich eine Möglichkeit.
Post by Martin Gerdes
Also bringen sie einem den normalen Tagesablauf durcheinander,
indem sie Schmerzen vorgeben, die sie in Wirklichkeit nicht haben.
Sitzen sie dann auf dem Stuhl, haben sie dann plötzlich keine
Schmerzen mehr
Gerade bei Zahnärzten passiert das angeblich recht häufig (und ich
habe das selbst schon einmal erlebt)...
Post by Martin Gerdes
Also bitten sie einen um die übliche Durchsicht, wo sie jetzt
schon einmal da sind.
Ich wollte eigentlich am liebsten sofort wieder heimgehen. Die
Ärztin hat dann gemeint, wo ich doch endlich wieder einmal da bin...
Pappenheimer sind leicht zu identifizieren. Simulieren ist so einfach
nicht, wie mancher denkt. Wenn ein normaler Patient kommt, dann hat der
was, sonst käme der nicht. Aber ein normaler Patient holt sich
normalerweise auch einen normalen Termin und drückt nicht partout in
einen vollbestellten Tag noch hinein.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Ich fände es angemessen, wenn ein Arzt einen mäßigen Betrag --
sagen wir mal 50 Euro -- unproblematisch für einen zu
kurzfristig abgesagten oder sausengelassenen Termin berechnen
dürfte.
Das läge dann eher in der Größenordnung von 100% des Honorars,
ist insofern also nicht unbedingt als "mäßig" zu bezeichnen :-)
Das ist das Ausfallhonorar für etwa eine Viertelstunde.
Ich schrieb ja bereits etwas über die (Kassen-!) Honorare für normale
Ordinationen. Mehr als das kann man einem nicht erschienen Patienten
dann auch wieder nicht verrechnen.
Es hat hierzulande vor einigen Jahren mal eine Erhebung gegeben (genauer
deren zwei), bei der parallel, aber voneinander unabhängig die
Krankenkassen und die Bundeszahnärztekammer (WIMRE) berechnete, welchen
Umsatz eine durchschnittliche Zahnarztpraxis für einen ordentlichen
Betrieb und einen angemessenen Unternehmerlohn machen müsse. Für mich
höchst erstaunlich war, daß die Ergebnisse der beiden Untersuchungen
keine 10% auseinander laden (bei etwa 3,50 Euro pro Minute, entsprechend
um 200 Euro die Stunde).

50 Euro für eine Viertelstunde kommt von der Größenordnung schon hin.

20 Euro lassen sich mit realistischem Aufwand kaum einheben (Druck,
Umschlag, Zeitbedarf fürs Rechnungdrucken, Briefmarke, Kontoüberwachung,
Postengebühr, ggf. Mahnwesen).
Diedrich Ehlerding
2015-02-06 16:33:18 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Die Krankenkasse weiß auf offiziellem Weg überhaupt nicht, in welcher
Praxis ein Patient behandelt wird, auch das unterliegt der
Schweigepflicht.
Spätestens im Falle einer Arbeitsunfähigkeit bekommt sie das doch mit.

Diedrich
--
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Stefan+ (Stefan Froehlich)
2015-02-06 18:26:49 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Patienten, die Termine nicht einhalten (bzw. sie 10 Minuten
vorher absagen), bekommen in vielen Praxen entweder keine oder
keine regulären Termine mehr.
Ich könnte verstehen, wenn sie so handelt, dürfen tut sie das aber
als Vertragsärztin eigentlich nicht ...
§18
| Der Vertragsarzt ist berechtigt, in begründeten Fällen die
| Behandlung eines Anspruchsberechtigten abzulehnen. Er hat auf
| Verlangen der SVA dieser den Grund der Ablehnung mitzuteilen.
Die allgemeine Lebenserfahrung sagt, dass man so etwas besser nur in
Extremfällen tut.
Das ja, in Einzelfällen ist es dennoch nötig.
An dem Tag hatten vier von fünf Patienten abgesagt. Keine Ahnung, was
eine Krankenkasse dem Arzt erzählt, der dort solches zu Gehör bringt.
Wenn man Lust am Aufmischen von Bürokratie hat, könnte es eventuell
spannend sein.
Post by Martin Gerdes
Eine subtile Ablehnung (sprich: Terminangebot erst in vier Wochen
und dann um 2 einbestellen und erst um 4 drannehmen) kann man auf
diese Weise nicht unterbinden.
Klar, aber das ist etwas anderes als "kein Termin mehr". Und man hat
ein kleines Restrisiko: wenn der lästige Patient *wirklich* lästig
ist, dann merkt der die plötzliche Verschlechterung der Servicelage,
lässt jemand anderen parallel einen Termin ausmachen und beschwert
sich dann seinerseits über den Arzt.
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Ich glaube zwar nicht, dass die ärztliche Schweigepflicht auch
das unentschuldigte Fernbleiben eines Patienten umfasst
Diesen Glauben solltest Du gelegentlich mal readjustieren. :-)
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
(ich meine: die Tatsache, dass der Patient *erscheint* ist
weitaus bedeutsamer und darf schliesslich auch gemeldet werden).
Eindeutig nein.
Die Krankenkasse weiß auf offiziellem Weg überhaupt nicht, in
welcher Praxis ein Patient behandelt wird, auch das unterliegt der
Schweigepflicht.
Öhm.

Meine Krankenkasse schickt mir - sofern ich ärztliche Leistungen in
Anspruch genommen habe - 1x im Quartal eine Aufstellung, wo genau
steht, welcher Arzt wieviel Geld bekommen hat. Alleine die Existenz
dieses Schreibens setzt voraus, dass bekannt ist, wann und wo ich
ärztliche Hilfe benötigt habe (bloss die Diagnose nicht).

Angesichts dessen sähe ich kein datenrechtliches Problem, wenn man
diese Information nicht erst mit dem Besuch, sondern bereits mit der
Terminvereinbarung übermittelt (und natürlich ggf. danach
entsprechend ergänzt, die zu erbringenden Leistungen sind ja im
voraus nicht zwingend bekannt).
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Das größere Problem ist: wer hat sich eine hieb- und stichfest
nachweisbare Terminvereinbarung mit seinen Patienten bzw. möchte
sich das antun?
Das auch, das ist von obigem aber unabhängig.
Unabhängig schon, aber IMHO schwieriger auszuräumen.
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Ich fände es angemessen, wenn ein Arzt einen mäßigen Betrag
-- sagen wir mal 50 Euro -- unproblematisch für einen zu
kurzfristig abgesagten oder sausengelassenen Termin berechnen
dürfte.
Das läge dann eher in der Größenordnung von 100% des Honorars,
ist insofern also nicht unbedingt als "mäßig" zu bezeichnen :-)
Ich schrieb ja bereits etwas über die (Kassen-!) Honorare für normale
Ordinationen. Mehr als das kann man einem nicht erschienen Patienten
dann auch wieder nicht verrechnen.
Es hat hierzulande vor einigen Jahren mal eine Erhebung gegeben
[die] berechnete, welchen Umsatz eine durchschnittliche
Zahnarztpraxis für einen ordentlichen Betrieb und einen
angemessenen Unternehmerlohn machen müsse. [...]
etwa 3,50 Euro pro Minute, entsprechend um 200 Euro die Stunde
50 Euro für eine Viertelstunde kommt von der Größenordnung schon hin.
Ich habe daran gar keinen Zweifel. Dennoch bekommt, wenn ich nicht
irgendetwas gravierendes übersehen habe, meine Zahnärztin für eine
normale Ordination (d.h. eine Kontrolle ohne weitere Massnahmen)
rund 25,20 Euro ("Erste Ordination erforderlichenfalls
einschliesslich eingehender Untersuchung durch den Facharzt").

Typischerweise darf's dann noch ein bisserl mehr sein, man bekommt
also ein Zahnröntgen mit dazu in den Warenkorb - damit kann das
Honorar ein bisschen aufgepeppt werden.

Aber prinzipiell ist das erst einmal so, wie es ist - für 200 Euro
pro Stunde wären das 7 Minuten pro Patient, das wird schwierig.
Vermutlich greift halt auch hier wieder einmal eine
Mischkalkulation... auch Kassenpatienten benötigen bzw. wollen beim
Zahnarzt sehr schnell Sonderleistungen, und da sieht die
Verdienstspanne sicherlich besser aus.

Servus,
Stefan
--
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Stefan, mit dem schwarzen Merkmal der Freundschaft.
(Sloganizer)
Martin Gerdes
2015-02-07 00:00:03 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
An dem Tag hatten vier von fünf Patienten abgesagt. Keine Ahnung, was
eine Krankenkasse dem Arzt erzählt, der dort solches zu Gehör bringt.
Nichts, denn er bringt das dort nicht zu Gehör. Wozu sollte er?
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Wenn man Lust am Aufmischen von Bürokratie hat, könnte es eventuell
spannend sein.
Das fällt aber aus wegen "ist nicht".
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Eine subtile Ablehnung (sprich: Terminangebot erst in vier Wochen
und dann um 2 einbestellen und erst um 4 drannehmen) kann man auf
diese Weise nicht unterbinden.
Klar, aber das ist etwas anderes als "kein Termin mehr". Und man hat
ein kleines Restrisiko: wenn der lästige Patient *wirklich* lästig
ist, dann merkt der die plötzliche Verschlechterung der Servicelage,
lässt jemand anderen parallel einen Termin ausmachen und beschwert
sich dann seinerseits über den Arzt.
Je nu. Und?
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Die Krankenkasse weiß auf offiziellem Weg überhaupt nicht, in
welcher Praxis ein Patient behandelt wird, auch das unterliegt der
Schweigepflicht.
Öhm.
Meine Krankenkasse schickt mir - sofern ich ärztliche Leistungen in
Anspruch genommen habe - 1x im Quartal eine Aufstellung, wo genau
steht, welcher Arzt wieviel Geld bekommen hat.
Ich berichte von Verhältnissen im deutschen Kassensystem, Du von
Verhältnissen im österreichischen Kassensystem. Das mag nicht immer
deckungsgleich sein.
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Alleine die Existenz dieses Schreibens setzt voraus, dass bekannt ist,
wann und wo ich ärztliche Hilfe benötigt habe (bloss die Diagnose nicht).
Die Diagnose erschließt sich in der Regel aus den durchgeführten
Maßnahmen und den verordneten Rezepten. Daher weiß in Deutschland
eine PKV über den Gesundheitszustand des Patienten detailliert Bescheid,
denn sie hat seine Rechnungen vorliegen. Eine GKV hat das nicht und hat
somit diese Kenntnis in der Regel nicht (Wenn es nicht um individuell
genehmigte Leistungen geht wie etwa eine Kur).
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
Ich fände es angemessen, wenn ein Arzt einen mäßigen Betrag
-- sagen wir mal 50 Euro -- unproblematisch für einen zu
kurzfristig abgesagten oder sausengelassenen Termin berechnen
dürfte.
Das läge dann eher in der Größenordnung von 100% des Honorars,
ist insofern also nicht unbedingt als "mäßig" zu bezeichnen :-)
Na und? Was wird an Ausfalleistung fällig, wenn man einen Pauschalurlaub
am Vortag der Abreise absagen will oder zum Abflug nicht erscheint?
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Post by Martin Gerdes
50 Euro für eine Viertelstunde kommt von der Größenordnung schon hin.
Ich habe daran gar keinen Zweifel. Dennoch bekommt, wenn ich nicht
irgendetwas Gravierendes übersehen habe, meine Zahnärztin für eine
normale Ordination rund 25,20 Euro ("Erste Ordination erforderlichenfalls
einschliesslich eingehender Untersuchung durch den Facharzt").
pro Stunde wären das 7 Minuten pro Patient, das wird schwierig.
Warum? Einen normalen Zahnbefund hat man in 7 Minuten sicherlich
aufgenommen.

Kommen wir an dieser Stelle noch weiter?
Mathias Böwe
2015-02-05 19:48:13 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Patienten, die Termine nicht einhalten (bzw. sie 10 Minuten vorher
absagen), bekommen in vielen Praxen entweder keine oder keine regulären
Termine mehr.
So ein Verhalten ist auch einfach Schei*e - wobei ich zugeben muß,
selbat auch schon einmal so gehandelt zu haben. Ich rief erst einen Tag
nach dem Termin aus dem Krankenhaus[1] an, weil ich erst dann wieder
leidlich beieinander war, obwohl die ca. zehn Frakturen teilweise etwas
unkommod waren. Und weil ich beim Ersatztermin kurz darauf immer noch
ziemlich verbeult aussah, war mir das Verständnis ebenso wie das Mitleid
sicher.

Ein anderes Mal bekam ich einen Anruf vom Empfang meiner Firma, wo
zunehmend angesäuerte Mitarbeiter eines Unternehmens, die extra 400 km
gefahren sind, vergeblich einen Kollegen erreichen wollten. Also bin ich
eingesprungen, und bei der Begrüßung waren die Gäste noch ziemlich
stinkig, daß man sie kommentarlos versetzt hätte. Zum Glück wußte ich,
daß es in der Familie des Kollegen in der Nacht zuvor einen Trauerfall
gegeben hat - mit dieser Information war jeglicher Groll augenblicklich
vorbei, denn daß man in einer solchen Situation vergessen kann, daß man
für den nächsten Tag eine Delegation eines Geschäftspartners bestellt
hat, das halte ich für menschlich. Die Besucher ebenfalls.

IOW: Es *kann* gute Gründe geben, einen Termin auch ganz ohne Absage
platzen zu lassen. In den meisten Fällen sind diese aber nicht gegeben.

Mathias

[1] Wohin mich die Rettungssanitäter nach dem nächtlichen Unfall am Tag
vor dem Arzttermin gekarrt hatten - wesentliche Erinnerungen an diesen
Trip habe ich allerdings nicht.
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Lothar Frings
2015-02-05 19:57:17 UTC
Permalink
Post by Mathias Böwe
So ein Verhalten ist auch einfach Schei*e - wobei ich zugeben muß,
selbat auch schon einmal so gehandelt zu haben. Ich rief erst einen Tag
nach dem Termin aus dem Krankenhaus[1] an, weil ich erst dann wieder
leidlich beieinander war, obwohl die ca. zehn Frakturen teilweise etwas
unkommod waren.
Bei einem anderen Arzt zwei Stunden zu spät gekommen?
Mathias Böwe
2015-02-05 20:07:45 UTC
Permalink
Post by Lothar Frings
Post by Mathias Böwe
So ein Verhalten ist auch einfach Schei*e - wobei ich zugeben muß,
selbat auch schon einmal so gehandelt zu haben. Ich rief erst einen Tag
nach dem Termin aus dem Krankenhaus[1] an, weil ich erst dann wieder
leidlich beieinander war, obwohl die ca. zehn Frakturen teilweise etwas
unkommod waren.
Bei einem anderen Arzt zwei Stunden zu spät gekommen?
Nee, nur am Vorabend einen Unfall gehabt. Glatteis, den Rest hat die
Schwerkraft erledigt. Also nicht einmal Fremdeinwirkung, wenn man Newton
mal außer acht läßt.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Mathias Böwe
2015-02-02 20:52:29 UTC
Permalink
Post by Rainer Fonrobert
Danach können wir gerne noch einmal über das Thema Termineinhaltung
diskutieren. Vorher bitte noch über Triage nachlesen.
Es ist (auch!) eine Frage, wie seitens des Arztes mit den Terminen
umgegangen wird. Daß Npotfälle Vorrang genießen, darüber braucht man
wohl nicht zu diskutieren. Und daß es im Laufe des Tages zu
Verschiebungen kommt, weil manche Konsultation nicht auf die Minute
genau beendet ist - geschenkt. Aber es gab in meiner Vergangenheit auch
einen Hausarzt, der *jeden* Patienten für 8 Uhr morgens bestellt hat.
Genau ein einziger von denen kam pünktlich dran... Daß hier die
Patienten leicht angesäuert waren, dürfte nicht völlig überraschen.
Andererseits gibt es Ärzte, bei denen ich eigentlich nie länger als 15
Minuten warten mußte. Das empfinde ich quasi als Punktlandung.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Dr. Joachim Neudert
2015-02-02 20:56:08 UTC
Permalink
Post by Mathias Böwe
Andererseits gibt es Ärzte, bei denen ich eigentlich nie länger als 15
Minuten warten mußte. Das empfinde ich quasi als Punktlandung.
Hattest Du dabei jemals das Gefühl, dieser Arzt zieht einfach immer nur
sein Standardprogramm durch, gut eingeübt und vollständig abrechenbar,
egal was Du ihm vorher erzählst und worüber Du Dir Sorgen machst?

Nicht?

Könnte aber so sein...


Gruß

Joachim
Dr. Joachim Neudert
2015-02-03 06:32:45 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Post by Mathias Böwe
Andererseits gibt es Ärzte, bei denen ich eigentlich nie länger als 15
Minuten warten mußte. Das empfinde ich quasi als Punktlandung.
Hattest Du dabei jemals das Gefühl, dieser Arzt zieht einfach immer nur
sein Standardprogramm durch, gut eingeübt und vollständig abrechenbar,
egal was Du ihm vorher erzählst und worüber Du Dir Sorgen machst?
Bei der weit überwiegenden Mehrzahl der Konsultationen schon. Das lag
vermutlich auch daran, daß es sich dann um irgendwelcxhe Wehwehchen
handelte, die im Grunde nur oder überwiegend symptomatisch zu lindern
sind und ansonsten das Immumsystem, unterstützt durch Bettruhe, den
kleinen Biestern schon ganz allein den Garaus machen würde.
Post by Dr. Joachim Neudert
Nicht?
Könnte aber so sein...
OK, ein Hausarzt kann es schlechter planen. Aber gerade Facharzt-Medizin
hat da gefährliche Tendenzen, in die immer gleiche Routine abzurutschen.

Einem Arzt der alle Termine auf 15 Minuten genau einhält, würde ich eine
Gefahr zu großer Routine und Standardisierung aller Abläufe unterstellen.



Wenn aber ein anderer Arzt *alle* Terminpatienten für morgens
acht Uhr bestellt, dann empfinde ich das gelinde gesagt als
Unverschämtheit.
Ein Arzt, der alle Leute um 8 Uhr einbestellt und dann den Vormittag
über den Haufen abarbeitet, scheint aber gar nichts von Organisation zu
halten, dem sind die Leute offenbar egal.

Irgendwo in der Mitte wird wohl die Wahrheit sein.
Wolfgang Kynast
2015-02-03 09:49:53 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Wenn aber ein anderer Arzt *alle* Terminpatienten für morgens
acht Uhr bestellt, dann empfinde ich das gelinde gesagt als
Unverschämtheit.
Ein Arzt, der alle Leute um 8 Uhr einbestellt und dann den Vormittag
über den Haufen abarbeitet, scheint aber gar nichts von Organisation zu
halten, dem sind die Leute offenbar egal.
Irgendwo in der Mitte wird wohl die Wahrheit sein.
Damals[tm], gegen Ende meines Studiums, arbeitete ich schon als Hiwi
an einem großen Forschungszentrum. Eines Tages stellte mir mein Chef
zwei junge Medizinstudenten vor und bat mich, denen bei einem
IT-Problem zu helfen. Die Aufgabe war die Simulation von Wartezimmern:

- Patienten einbestellen
- um 8 Uhr
- um 8 und um 10 Uhr
- von 8-11 Uhr stündlich
- von 8-11:30 Uhr halbstündlich
- von 8-11:45 Uhr viertelstündlich

- Die Bearbeitungszeit pro Patient sollte in einem gegebenen Bereich
zufällig schwanken.

- Gesucht waren Grafiken
- der Warteraumbelegung
- der durchschnittlichen Wartezeiten der Patienten

Randbedingung: die Ärzte durften garnienicht warten müssen.

Soweit kein Problem: Progrämmchen geschrieben, das die gewünschten
Daten generierte und diese dann geplottet (für die nichtgeriatrischen
Insassen: ein Plotter ist so ein Gerät, das einen Stift auf einem
Blatt Papier bewegt. Würde man statt des Stiftes ein Skalpell
montieren, könnte man damit auch einfache OPs ausführen ;-) )

Nach etwa einem halben Jahr kamen die beiden nochmal an, um sich zu
bedanken und mir ein Exemplar ihrer Arbeit zu geben: etwa 30 Seiten
Text und 80 Seiten der von mir erstellten Daten und Grafiken!

ES WAR EINE DOKTORARBEIT FÜR ZWEI MEDIZINER!
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Marc Stibane
2015-02-03 18:49:55 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
ES WAR EINE DOKTORARBEIT FÜR ZWEI MEDIZINER!
Ist bekannt. Ich meine das Niveau von med. Doktorarbeiten.
Mein Bruder hat Wirtschaftsmathematik studiert, und während seine
Studiums (Anfang 90er Jahre) den PC-Pool der Uni betreut. Damals war es
noch nicht üblich dass Studenten selber sowas Teures besaßen.

Jedenfalls waren eben (angehende) Mathematiker und Mediziner unter den
Usern - und mein Bruder meinte damals schon dass oft Vordiplomarbeiten
Ersterer niveauvoller waren als manche Doktorarbeiten Letzterer,
insbesondere wenn einfach nur Statistiken ausgewertet wurden.
--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?
Mathias Böwe
2015-02-03 19:28:02 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
Nach etwa einem halben Jahr kamen die beiden nochmal an, um sich zu
bedanken und mir ein Exemplar ihrer Arbeit zu geben: etwa 30 Seiten
Text und 80 Seiten der von mir erstellten Daten und Grafiken!
ES WAR EINE DOKTORARBEIT FÜR ZWEI MEDIZINER!
Da irrst Du. Das war keine Doktorarbeit, sondern eine
Onkel-Doktor-Arbeit. Neben der wenigstens im Ansatz ein medizinisches
Thema behandelnden Dissertation des Herrn Dr. Michael Alschibaja
Theimuras über Morbus Kobold sind zwei Klassiker diese:

<http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=2514879>
<http://www.zvab.com/Ärzten-benannte-Krater-erdabgewandten-Mondes-Dissertation/204635161/buch>

Ja, ich weiß, daß es auch in der Medizin Leute gibt, die sich einen
Doktortitel er*arbeit*en. Auch und gerade diese sollten, zusammen mit
der sonstigen Akademikerzunft, sich dafür einsetzen, daß entweder solche
lächerlichen Pamphlete, die woanders nicht einmal als schulische
Hausarbeit durchgehen würden, akzeptiert würden oder alternativ der Dr.
med. generell durch "Onkel Doktor" ersetzt wird. Nein, ohne
Genderschwachsinn, es heißt dann ggf. "Frau Onkel Doktor
Hallmackenreuther".

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Mathias Böwe
2015-02-03 19:32:35 UTC
Permalink
Post by Mathias Böwe
Ja, ich weiß, daß es auch in der Medizin Leute gibt, die sich einen
Doktortitel er*arbeit*en. Auch und gerade diese sollten, zusammen mit
der sonstigen Akademikerzunft, sich dafür einsetzen, daß entweder solche
lächerlichen Pamphlete, die woanders nicht einmal als schulische
Hausarbeit durchgehen würden, akzeptiert würden oder alternativ der Dr.
^"nicht mehr" bitte ergänzen
Post by Mathias Böwe
med. generell durch "Onkel Doktor" ersetzt wird.
Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Jochen Schmid
2015-02-03 19:23:59 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
- Patienten einbestellen
- um 8 Uhr
- um 8 und um 10 Uhr
- von 8-11 Uhr stündlich
- von 8-11:30 Uhr halbstündlich
- von 8-11:45 Uhr viertelstündlich
- Die Bearbeitungszeit pro Patient sollte in einem gegebenen Bereich
zufällig schwanken.
- Gesucht waren Grafiken
- der Warteraumbelegung
- der durchschnittlichen Wartezeiten der Patienten
Randbedingung: die Ärzte durften garnienicht warten müssen.
(...)
ES WAR EINE DOKTORARBEIT FÜR ZWEI MEDIZINER!
So ähnlich (anderes Thema) hat mir das ein desillusionierter Mediziner
auch schon mal erzählt. :-))
--
Regards,
Jochen
Ruediger Lahl
2015-02-03 19:47:01 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Kynast
Nach etwa einem halben Jahr kamen die beiden nochmal an, um sich zu
bedanken und mir ein Exemplar ihrer Arbeit zu geben: etwa 30 Seiten
Text und 80 Seiten der von mir erstellten Daten und Grafiken!
ES WAR EINE DOKTORARBEIT FÜR ZWEI MEDIZINER!
Medizin konnten sie ja schon. Buchhaltung lernt man auch nicht in der
Ausbildung zum Handwerker, sondern erst in der Ausbildung zum Meister.
--
bis denne
Martin Gerdes
2015-02-04 21:00:56 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Einem Arzt der alle Termine auf 15 Minuten genau einhält, würde ich eine
Gefahr zu großer Routine und Standardisierung aller Abläufe unterstellen.
Ein Arzt, der nicht wenigstens ungefähr den durchschnittlichen
Zeitbedarf pro Patient abschätzen kann, sollte mal über Planung
nachdenken.
Der große Medizinfachmann spricht (oder: der Blinde spricht von der
Farbe).
Mathias Böwe
2015-02-04 22:00:09 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Ein Arzt, der nicht wenigstens ungefähr den durchschnittlichen
Zeitbedarf pro Patient abschätzen kann, sollte mal über Planung
nachdenken.
Der große Medizinfachmann spricht (oder: der Blinde spricht von der
Farbe).
Wie kommst Du zu dieser Bewertung? Wenn in X Stunden Praxisöffnungszeit
Y Patienten verarztet werden, dann lassen sich diese beiden Größen auch
ohne allzu tiefgreifende Kenntnisse der Medizin erfassen. Das kann man
nur für verschiedene Tage wiederholen und man erhält als Ergebnis eine
durchschnittliche Konsultationsdauer mit einer bestimmten
Standardabweichung. Ich bin kein Mediziner, traue mir aber zu, diese
Größen zu ermitteln.

Daß natürlich die Vorhersagbarkeit mit wachsender Standardabweichung den
Bach runtergeht, ist ein anderes Thema, und ein Facharzt hat u. U.
deutlich andere Arten von Patientenbetüddelung als der Hausarzt, aber
auch da dürfte es gewisse Erfahrungswerte geben. Bei meinen Zahnärzten
hat das beispielsweise stets gut geklappt mit deren Prognose. Notfälle
sind eh stochastisch gestreut und deshalb schlecht kalkulierbar, aber
bei terminierten Besuchen weiß man schon vorher, ob eine Grundsanierung
mit mehreren Implantaten ansteht oder eine Routinekontrolle.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Dr. Joachim Neudert
2015-02-05 10:07:10 UTC
Permalink
Hallo Martin!
Es ging um Termineinhaltung in einer Arztpraxis, die in den Augen meines
Vorredners doch eigentlich problemlos möglich sein müßte. Sie ist es
nicht. Ein Tag ohne Unwägbarkeiten, der einfach nur so nach Plan
abläuft, ist selten. Der Praxisalltag bietet etliche überraschende
Aspekte, die man von außen nicht erkennt, die den internen Zeitablauf
aber nachhaltig beeinflussen. Klar versucht man, die Zeit einzuhalten,
schon seiner selbst willen, weil das Streß spart. Der einzelne Patient
merkt nur die Verzögerung seines Termins, der Doktor nimmt die Bugwelle
"zu spät" über den ganzen Tag mit. Ein durchschlagendes Patentrezept
dagegen gibts aber leider nicht :-(
Kurz gefasst: Genau so ist es.
Jochen Schmid
2015-02-05 13:58:23 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Kurz gefasst: Genau so ist es.
Er schrieb irgendwas. Er scheint aber weder lesen noch rechnen zu
können. Scoring: -500 + -9499 macht? Nee Martin, Laß' mal.
--
Regards,
Jochen
Lothar Frings
2015-02-05 16:53:18 UTC
Permalink
Post by Jochen Schmid
Post by Dr. Joachim Neudert
Kurz gefasst: Genau so ist es.
Er schrieb irgendwas. Er scheint aber weder lesen noch rechnen zu
können. Scoring: -500 + -9499 macht? Nee Martin, Laß' mal.
Vielleicht schaust du selber nochmal hin. Es ging darum,
ob bzw. wie der Arzt seine Termine einhalten kann.
Nicht um eine Verteilungskurve der Verweildauer der
Patienten, die nützt dem Arzt gar nichts.
Marc Stibane
2015-02-05 17:41:15 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
...Bugwelle...
Kurz gefasst: Genau so ist es.
Einverstanden. Aber wenn man nur 5-10 Minuten vom Arzt weg wohnt, und
die Mädels bittet einen anzurufen 15m bevor man drankommt - warum
kriegen die das nicht hin?
--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?
Frank Hucklenbroich
2015-02-06 07:25:21 UTC
Permalink
Post by Marc Stibane
Post by Dr. Joachim Neudert
...Bugwelle...
Kurz gefasst: Genau so ist es.
Einverstanden. Aber wenn man nur 5-10 Minuten vom Arzt weg wohnt, und
die Mädels bittet einen anzurufen 15m bevor man drankommt - warum
kriegen die das nicht hin?
Es gibt durchaus Ärzte, die das hinbekommen. Hatte mal so eine Ärztin (ist
leider nicht mehr aktiv), die war rund 500 Meter Luftlinie von meinem Büro
entfernt. Kurz rübergelaufen, mit den Mädels gesprochen, "Ja, wir rufen
dann an", und irgendwann später klingelte auch das Telefon und ich kam
sofort an die Reihe.

Oder meine Zahnärztin (und gute Bekannte von mir): Die gibt grundsätzlich
ihre Termine so, daß nie mehr als einer im Wartezimmer sitzt. Sie hat
dadurch vielleicht ein paar weniger Patienten, aber auch deutlich weniger
Streß. Und in den allermeisten Fällen klappt das, ich habe da noch nie
länger als 5 Minuten gewartet und das Wartezimmer war immer leer. Klar,
wenn vorher ein Schmerzpatient reingeschneit kommt, dann kann das auch mal
schiefgehen. Aber dann bekomme ich im Regelfall noch kurzfristig eine Mail
oder einen Anruf "Komm eine halbe Stunde später". Ist allerdings auch eine
recht kleine Praxis und ich lege meine Termine immer in die Randstunden
spätnachmittags, möglicherweise läßt sich das besser planen als wenn man
frühmorgens kommt und da stehen schon drei Mann vor der Türe.

Grüße,

Frank
Martin Gerdes
2015-02-03 23:00:08 UTC
Permalink
Post by Mathias Böwe
Es ist (auch!) eine Frage, wie seitens des Arztes mit den Terminen
umgegangen wird. Daß Notfälle Vorrang genießen, darüber braucht man
wohl nicht zu diskutieren. Und daß es im Laufe des Tages zu
Verschiebungen kommt, weil manche Konsultation nicht auf die Minute
genau beendet ist - geschenkt. Aber es gab in meiner Vergangenheit auch
einen Hausarzt, der *jeden* Patienten für 8 Uhr morgens bestellt hat.
Genau ein einziger von denen kam pünktlich dran... Daß hier die
Patienten leicht angesäuert waren, dürfte nicht völlig überraschen.
Andererseits gibt es Ärzte, bei denen ich eigentlich nie länger als 15
Minuten warten mußte. Das empfinde ich quasi als Punktlandung.
Ja.
Die Praxis meines Hausarztes brummt. Das Wartezimmer ist immer voll (was
grundsätzlich ein schlechtes Zeichen ist, nämlich für eine insuffiziente
oder fehlende Terminvereinbarung steht).

Das ist ein Horror, wenn ich wirklich mal krank bin, also für den
Arbeitgeber eine Krankschreibung brauche. Ich fehle in der Arbeit nur
dann, wenn ich wirklich so krank bin, so daß ich wirklich nicht arbeiten
kann -- dann aber gehöre ich in der Regel ins Bett und nicht von acht
bis halb zwölf ins Wartezimmer eines Arztes, auf daß mir dieser dann
kurz vor Mittag in kaum fünf Minuten das Offensichtliche bescheinigt,
nämlich daß ich wirklich krank bin.

Es hilft aber nichts; eine "gute Zeit", also eine, bei der man damit
rechnen kann, daß man in kalkulierbarer Zeit drankommt, gibt es nicht.
Vermutlich sollte ich mir mal einen anderen Hausarzt suchen.
Jörg Tewes
2015-01-29 01:57:00 UTC
Permalink
Ralph A. Schmid, dk5ras schrub
Und dann noch vernünftig essen...
Also nix was schmeckt?
Ich esse, wonach mir ist
Ich meistens auch, aber eben nur solche Sachen die mir schmecken. Nicht
immer sind die vernünftig.
- wird irgendwo tief da drin schon jemand wissen, wonach ihm gerade
ist, und was es mir signalisieren soll zu essen. Daher klappt es auch
oft nicht, wenn wir in eine Gaststätte gehen und ich mir vornehme,
"heute will ich mal dies und jenes" - oft genug ist mir dann ganz
anders, und ich ändere den Wunsch entsprechend. Gestern war es
übrigens vegetarisch, wenn in den Pilzen nicht noch Gewürm war :)
Pilze sind z.B. etwas was mir nicht schmeckt. Und ein Mittagessen ohne
etwas Fleisch ist eher was für die Rindviecher auf der Weide. Aber jeder
so wie er möchte.


Bye Jörg
--
"Why don't you eliminate the entire Narn homeworld, while you're at it?" "One
thing at a time ambassador, one thing at a time."
(Londo und Morden in "Revelations")
Ralph A. Schmid, dk5ras
2015-01-30 08:05:49 UTC
Permalink
Post by Jörg Tewes
Und ein Mittagessen ohne
etwas Fleisch ist eher was für die Rindviecher auf der Weide.
Diesem Wahn hänge ich eben nicht an. Ich esse gerne Fleisch, aber wenn
mal keines dabei ist, dann macht das auch nix, bzw. achte ich darauf
nicht mal, ich denke darüber nicht nach.


-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Dr. Joachim Neudert
2015-01-30 08:18:50 UTC
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Jörg Tewes
Und ein Mittagessen ohne
etwas Fleisch ist eher was für die Rindviecher auf der Weide.
Diesem Wahn hänge ich eben nicht an. Ich esse gerne Fleisch, aber wenn
mal keines dabei ist, dann macht das auch nix, bzw. achte ich darauf
nicht mal, ich denke darüber nicht nach.
-ras
Bei mir hat sich rausgestellt, wie bei Garfield:

"It's not the food I crave.
It's the calories I crave!"


Das macht Diäten und die allfällige Gewichtskontrolle sehr viel
schwerer. Es geht nicht darum, den Magen mit Broccolischaum zu füllen.
Die Lipozyten am Bauchfett schreien nach den Kalorien. Gern auch
pflanzlich, ob Walnüsse oder Hummus mit Schwarzbrot ist ganz egal. Da
gibt es köstliche pflanzliche hochkalorische Sachen.

Aber irgendeine Instanz sitzt da im Bauch und zählt mit, ob der
Kalorienbedarf schon endlich übererfüllt ist. Wenn nicht-> Hungergefühl.

Die Pharmaindustrie enttäuscht seit Jahrzehnten. Mit Viagra ging ein
Menschheitstraum in Erfüllung (jedenfalls ein Traum der etwa halben
Menschheit).

Aber in Sachen Hungergefühl/Gewichtskontrolle: Nichts. Gar nichts.

Joachim, seit 28.9. in der Reduktionsphase. Erfolgreich. Aber eine Qual...
Frank Streitz
2015-01-30 08:34:27 UTC
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Post by Dr. Joachim Neudert
Aber irgendeine Instanz sitzt da im Bauch und zählt mit, ob der
Kalorienbedarf schon endlich übererfüllt ist. Wenn nicht-> Hungergefühl.
Da bin ich wohl in einer beneidenswerten Postion: Ich kann essen was und
soviel ich will, und ich nehme kaum zu. ;-)

Der einzige Nachteil dabei war, als ich noch Kraftsport gemacht habe,
auch die gewollte Zunahme nur sehr langsam ging.


Gruß, Frank
--
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Ralph A. Schmid, dk5ras
2015-01-30 09:48:36 UTC
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Post by Frank Streitz
Da bin ich wohl in einer beneidenswerten Postion: Ich kann essen was und
soviel ich will, und ich nehme kaum zu. ;-)
Und bei mir hat sich ein gewisses "Kampfgewicht" eingestellt, das seit
10, 15 Jahren +- wenige kg bleibt.



-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/
Mathias Böwe
2015-01-30 23:30:20 UTC
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Post by Frank Streitz
Da bin ich wohl in einer beneidenswerten Postion: Ich kann essen was und
soviel ich will, und ich nehme kaum zu. ;-)
Der einzige Nachteil dabei war, als ich noch Kraftsport gemacht habe,
auch die gewollte Zunahme nur sehr langsam ging.
Du darfst Dich ja auch nicht so viel körperlich betätigen, wenn Du
zulegen willst!

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Frank Streitz
2015-01-31 08:36:52 UTC
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Post by Mathias Böwe
Post by Frank Streitz
Der einzige Nachteil dabei war, als ich noch Kraftsport gemacht habe,
auch die gewollte Zunahme nur sehr langsam ging.
Du darfst Dich ja auch nicht so viel körperlich betätigen, wenn Du
zulegen willst!
Wenn man zulegen _will_, soll das ja Muskelmasse und kein Fett sein.
Dazu muß man sich schon körperlich betätigen. In den ersten Monaten geht
das auch noch relativ schnell. Bei mir waren das ca. 3 kg. Nach 10
Jahren waren das aber im Schnitt nicht mehr als ca. 1 kg pro Jahr.

Nur wenn man dann aufhört, sollte man seine Essgewohnheiten anpassen.
;-) Als ich wegen Arthrose in der Schulter aufgehört habe, legte ich
ganz schnell 5 kg Körperfett zu und die Muskelmasse ging etwas zurück.

Bei den 5 kg ist es alledings geblieben, obwohl ich seit 2 Jahren gar
nichts mehr mache und auch nicht auf meine Ernährung achte. Ich würde es
schlimm finden, wenn ich jetzt auch noch aufpassen müßte, was ich esse.
Ich esse wirklich alles, was mir schmeckt. Gute Gene. ;-)


Gruß, Frank
--
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Mathias Böwe
2015-01-31 20:42:58 UTC
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Post by Frank Streitz
Post by Mathias Böwe
Post by Frank Streitz
Der einzige Nachteil dabei war, als ich noch Kraftsport gemacht habe,
auch die gewollte Zunahme nur sehr langsam ging.
Du darfst Dich ja auch nicht so viel körperlich betätigen, wenn Du
zulegen willst!
Wenn man zulegen _will_, soll das ja Muskelmasse und kein Fett sein.
Ach, wer wird sich denn um solche Details große Gedanken machen? A
rischtische Kerl muß a Schadde werfe, und da macht es keinen
Unterschied, welche Art von Körperzellen der Ausbreitung des
Sonnenlichts im Weg sind.
Post by Frank Streitz
Dazu muß man sich schon körperlich betätigen.
Örks - wozu gibt es Autos, Aufzüge, Treppenlifte und Vibratoren?
Post by Frank Streitz
In den ersten Monaten geht
das auch noch relativ schnell. Bei mir waren das ca. 3 kg. Nach 10
Jahren waren das aber im Schnitt nicht mehr als ca. 1 kg pro Jahr.
Ja, das ist ungefähr die Rate, die ich seit geraumer Zeit auch
vorzuweisen habe. Trotzdem ist immer noch der vom Fahrradsattel
durchgescheuerte Hosenboden Hauptanlaß, mir neue Beinkleider zuzlegen,
weniger die zunehmend unkommode Bundweite.
Post by Frank Streitz
Nur wenn man dann aufhört, sollte man seine Essgewohnheiten anpassen.
;-) Als ich wegen Arthrose in der Schulter aufgehört habe, legte ich
ganz schnell 5 kg Körperfett zu und die Muskelmasse ging etwas zurück.
Na bitte, da hast Du ja Dein Ziel erreicht: Du hast zugelegt, und das
auch noch ohne Dich unnötig verausgaben zu müssen!
Post by Frank Streitz
Bei den 5 kg ist es alledings geblieben, obwohl ich seit 2 Jahren gar
nichts mehr mache und auch nicht auf meine Ernährung achte. Ich würde es
schlimm finden, wenn ich jetzt auch noch aufpassen müßte, was ich esse.
Ich esse wirklich alles, was mir schmeckt. Gute Gene. ;-)
Fühl Dich beneidet...

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Matthias Eißing
2015-01-30 10:38:27 UTC
Permalink
Post by Dr. Joachim Neudert
Mit Viagra ging ein
Menschheitstraum in Erfüllung (jedenfalls ein Traum der etwa halben
Menschheit).
Ich hab vor einiger Zeit mal eine halbe, blaue Pille genommen.

Anschließend habe ich fünf-ein-halb Stunden gef*ckt, wie ein Weltmeister.

Aber die 15 Minuten extra war es mir nicht wert.

</Scherz :-)>
--
cu://Matthias.Eißing.de
Jörg Tewes
2015-01-30 11:03:47 UTC
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Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Jörg Tewes
Und ein Mittagessen ohne
etwas Fleisch ist eher was für die Rindviecher auf der Weide.
Diesem Wahn hänge ich eben nicht an. Ich esse gerne Fleisch, aber wenn
mal keines dabei ist, dann macht das auch nix, bzw. achte ich darauf
nicht mal, ich denke darüber nicht nach.
Ich denke auch nicht darüber nach.


Bye Jörg
--
"I never thought there could be anything worse than being all alone
in the night." "But there is, being all alone in a crowd."
(Sheridan and Delenn, "There All The Honor Lies")
Martin Gerdes
2015-01-31 19:00:06 UTC
Permalink
Ja. Auch für GKV-Patienten eine Rechnung, die dann auch die Basis für
Gesundheitszentren, in denen nur noch angestellte Ärzte arbeiten.
Da ist die Ärzteschaft schon lange dafür.
Das glaube ich nicht. Das wird vielleicht so gesagt, ist aber ganz
bestimmt nicht ernst gemeint.
Das ist sehr ernst gemeint. Es hat auch schon mehrfach entsprechende
Initiativen gegeben, die gesetzlichen kranken Kassen haben das aber
unterbunden. Der "Versicherte" soll nach ihrem Willen vom Geld nichts
mitbekommen.
Das ist dann aber eine richtige Rechnung. So eine, die man zahlen muß.
Nicht nur schmökern drin und sich gepflegt gruseln und dann an die Kasse
weiterreichen. Nein, die muß bezahlt werden wie eine Privatrechnung.
Anschließend kann der Patient sie dann bei seiner Kasse einreichen und
seinem Geld beim Sachbearbeiter nachrennen.
Offenbar deswegen hat es sich leider bisher nicht durchgesetzt?
Nein, nicht deswegen.
Wenn es um irgendwelche Kleinkrams-Rechnungen geht, die kann (und wird)
der Durschnittspatient sicher zahlen. Sogar innerhalb der Frist.
Ein Großteil der Arztrechnungen wäre minimal. Der Verwaltungaufwand wäre
selbst bei braven Zahlern minimal. Die Quartalspauschalen betragen in
vielen Fachbereichen vielleicht 20 Euro. Das läßt sich bei so vielen
Einzelfällen nicht wirtschaftlich berechnen (und auch seitens der
Krankenkassen nicht wirtschaftlich erstatten).
Was ist aber, wenn's um größere Sachen geht? - Hat der
Durchschnittspatient ein paar Tausend € herumliegen, mit denen er
unverhoffte (!) Krankheitskosten begleichen kann? Nein, hat er (zu)
häufig nicht.
Es ist also der _Arzt_, der dann ewig und drei Tage seinem Geld
hinterherrennt, sich ums Inkasso kümmern muß, die eine oder andere
Forderung gleich ganz abschreiben kann, etc. pp.
Das gegenwärtige KV-System nutzt _einzig_ dem Arzt.
... und dem Patienten und der Krankenkasse, also letzlich allen drei
großen Partizipanten am Gesundheitssystem.
Denn der weiß ganz genau, dass er sein Geld bekommt.
Nicht immer, aber immer öfter.
Der muß sich keine Sorgen ums Inkasso machen.
Er kann es nicht. Es kann dafür allerdings sein, daß die KV von ihm
hinterher gesammelt Geld zurückwill.
Schöne, bequeme Welt. Warum sollte die Ärzteschaft ein Interesse
daran haben, ihre eigene Bequemlichkeit abzuschaffen?
Es hätte sicherlich eine Signalwirkung, wenn ein Arzt seinen Patienten
jedes Quartal mitteilen dürfte, daß er für all seine Bemühungen in einem
Vierteljahr, egal wie oft der Patient seine Praxis auch aufsucht, den
horrenden Betrag von 20 Euro bekommt. So mancher Patient könnte auf den
Gedanken kommen, daß das -- im Vergleich beispielsweise dazu, was seine
Autowerkstatt für jeden Handgriff berechnet -- nicht übermäßig ist.
Für den Patienten hingegen ist die Krankenkasse überflüssiges Gehampele.
Der Kranke braucht keine Kasse. Der braucht einen Arzt.
Allerdings möchte er ihn nicht bezahlen, sondern etwas von der Kasse
"herausbekommen".
Daß es andersrum sei, hat die Ärzte-Lobby den Menschen erfolgreich
eingeredet. Aber es ist nicht so.
Was hat die Ärzte-Lobby den Menschen erfolgreich eingeredet?
U***@web.de
2018-10-21 19:36:37 UTC
Permalink
[Schon was älter, dürfte vom Grundsatz her aber noch passen.]
Übrigens machen die Hausärzte auch nach wie vor den höheren
Honorarumsatz als die Fachärzte, 50 000 Euro/Quartal gegenüber 48 000
Euro/Quartal bei den Fachärzten. Durchschnittswerte, klar. Link auf
Wunsch, die Zahlen sind veröffentlicht. Ich müßte suchen.
Ist der Bericht der KBV in Ordnung?
Klar.
Kardiologie läuft gut. Ich habe hier an keiner Stelle mein persönliches
Schicksal beklagt, oder? Radiologie läuft noch viel besser, oder
Labormedizin, oder Onkologie. Neurologen sind eher arm dran, oder
Rheumatologen, Dermatologen. Die haben wenig harte Leistungen. Augenarzt
nichtoperativ ist auch übel, 10 Euro Flatrate/Quartal, die verkaufen
dann viele IGEL-Leistungen wie Augendruck. Die Gynnies beharren darauf
das Vorsorge ausserhalb des Budgets ist, und rechnen den Ultraschall
auch extra ab.
Der Hausarzt muß übrigens für seinen Fallwert nur das Kärtchen durch den
Leser durchziehen. Der Facharzt muß definitiv was machen, eine
Magenspiegelung oder Darmspiegelung oder OP o.ä, und er muß darüber
einen ausführlichen Bericht schreiben (Arztbrief) an den Hausarzt.
Wenn Pat. von dort mit Überweisung.

Jetzt mal ganz naiv gefragt.

Es kommt jemand mit Knieschmerz zum Orthopäden, berichtet von Sturz
vor drei Tagen, es bessere sich irgendwie nur teilweise.

Was macht der Facharzt? Er mißt aktive/passive Beweglichkeit,
ertastet Schmerzpunkte, überweist ggf. gleich oder auch später
zum Radiologen, schreibt krank.
Meine
Frau ist volltätig beschäftigt nur meine Briefe zu tippen, trotz großer
Hilfe durch Dragon Dictate (das hat den Durchsatz verdreifacht an
Briefen pro Tag).
Wie schnell diktierst Du denn?

Gruß, ULF

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